Personalnot Pflegeausbildung soll attraktiver werden

Angehende Pflegekräfte sollen künftig kein Schulgeld mehr zahlen, sondern eine Vergütung erhalten: Mit diesen und weiteren Maßnahmen will Gesundheitsminister Jens Spahn die Ausbildung attraktiver machen.

Pflegekraft  (Archivbild)
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Pflegekraft (Archivbild)


Bislang konnten sich Azubis zu Kranken- Kinderkranken- oder Altenpflegern ausbilden lassen. In zwei Jahren werden diese Ausbildungen zusammengeführt, später können sich die Azubis dann spezialisieren.

Dies ist nur eine Maßnahme, die Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ergriffen hat, um die Pflegeausbildung zu reformieren. An diesem Mittwoch hat das Bundeskabinett eine entsprechende Verordnung beschlossen, die eine noch in der vergangenen Wahlperiode beschlossene Reform umsetzt.

Spahn sprach von einem "wichtigen Schritt", um den Pflegeberuf "moderner und attraktiver" zu machen. Zudem soll mit den Maßnahmen die Personalnot bekämpft werden.

In Zukunft sollen Azubis zudem eine Vergütung erhalten und das Schulgeld soll abgeschafft werden. "Wir wollen, dass sich möglichst viele für diesen verantwortungs- und anspruchsvollen Beruf entscheiden", sagte Spahn.

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte: "Die Ausbildung wird endlich kostenfrei." Azubis bekämen zudem die Möglichkeit zu einem Abschluss, der europaweit anerkannt sein werde und Karriereperspektiven eröffne.

Sie betonte zudem, dass neben der Ausbildungsreform auch für bessere Arbeitsbedingungen gesorgt werden solle. Das werde sie gemeinsam mit Spahn und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Angriff nehmen.

Die Verordnung wird nun dem Bundestag zugeleitet. Wenn dieser zustimmt, geht sie in den Bundesrat.

Video: Pflegenotstand in Deutschland - Wer betreut Sie?

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kha/AFP/dpa



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