Forscher helfen Männern: Tipps für den Balztanz

Mit dem Fuß wippen und dabei Fingerschnippen - das lässt Frauen kalt. Forscher haben das Geheimnis des effektiven Männer-Balztanzes entdeckt: Gut trainierter Torso, flotte linke Schulter und den richtigen Dreh im rechten Knie. Alles klar? Dann los!

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Frauenaugen leuchten, wenn John Travolta alias Tony Manero im Film "Saturday Night Fever" über die buntleuchtende Tanzfläche groovt. In Sachen Tanz-Coolness hatte Travolta 1977 neue Maßstäbe gesetzt. Kein Wunder, findet nicht nur Englands berühmter Tanzexperte Dr. Dance. Forscher der Universitäten Göttingen und Newcastle-upon-Tyne pflichten ihm jetzt bei: Männer mit ausholendem Tanzstil ziehen Frauen an.

Zunächst die gute Nachricht: Wer etwas hüftsteif ist, hat noch lange nicht verloren, denn es kommt vor allem auf die Bewegungen des Oberkörpers an. Die schlechte Nachricht: Der Stil, mit dem Männer Frauen offenbar anziehen, ist etwas speziell. Attraktiv wirken ausufernde Bewegungen des Oberkörpers, des Halses, der linken Schulter und des Handgelenks, wie die Forscher in den Biology Letters der britischen Royal Society berichten.

Für ihre Studie ließen die Wissenschaftler 19 Männer zwischen 18 und 35 Jahren zu Discomusik vortanzen und filmten sie dabei. Die Bewegungen übertrugen sie dann in einer Simulation auf neutrale, gesichtslose Figuren, damit das Aussehen der Männer nicht den Eindruck beeinflusste. 35 Frauen schauten sich die Computer-Tänzer an und bewerteten deren Attraktivität.

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Tanzstile: Balzen und Rockerposen
"Weltweit werden Männer wissen wollen, mit welchen Bewegungen sie Frauen anziehen können", sagt Nick Neave, der die Studie leitete. Nun sei klar, auf welche Körperregionen Frauen achteten. "Wenn ein Mann die Schlüsselbewegungen kennt, kann er ein wenig trainieren und so seine Chancen verbessern, eine Frau mit seinem Tanzstil auf sich aufmerksam zu machen."

Also aufgepasst, hier kommen die Details:

  • Besonders wichtig ist der Oberkörper. Der sollte möglichst gut trainiert sein, damit der Tänzer große und weite Bewegungen mit Kopf, Nacken und dem ganzen Oberkörper machen kann.
  • Jetzt die linke Schulter kreisen und mit dem Kopf nicken.
  • Wer soweit klarkommt, kann sich auf sein rechtes Knie konzentrieren: Gute Tänzer haben den richtigen "Twist" - und beugen und drehen es öfter als solche, die von den Frauen schlecht bewertet wurden.
  • Dabei aber unbedingt im Handgelenk locker bleiben. Es kommt darauf an, dass die Bewegungen fließen - wer insgesamt steif und bemüht wirkt, kann es auch nicht rausreißen, indem er wild die Arme herumwirft.

"Das ist die erste Studie, die objektiv zeigt, was einen guten von einem schlechten Tänzer unterscheidet", sagt Neave. Er vermute, dass die Tanzbewegungen Signale über Gesundheit, Stärke und Reproduktionsfähigkeit eines Mannes senden. Bewegungen und Tanz seien auch bei vielen Tierarten Teil des Werbens um ein Weibchen.

sus/AFP/dpa

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