Fremdblut-Doping So funktioniert das Tuning für Todesmutige

Von Stefan Schmitt

2. Teil: Wie funktioniert Fremdblutdoping?


Bei Blutdoping geht es um rote Blutkörperchen (Erythrozyten). Sie transportieren den Sauerstoff aus den Lungenbläschen in die Muskeln - je mehr, desto besser. Beim Eigenblutdoping wird einem Sportler eigenes Blut abgezapft, dieses in einem komplizierten Verfahren mit roten Blutkörperchen aufbereitet und dann dem Sportler wieder injiziert. Bei der Fremdblutvariante wird einem Spender Blut abgenommen. Er muss dieselbe Blutgruppe und den selben Rhesusfaktor des Sportlers haben, für den die Erythrozyten bestimmt sind. Sie werden von den restlichen Blutbestandteilen abgeschieden und kühl gelagert.

Vor dem Wettkampf - etwa einer besonders schweren Bergetappe - erhält der Athlet eine betrügerische Infusion, welche die Anzahl der roten Körperchen in seinem Blut auf einen Schlag erhöht. Als zweifelhafter Pionier dieses Verfahrens, wenngleich mit Eigenblut, gilt der finnische Langstreckenläufer und zweifache Olympiasieger (1972 und 1976) Lasse Viren. Auch bei der Tour gab es immer wieder Blutdopingfälle:



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