August - Im Abriss


DPA

Bonusmeilen-Affäre: Die "Bild"-Zeitung nennt weitere Namen von Politikern, die möglicherweise Privatflüge über ihr dienstliches Lufthansa-Bonuskonto abgewickelt haben. Die Lufthansa will dagegen weiter keine Namen von Abgeordneten mit Bonusmeilen-Flügen nennen und lässt ein entsprechendes Ultimatum von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse verstreichen. Das Unternehmen bietet aber an, zur Aufklärung der Affäre beizutragen.

Rund 11.000 Stellen stehen bei der Dresdner Bank auf der Kippe. Zusätzlich zu den Streichungen von 8000 Jobs könnten bis zu 3000 weitere Arbeitsplätze betroffen sein. Erstmals werden auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen.

DDP
FDP-Generalsekretärin Pieper weist Mutmaßungen zurück, die Liberalen steckten hinter der Ausforschung von Abgeordneten in der Flugmeilen-Affäre. Das ARD-Magazin "Kontraste" hatte berichtet, dem Bund der Steuerzahler liege eine Liste von Abgeordneten vor, die dienstliche Bonusmeilen für Freiflüge nutzten. Für diese Liste sei ein Mitarbeiter zuständig gewesen, der inzwischen für die FDP-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag arbeite.

Umfassende Reformen in der Türkei: Mit Blick auf den angestrebten EU-Beitritt billigt das Parlament in Ankara ein Paket, zu dessen 14 Punkten die Abschaffung der Todesstrafe in Friedenszeiten und die Zulassung der kurdischen Sprache im Schulunterricht sowie im Rundfunk gehören.

In einem vollbesetzten israelischen Bus in der Nähe der nordisraelischen Stadt Tsfat sprengt sich ein Selbstmordattentäter der Hamas in die Luft. Er reißt neun Menschen mit in den Tod, fast 40 weitere werden verletzt. Nur wenige Stunden später kommen bei einer Schießerei in Jerusalem drei Menschen ums Leben.

Die Bundesregierung distanziert sich demonstrativ von US-Angriffsplänen auf den Irak und löst damit heftige Reaktionen der Union aus. CDU-Außenpolitiker Wolfgang Schäuble wirft der Regierung vor, damit den internationalen Bemühungen in der Irak-Krise zu schaden.

Sabine Sauer / DER SPIEGEL
Angriff auf die Pressefreiheit: Chefredakteure namhafter Medien verurteilen die Strafanzeige von SPD-Generalsekretär Müntefering gegen die "Bild"-Zeitung. Immer mehr Politiker plädieren inzwischen für Augenmaß bei der Beurteilung der Flugmeilen-Affäre. Bundestagspräsident Thierse betont, es gehe lediglich um die Verletzung einer freiwillig vereinbarten Regel.

Bundesinnenminister Otto Schily verbietet den in Aachen ansässigen und Spendensammelverein Al-Aksa, der die Hamas unterstützt.

In die Untersuchungen der Bonusmeilen-Affäre schaltet sich die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug ein. Betroffen sind nach Angaben der Berliner Justizsprecherin neun Abgeordnete von CDU/CSU, SPD, PDS und Grünen.

Zwei deutsche Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Vision kehren nach mehrtägiger Geiselnahme im Sudan nach Deutschland zurück.

Jahrhundertflut: Nach heftigen Regenfällen führen in Bayern zahlreiche Flüsse Hochwasser. In Passau schwillt der Inn auf einen Pegelstand von 7,50 Metern an.

Entlassungen: Der Chemiekonzern Bayer setzt den weltweiten Stellenabbau fort. In den nächsten Jahren sind weit mehr als 10.000 der noch rund 128.000 Arbeitsplätze bei dem Unternehmen in Gefahr.

AP
Der Dauerregen setzt große Teile Südosteuropas unter Wasser. Am schwersten betroffen sind Österreich, Tschechien und Rumänien. Während sich die Hochwasserlage in Bayern wieder entspannt, verschlechtert sie sich in Niedersachsen und in Berlin.

30 Milliarden Dollar für Brasilien: Mit einem Rekordkredit unterstützt der Internationale Währungsfonds (IWF) das südamerikanische Land bei der Bekämpfung seiner schweren Wirtschaftskrise.

27 Menschen sind bereits in den Hochwasserfluten gestorben, die meisten in Russland.

Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber stellt den bayerischen Innenminister Günther Beckstein als Mitglied seines "Kompetenzteams" für innere Sicherheit vor.

SPD-Generalsekretär Franz Müntefering zieht in der Bonusmeilenaffäre seine Anzeige gegen die "Bild"-Zeitung zurück, wirft dem Blatt aber weiterhin eine gezielte Skandalisierung der Vorgänge vor. Unterdessen scheint klar, dass ein Lufthansa-Mitarbeiter die Daten von rund 100 Politikern durchforstet hat.

Die Zahl der Hochwasser-Toten in Europa steigt auf mehr als 60. Allein an der russischen Schwarzmeerküste kommen 55 Menschen in den Fluten um. Auch über Regionen in Tschechien, Bulgarien, Rumänien und Italien sind Wassermassen hereingebrochen. In Österreich zeichnet sich eine Entspannung ab. US-Präsident Bush sagt, es gebe weder eine Frist für den angestrebten Sturz des irakischen Staatschefs Saddam Hussein noch einen Plan für einen unmittelbar bevorstehenden Krieg.

Hunderte Menschen in Süd- und Ost-Deutschland müssen ihre Häuser räumen, es gibt mindestens zwei Todesopfer. In sieben bayerischen Regionen wird Katastrophenalarm ausgelöst. Neben dem Donauraum ist vor allem der oberbayerische Landkreis Traunstein betroffen. Am Abend sorgen heftige Regenfälle in Südsachsen für schwere Überschwemmungen. Im Erzgebirge gilt Katastrophenalarm, die Kreisstadt Pirna und der Nachbarort Heidenau werden evakuiert. Leipzig wird von einer Regenflut heimgesucht.

DDP
Die Elbe überschwemmt mit etwa sieben Meter Hochwasser weite Teile der Dresdner Altstadt, darunter Hauptbahnhof, Semperoper, Zwinger und Landtag. Besonders kritisch ist die Lage entlang des Flusses Mulde. Die gesamte Altstadt von Grimma versinkt in einem reißenden Strom. Der Pegel der Donau in Passau erreicht mit 10,80 Metern den höchsten Stand seit Jahrzehnten.

Neue heftige Regenfälle bedrohen auch Zehntausende von Menschen in den Hochwassergebieten Südosteuropas in ihrer Existenz. Mehr als 40.000 Bewohner von Prag fliehen aus ihren Häusern, nachdem die Moldau über die Ufer getreten ist.

Beim ersten Besuch eines iranischen Präsidenten im Nachbarland Afghanistan seit 40 Jahren wirft der iranische Präsident Mohammed Chatami den USA vor, seit dem 11. September eine "Außenpolitik des Zornes" zu führen. Gerade ein mächtiges Land habe eine besondere Verantwortung für den Weltfrieden. "Kein Land der Welt sollte den Kampf gegen den Terror benutzen, um anderen Ländern die eigenen Ansichten aufzuzwingen."

Nun trifft das Hochwasser auch Regensburg: Der Pegel der Donau steigt bis zum Mittag auf 6,60 Meter. Im flussabwärts gelegenen Straubing tritt die Donau über die Ufer. Bis zum Abend entspannt sich die Lage jedoch.

Den Opfern der Hochwasserkatastrophe soll schnell und unbürokratisch geholfen werden. Das Kabinett beschließt ein Hilfspaket im Umfang von mehreren hundert Millionen Euro. Bundeskanzler Schröder und mehrere Minister besuchen die Hochwassergebiete in Sachsen und Sachsen-Anhalt, um sich einen Eindruck von der Lage zu verschaffen. Schröder und Innenminister Schily rufen die Bevölkerung zu Solidarität und nationaler Verantwortung auf.

Ein Gericht in Tel Aviv erhebt offiziell Anklage gegen den palästinensischen Politiker Marwan Barghuti wegen Mordes, versuchten Mordes und der Mitgliedschaft in terroristischen Organisationen. Die israelische Armee zerstört Häuser im Westjordanland und tötet dabei den behinderten Hamas-Führer Nasser Dscherar.

Auf Dresden rollt eine riesige Flutwelle aus Tschechien zu. Weitere Stadtteile müssen evakuiert werden, es kommt zu Zwangsräumungen. Auch Sachsen-Anhalt rüstet sich für das Elbhochwasser. Bei Bitterfeld bricht ein Damm unter dem Druck des Mulde-Hochwassers. Auch in Mühlberg in Südbrandenburg beginnen Evakuierungen.

AFP
Teurer Dauerregen: Der Wiederaufbau der überfluteten Gebiete Ostdeutschlands wird nach Einschätzung von Bundeskanzler Schröder Milliarden kosten. Die bislang zur Verfügung gestellten Summen seien nur Soforthilfen. Schon jetzt sei aber klar, dass nach der Flutkatastrophe ein Neubeginn des Aufbaus Ost nötig sei.

Der Pegel der Elbe überschreitet in Dresden die Neun-Meter-Marke und klettert auf den höchsten Stand seit 1000 Jahren. Schutzmaßnahmen von Zwinger und Semperoper werden aufgegeben. In ganz Sachsen steigt die Zahl der Todesopfer auf zehn.

AP
Nach mehr als fünfmonatiger Arbeit legt die Hartz-Kommission ihr Konzept für die wohl umfangreichste Reform auf dem deutschen Arbeitsmarkt vor: VW-Personalvorstandsmitglied Peter Hartz übergibt den Abschlussbericht des 15-köpfigen Gremiums an Bundeskanzler Schröder.

Israel dringt auf einen baldigen Angriff der USA gegen den Irak: Der israelische Geheimdienst habe Beweise dafür gesammelt, dass der Irak seine Bemühungen zur Produktion von biologischen und chemischen Waffen beschleunige.

Mit 9,40 Metern erreicht das Elbe-Hochwasser in Dresden seinen Scheitelpunkt. Die Zahl der Toten steigt auf elf. Die Elbfluten bringen eine Eisenbahnbrücke bei Riesa zum Einsturz - der Fernverkehr Leipzig-Dresden ist unterbrochen - und überschwemmen Teile von Torgau. Die Mulde überflutet Teile von Bitterfeld. Im Pirna wird ein Zeltlager für 10.000 Menschen aufgebaut.

Die in Großbritannien verschwundenen zehnjährigen Mädchen Holly und Jessica werden tot aufgefunden. Zuvor hatte die Polizei den Hausmeister Ian Huntley festgenommen, der sich nun wegen Mordes verantworten muss. Der Fall war in Großbritannien wochenlang in den Schlagzeilen.

Noch ist kein Ende der Hochwasserkatastrophe in Deutschland abzusehen: Die Flutwelle der Elbe verlagert sich von Sachsen und Südbrandenburg nach Sachsen-Anhalt. In Wittenberg bricht ein Deich. In Magdeburg werden die Evakuierungen fortgesetzt. In anderen Überschwemmungsgebieten gibt es dagegen Zeichen für eine leichte Entspannung: Im brandenburgischen Mühlberg wird erstmals ein Rückgang des Wasserstandes registriert. Auch in Dresden und vielen anderen Elbstädten fällt der Pegel. In Pirna dürfen die ersten Evakuierten zurück in ihre Häuser.

Die EU sagt auf einem Krisengipfel in Berlin den flutgeschädigten Ländern Hilfe zu.

Der israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser verhandelt mit Vertretern der Palästinenser über einen möglichen Rückzug Israels aus den Autonomiegebieten.

Der Terroristenführer Abu Nidal wird tot in einer Wohnung in Bagdad gefunden. Dies geben zwei ranghohe Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah bekannt. Nidals Leiche sei am 16. August entdeckt worden, er habe offenbar mehrere Schussverletzungen erlitten und vermutlich Selbstmord begangen

REUTERS
Mit einer unblutigen Blitzaktion beendet die Berliner Polizei gut fünf Stunden nach Beginn eine Geiselnahme in der irakischen Botschaft: Die fünf Täter, irakische Oppositionelle, werden festgenommen und die zwei Geiseln befreit.

Aus der SPD-Wahlkampfzentrale in Berlin wird ein Laptop mit möglicherweise brisanten Daten gestohlen. In der nächsten Nacht werden aus anderen Räumen der Zentrale Akten entwendet.

In Sachsen wird das 16. Todesopfer der Jahrhundertflut geborgen. Mehr als 10.000 Katastrophenhelfer kämpfen in Niedersachsen im Dauereinsatz gegen die Flutwelle auf der Elbe und können Deichbrüche verhindern. In Sachsen-Anhalt geben die Behörden und Rettungskräfte trotz fallender Pegel keine Entwarnung.

Die Bundesregierung beginnt mit der Umsetzung der Hartz-Vorschläge. Dazu beschließt das Bundeskabinett 15 Eckpunkte. Mit einigen Vorschlägen wie der Einrichtung von Personal-Service-Agenturen soll sofort begonnen werden.

Eine Traumreise in das Himalaja-Gebirge nimmt für 13 deutsche Touristen ein tödliches Ende. Insgesamt kommen 18 Menschen ums Leben, als ihr Flugzeug kurz vor der Landung auf einem Inlandsflug in Nepal gegen einen Berg prallt.

In den Hochwassergebieten entlang der Elbe gilt weiter Alarmstufe Nummer eins: Zwar gehen die Pegelstände zurück oder steigen weniger stark als befürchtet, dafür drohen aber vielerorts Brüche der durchweichten Deiche. In Wörlitz wird ein Deich gesprengt, um die Situation zu entschärfen.

In der chinesischen Provinz Hunan sind mehr als eine Million Menschen im Einsatz, um die Deiche um den Dongting-See zu verstärken. Rund 270.000 Anwohner flohen aus ihren Häusern in der dicht bevölkerten Provinz. Überschwemmungen haben in Mittelchina bereits 27.000 Häuser zerstört und 67.000 weitere beschädigt.

Die Jahrhundertflut lässt die politische Stimmung in Deutschland kippen. Erstmals seit Monaten liegt die SPD beim ZDF-Politbarometer in der Wählergunst wieder vor CDU/CSU.

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Der 83-jährige Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt wird mit einem Herzinfarkt in die Universitätsklinik Kiel eingeliefert.

In Deutschland findet das erste TV-Duell zweier Kanzlerkandiaten vor einer Bundestagswahl statt. Bundeskanzler Schröder und CDU/CSU-Kanzlerkandidat Stoiber stehen bei den Privatsendern Sat1 und RTL nach festen Regeln eine Stunde zu vorgebenen Fragen Rede und Antwort. Mehr als 15 Millionen Menschen verfolgen das Duell.

Japan und Nordkorea beginnen in Pjöngjang Gespräche über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Es ist das erste Treffen ranghoher Regierungsvertreter beider Seiten seit zwei Jahren.

Die Ermittlungen des Bundeskriminalamts gegen die Terroristen vom 11. September ergeben detaillierte Hinweise auf eine Verbindung der Hamburger Täter zur al-Quaida.

Sat.1 / ddp
Beide gewinnen: Nach dem ersten Fernsehduell zwischen Bundeskanzler Schröder und seinem Herausforderer Stoiber reklamieren beide Seiten den Sieg für sich. Die Umfragen sind uneinheitlich. Wahlforscher zeigen sich allerdings überrascht von der Angriffslust Stoibers, dessen Fernsehauftritte bislang als wenig glanzvoll galten.

Wegen Verbindungen zur verbotenen Untergrundorganisation Eta verbietet ein spanischer Richter der Batasuna-Partei alle politischen Aktivitäten. Dies löst Entrüstung im Baskenland aus.

Die Lufthansa will mit massiven Preissenkungen der wachsenden Konkurrenz von Billigfliegern die Stirn bieten. Die Fluggesellschaft stellt in Frankfurt am Main ihr neues Tarifkonzept vor, das ab dem Winterflugplan 2002/03 gelten soll.

Bundeskanzler Schröder kritisiert den Streit zwischen Bund und Ländern über die Hochwasserhilfen. Verbraucherministerin Renate Künast beziffert die Schäden durch Ernteausfall in der Landwirtschaft auf 267 Millionen Euro und kündigt 141 Millionen Euro Hilfe an. Für die Opfer der Jahrhundertflut will die EU-Kommission noch in diesem Jahr 500 Millionen Euro bereitstellen.

AFP
Der Uno-Gipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg legt ein erstes konkretes Ergebnis vor. Die Delegierten einigen sich auf den Text eines Abkommens zum Schutz der Meere und zur weltweiten Aufstockung des Fischbestands.

Erstmals muss sich ein mutmaßliches Mitglied der Hamburger Terrorzelle um den Selbstmordattentäter Mohammed Atta vor Gericht verantworten: Gegen den Marokkaner Mounir al Motassadeq wird Anklage vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht erhoben. Der 28-jährige Student wird verdächtigt, der Gruppe um die mutmaßlichen Terrorpiloten Mohammed Atta und Marwan al-Shehhi geholfen zu haben.

Billigflieger: Mit Kampfpreisen ab zehn Euro pro Flug steigt der Reisekonzern TUI im Dezember in den Markt der Billig-Airlines ein. Der größte europäische Tourismusanbieter gründet dazu die neue Linie Hapag Lloyd Express, die mit acht Flugzeugen vom Flughafen Köln/Bonn an den Start geht und preislich deutlich unter den neuen Billigangeboten der Lufthansa liegen soll.

Bereits vor Verabschiedung der gesetzlichen Grundlage überweist die Bundesregierung die erste Milliarde Euro aus dem Hilfspaket für die Flutopfer an die acht betroffenen Länder. Bundeswirtschaftsminister Müller startet die Auszahlung der Soforthilfe von jeweils maximal 15.000 Euro an flutgeschädigte Unternehmen.

SPD im Stimmungshoch: Drei Wochen vor der Bundestagswahl konnten die Sozialdemokraten einen großen Sprung nach vorne machen. Laut ZDF-Politbarometer steigern sich die Sozialdemokraten in der politischen Stimmung um zwei auf 42 Prozent, während die Union unverändert bei 39 Prozent liegt. Bei der Sonntagsfrage von Infratest dimap legt die Partei von Kanzler Schröder sogar um drei Prozentpunkte zu und liegt nun nur noch knapp hinter der Union mit unverändert 41 Prozent.

Die EU erzielt im Streit mit den USA über die Unternehmensbesteuerung einen Erfolg bei der Welthandelsorganisation (WTO). Die EU kann wegen der Benachteiligung ausländischer Firmen Strafen bis zu vier Milliarden Dollar verhängen.

Rund um Bagdad laufen nach Beobachtung der USA die größten Vorbereitungen auf einen militärischen Angriff seit dem Golfkrieg von 1991. Verteidigungsanlagen werden verstärkt, Stellungen für Panzer, Artillerie und Soldaten ausgebaut. Schweres Gerät wird dezentral gelagert, und Flugabwehrstellungen werden verlegt, um die irakische Hauptstadt besser zu schützen.

Der bislang einzige Terrorprozess in den USA um die Anschläge vom 11. September wird weiterhin ohne deutsche Rechtshilfe stattfinden müssen. Kurz vor dem ersten Jahrestag der Attentate erklärt Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin, dass den USA klar sein müsse, "dass unsere Dokumente nicht für ein Todesurteil oder für eine Exekution verwendet werden dürfen.



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