Sommerhitze: Babys gehören immer in den Schatten

Endlich scheint die Sonne in Deutschland. Doch Eltern sollten mit Kleinkindern vorsichtig sein: Die Kinderhaut ist empfindlich. Am besten bleiben Babys ganz im Schatten - auch kurze Ärmel sind tabu.

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Kleinkinder im Sand: Alle zwei Stunden den Sonnenschutz erneuern

Hamburg - Bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein zieht es auch Eltern mit Kleinkindern nach draußen. Doch besonders bei Babys ist Vorsicht geboten: Deren Haut braucht besonderen Sonnenschutz.

"Sie ist dünner als die von Erwachsenen, deshalb nimmt sie auch schneller UV-Strahlen auf", erläutert Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. "Darüber hinaus kann die Haut eines Säuglings noch nicht so viel Pigmente wie beim Erwachsenen bilden, um einen Eigenschutz aufzubauen." Im Alter unter einem halben Jahr sollten Babys möglichst gar nicht der Sonne ausgesetzt werden.

Spaziergänge mit dem Kinderwagen sollten Eltern im Sommer am besten morgens vor 10 Uhr oder nachmittags ab 16 Uhr unternehmen. Und auch dann möglichst im Kinderwagen mit Sonnenschutz. Im Auto kann ein abnehmbarer UV-Schutz für die Fensterscheibe weitere Strahlung abhalten. "Die Glasscheibe filtert nur die aggressive UV-B-Strahlung", erklärt die Medizinerin. "Die UV-A-Strahlung gelangt aber durch das Fenster. Sie ist zwar nicht so schädlich wie die UV-B-Strahlung, doch sie kann ebenso die Haut verbrennen."

Leichte Kleidung, die Arme und Beine bedeckt, bietet den besten Sonnenschutz. Ein Sonnenhut mit Krempe und Nackenschutz verdeckt die besonders exponierten Stellen: Gesicht, Ohren und Nacken. Ist das Baby älter als sechs Monate, können Eltern Sonnencreme verwenden. Das bedeutet aber nicht, dass sie die bisherigen Maßnahmen weglassen sollten - der beste Sonnenschutz sind weiterhin Schatten und Kleidung aus UV-undurchlässigem Stoff.

"Cremen Sie die empfindliche pigmentarme Baby- und Kinderhaut vor dem Rausgehen mit wasserfestem UV-A-/UV-B-Sonnenschutzmittel ein - mit einem Lichtschutzfaktor, der größer als 20 ist", rät die Ärztin. "Verwenden Sie keine Cremes oder Lotionen, die Alkohol oder Parfüm enthalten, da sie die Haut zu sehr austrocknen."

Und alle zwei Stunden oder wenn das Baby stark geschwitzt hat, sowie nach dem Baden und Abtrocknen muss das Mittel neu aufgetragen werden.

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dba/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Wer das nicht weiss
jayram 19.06.2013
hätte besser keine Kinder in die Welt gesetzt oder sind die Menschen inzwischen so verblödet? Um das zu wissen braucht man keine Medien oder Ärzte, das muß man nur selbst reflektieren können. Wer dazu nicht in der Lage ist sollte sich besser nicht vermehren.
2.
c.PAF 19.06.2013
Zitat von jayramhätte besser keine Kinder in die Welt gesetzt oder sind die Menschen inzwischen so verblödet? Um das zu wissen braucht man keine Medien oder Ärzte, das muß man nur selbst reflektieren können. Wer dazu nicht in der Lage ist sollte sich besser nicht vermehren.
Nachdem es keine Prüfung vor dem Gebrauch der relevanten zwei Körperteil gibt, kann jeder, egal wie "begabt" er ist...
3.
7eggert 19.06.2013
Ich hoffe, die Leute bekommen jetzt umgekehrt keinen Herzinfarkt, nur weil das Kind gerade aus dem Schatten in die Abendsonne kriecht.
4. herr Gott noch mal
lyradia 19.06.2013
mal ganz erlich mein sohn ist jetz 32 wochen alt und ich gehe auch bei dem wetter mit ihm raus seh aber zu das er im Schatten ist und wenn ich ihm da langarmlige hose und pulli anziehen würde der würde mir was erzählen und das zu recht.wer solche tipps gibt macht die eltern nur wirr
5.
bénichousaraute 19.06.2013
Anscheinend muss man "jungen" Eltern heutzutage auch noch das Offensichtlichste erklären. Es grenzt wohl an ein Wunder, dass meine Eltern uns überhaupt lebend in nicht klimatisierten Häusern und Autos durch unsere Kindheit in der größtenteils schattenlosen Sahelzone gebracht haben. Von meiner Mutter habe ich übrigens diesen Kniff gelernt: nasse Handtücher im Auto oder über dem Buggy kühlen schnell und nachhaltig
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