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Haarentfernung: Rasieren, epilieren, lasern

Die Haare sollen weg: Ob schnell oder schmerzhaft, von kurzer Dauer oder langfristig - darüber entscheidet die Methode. Uta Schlossberger, Sprecherin des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen, ordnet die verschiedenen Techniken ein und gibt Tipps für die richtige Technik und Pflege.

Enthaarung durch Waxing: Auch bei dieser Methode besteht Entzündungsgefahr Zur Großansicht
dapd

Enthaarung durch Waxing: Auch bei dieser Methode besteht Entzündungsgefahr

Rasur: Wichtig ist, Haut und Haare vorzubereiten, zum Beispiel mit warmem Wasser anzuwärmen. Das macht die Haare weicher. Sind die Haare länger, sollten sie vorher etwas gestutzt werden, damit die Klinge nicht verstopft. Dann Rasierschaum auftragen, damit die Klinge besser über die Haut gleiten kann. Der Schaum sollte wenig Duft-und Konservierungsstoffe enthalten, weil das die Haut irritieren kann.

Nicht an den Klingen sparen, sonst besteht Entzündungsgefahr, da die darauf verbliebenen Hautschüppchen in warmer, feuchter Umgebung wie dem Badezimmer optimale Bakterienträger sind. Nach der Rasur sollte eine Pflegecreme aufgetragen werden - aber Vorsicht: nichts fettendes verwenden! Besser ist ein alkoholfreier Balsam, zum Beispiel mit Aloe Vera oder Panthenol. Der Nachteil der Methode: spätestens nach zwei Tagen sprießen die Haare wieder.

Waxing: Wird es von Experten ausgeführt, ist es eine gute Methode. Aber schmerzhaft! Dazu wird eine warme Wachsmasse mit einem Spatel auf die Haut aufgetragen. Beim warmen Wachs umschließt das Wachs jedes einzelne Haar - durch die Wärme öffnen sich die Poren und ermöglichen ein leichteres Entfernen. Sobald das Wachs abgekühlt ist, wird es mit einem Ruck abgezogen. Das Ergebnis hält länger. Es ist allerdings besonders wichtig, darauf zu achten, dass hygienisch gearbeitet wird - ansonsten kann es zu Entzündungen und Pilzinfektionen kommen.

Die Haut wird nicht so stark gereizt wie bei der Rasur, weil der Vorgang nicht so oft wiederholt werden muss. Nach und nach soll der Haarwuchs durch das Waxing immer weniger werden. Beim Kaltwaxen im Eigenversuch können die Haare schnell abreißen - die Selbstversuche kosten große Überwindung und sind sehr schmerzhaft.

Epilierer: Eine Methode, die elektrisch betrieben wird. Mittels rotierender Walzen sollen Haare samt Haarzwiebel entfernt werden. Ziel ist auch hier, dass der Haarwuchs nach und nach weniger wird. Anwender müssen darauf achten, das Gerät stets sauber zu halten: Verbliebene Haare in der Walze bieten Bakterien Nährboden. Die Methode ist schmerzhaft und zeitaufwendiger als das Waxing. Das Ergebnis ist individuell verschieden, kann aber bis zu mehrere Wochen anhalten. Vom Epilieren unter den Achseln und im Intimbereich ist abzuraten, da äußerst schmerzintensiv!

Enthaarungscremes: Spezielle alkalische und ätzende Inhaltsstoffe sollen die Haare auflösen. Wie bei der Rasur werden die Haare nur an der Hautoberfläche entfernt und kommen schnell wieder. Es ist wichtig, die Cremes vorher an der Ellbeuge oder am Handgelenk zu testen: Eine Kontaktallergie bis hin zu toxischen Ekzemen ist möglich.

Lichtimpuls: Mit der Blitzlampe, der Lichtimpuls-Technologie IPL (IPL steht für iItense Pulsed Light), werden die Nährstoffzellen der einzelnen Haarwurzeln verödet. Die Haare sollen dauerhaft am Wachsen gehindert werden. Für die Behandlung sind mehrere Sitzungen notwendig, sie ist deshalb kostenintensiv. Geeignet ist sie für Menschen mit dunklen Haaren und heller Haut. Von der Behandlung mit der Blitzlampe ist jedoch aus dermatologischer Sicht abzuraten, da der Gerätekopf sehr groß ist, einzelne Stellen wie Muttermale können nicht oder nur schwer ausgelassen werden. Das Verbrennungsrisiko ist groß. Die Behandlung muss unbedingt von einem Experten ausgeführt werden.

Laser: Ähnlich wie bei der Blitzlampe soll das Haar dauerhaft am Wachsen gehindert werden. Auch für diese Methode sind mehrere Sitzungen notwendig, daher ist sie kostspieliger als andere Methoden. Die Anwendung bei blonden, hellen Haaren ist kompliziert: Hellen Haaren fehlt für die Behandlung das notwendige Pigment Melanin.

Die Behandlung sollte von einem Experten durchgeführt werden. Während der Behandlungszeit beim Lasern und IPL darf man die Haut nicht der Sonne aussetzen, da es sonst zu Pigmentstörungen kommen kann. Unsachgemäße Anwendung bei der Blitzlampe und dem Laser können lebenslange Folgen haben von weißen Flecken auf der Haut bis hin zu Narben.

Allgemeine Tipps: Bei allen Methoden muss die Hygiene gewährleistet sein. Direkt im Anschluss an eine Behandlung sollte man auf Reizungen jeder Art und Schwimmen, Sauna, Sonnenbaden und Gemeinschaftsduschen im Fitness-Studio verzichten, da die Haut im Intimbereich nach jeder Methode gereizt ist und so Bakterien leichter eindringen können.

Christine Pander

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Ganz einfach: elektrisch
panzer-tom 03.03.2013
An alles wurde gedacht - nur nicht an eine ganz banale alltägliche Prozedur: die elektrische Rasur. Ich mache das seit 20 Jahren jeden Morgen und hatte noch niemals Ärger mit empfindlicher Haut oder Exemen oder dergleichen. Nur längere Haare, die der täglichen Kontrolle irgendwann entgingen und so ein paar Wochen sprießen konnten, bilden ein Problem. Übliche Elektro-Rasierer kommen mit langen Haaren schlecht klar. Der Langhaarschneider dagegen verbeißt sich leicht in die empfindliche Haut.
2. Brasil waxing
leonardcarl 30.08.2014
Ist so eine Sache ... Ich habe da schon viel erlebt in ehrlich gesagt wenig gutes, gerade hier in berlin. Wobei ich einen Laden dabei herausheben will : http://www.arte-brasil.de/ brazilian waxing berlin macht wirklich gute Arbeit. Sauber und ordentlich und das Ergebnis stimmt .
3. Zuckerpaste selber machen
juliane 06.01.2015
Hi, wir machen die Zuckerpaste sogar selber und müssen nichts kaufen :) Gratisrezept: http://www.epiladerm.de/sugaring-selber-machen/ Mein Tipp: Etwas mehr Zitronensaft nehmen als im Rezept steht und nur mit ganz schwacher Hitze erwärmen, sonst verbrennt die Zuckerpaste! Viel Erfolg
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