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Arbeiten in Singapur Sauber, sicher, superschnell

Kaugummis ausspucken oder Zigaretten auf der Straße austreten? In Singapur verboten. Streng, effizient und flott geht es im Ministaat zu. Vier Deutsche erzählen, wie sie dort leben - und warum es gar nicht so einfach ist, mit Banken oder Behörden Schritt zu halten.

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Leben in Singapur: Schöne Aussichten
Eine Firma gründen, Baugenehmigungen organisieren, Kredite aufnehmen - das ist in Singapur deutlich einfacher als in Deutschland, behauptet die Weltbank. Sie sieht den Ministaat im weltweiten Ranking der wirtschaftsfreundlichsten Länder auf dem ersten Platz, Deutschland nur auf Rang 19.

Singapur selbst ist kein großer Markt: kaum so groß wie Hamburg, fünf Millionen Einwohner - und eine Geburtenrate, die noch unter der von Deutschland liegt. Die strengen Gesetze und das harte Durchgreifen der Behörden sind legendär. Wer eine Zigarette achtlos fallen lässt, muss mit umgerechnet 500 Euro Strafe rechnen. Kaugummis werden bei der Einreise gleich vom Zoll beschlagnahmt - man könnte sie ja auf die Straße spucken.

Dennoch ziehen jedes Jahr Zehntausende Menschen aus aller Welt auf die Insel an der Südspitze Malaysias. 2010 hat Singapur Aufenthaltserlaubnisse und Staatsbürgerschaften an fast 50.000 Ausländer vergeben. In der ehemaligen britischen Kolonie leben und arbeiten rund 7000 Deutsche. Die meisten sind bei einem der knapp 1200 deutschen Unternehmen im Land angestellt, "die Zahl steigt kontinuierlich", sagt Tim Philippi, Geschäftsführer der Deutsch-Singapurischen Industrie-und Handelskammer.

Boomende Branchen seien Logistik, Finanzwesen und IT, aber auch Chemie, Elektronik und Maschinenbau. In Zukunft sollen Gesundheitspflege und Tourismus dazu kommen. 2010 hat Singapur sein Bruttoinlandsprodukts um 14,5 Prozent gesteigert, für 2011 rechnet man mit einem Wachstum von fünf bis sechs Prozent. "Singapur hat einen rasanten Wandel vom Schwellen- zum Industrieland durchgemacht", so Philippi. Heute sei es einer der teuersten Standorte weltweit.

Was Singapur außer einer rasant wachsenden Wirtschaft, hohen Mietpreisen und strengen Gesetzen zu bieten hat, erzählen vier Deutsche, die dort eine neue Heimat gefunden haben.

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insgesamt 67 Beiträge
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1.
Trondesson 01.02.2012
Als ich 1983 das erste Mal dort war, hatten sie gerade die Bugis Street abgesperrt. Trotzdem gab es damals noch einige Viertel, in denen man etwas von der Britischen (Natürlich nicht der deutschen, wie in der ersten Bildunterschrift zu lesen. So etwas darf einfach nicht passieren, SPON!) koloniale Vergangenheit noch spüren konnte. Das ist im Laufe der Zeit jedoch immer weniger geworden; ich konnte von Glück sagen, daß ich einen Bekannten in Ang Mo Kio hatte, bei dem ich wohnen konnte und der mir einige der letzten nicht ganz so sterilen Refugien zeigen konnte. Überraschender Weise konnte auch ich ihm Orte zeigen, an denen er noch nicht gewesen war! Heute kommt mir Singapore wie ein einziger großer Arbeitsplatz vor: sauber, sicher, effizient und schnell, wie im Artikel beschrieben. Aber es hat im Laufe der Jahre den Charme verloren, der es für viele zu einem beliebten Reiseziel gemacht hat. Es unterscheidet sich darin nicht mehr sehr von Dubai. Wie gesagt, zum Arbeiten ist Singapore ein idealer Ort, und immer noch wesentlich angenehmer als arabische Städte (zumindest für meinen Geschmack). Aber zur Entspannung oder um Kultur und Geschichte auch außerhalb von Museen zu erleben, würde ich Penang jederzeit vorziehen.
2. ?
friedel_3 01.02.2012
Zitat von sysopKaugummis ausspucken oder Zigaretten auf der Straße austreten? In Singapur verboten. Streng, effizient und flott geht es im Ministaat zu. Vier Deutsche erzählen, wie sie dort leben - und warum es gar nicht so einfach ist, mit Banken oder Behörden Schritt zu halten. Arbeiten in Singapur: Sauber, sicher, superschnell - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL (http://www.spiegel.de/karriere/ausland/0,1518,811825,00.html)
Solch ein Reservat wie Singapur mit anderen Ländern zu vergleichen erscheint mir schlichtweg unverhältnismäßig. Ich weiß nicht was solche Artikel vermitteln sollen. Vier "Papalangi" in einer ihnen unbekannten Welt, die möglicherweise keine Zusammenhänge erkennen, und einfach visuelle Eindrücke und Selbsterlebtes ohne weitere Reflektion von sich geben.
3. Singapur ist beeindruckend!
dommanolito 01.02.2012
Zitat von sysopKaugummis ausspucken oder Zigaretten auf der Straße austreten? In Singapur verboten. Streng, effizient und flott geht es im Ministaat zu. Vier Deutsche erzählen, wie sie dort leben - und warum es gar nicht so einfach ist, mit Banken oder Behörden Schritt zu halten. Arbeiten in Singapur: Sauber, sicher, superschnell - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL (http://www.spiegel.de/karriere/ausland/0,1518,811825,00.html)
Singapur ist eines der erstaunlichsten und angenehmsten Länder, die ich kenne. Sicherheit und Sauberkeit sind nicht nur für Asien vorbildlich, auch im Vergleich mit deutschen Großstädten wird deutlich, was man in Singapur nicht vermisst: pöbelnde besoffene Schläger im öffentlichen Nahverkehr bei gleichzeitiger Abwesenheit von Service- und Sicherheitspersonal, Narrenfreiheit von Dealern und Straßenräubern, Belästigung durch regelmäßige Aufmärsche von politischen und religiösen Extremisten, Servicedefizite auf Schritt und Tritt etc.pp. Nicht zuletzt der erreichte Wohlstand und die von Arbeitsethos geprägte Gesellschaft stellen Lebensqualitäten dar, auf die die Bevölkerung von Singapur stolz sein kann.
4. ...
nixkapital 01.02.2012
Zitat von dommanolitoSingapur ist eines der erstaunlichsten und angenehmsten Länder, die ich kenne. Sicherheit und Sauberkeit sind nicht nur für Asien vorbildlich, auch im Vergleich mit deutschen Großstädten wird deutlich, was man in Singapur nicht vermisst: pöbelnde besoffene Schläger im öffentlichen Nahverkehr bei gleichzeitiger Abwesenheit von Service- und Sicherheitspersonal, Narrenfreiheit von Dealern und Straßenräubern, Belästigung durch regelmäßige Aufmärsche von politischen und religiösen Extremisten, Servicedefizite auf Schritt und Tritt etc.pp. Nicht zuletzt der erreichte Wohlstand und die von Arbeitsethos geprägte Gesellschaft stellen Lebensqualitäten dar, auf die die Bevölkerung von Singapur stolz sein kann.
na ja...für die einen ist es Sauberland, für die anderen eine Diktatur. Es ist nicht alles Gold was glänzt....
5. Nicht wenige einheimische Haushalte müssen mit einem Einkommen aus Erwerbstätigkeit b
nikaja 01.02.2012
Bei oberflächlicher Betrachtungsweise ist alles spiegelglatt und wenn man zudem noch bei einem dt. Unternehmen angestellt ist, kann man glauben, die Welt sei für alle so schön. Ob die autochthonen Bürger diese Sichtweise unser 3 Deutschen teilen, man mag es bezweifeln. Solche Beiträge brauchen wir nicht, Hochglanz-Brochüren gibt es zu Hauf, dafür brauche ich den Spiegel nicht.
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