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Bachelor-Abschlüsse in Europa "Master-Abgänger haben mehr Biss"

2. Teil: Alma aus Lettland sparte sich die Ostseeregionen

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Marko Grdo¿i¿

Mozgovaja: "Master ist nicht notwendig"

Alma Mozgovaja, 26, Lettland

"Im Moment leiden wir unter der Finanzkrise, deshalb ist es im Moment generell nicht leicht, einen Job zu finden. Bei Bewerbungen reicht der Bachelor aber aus. Manche machen zwar noch den Master, um sich fachlich weiterzuqualifizieren. Aber ich habe den Eindruck, dass das gar nicht unbedingt notwendig ist.

Mein eigener Weg zeigt, wie es laufen kann: Ich habe in Riga Kommunikationswissenschaft studiert mit dem Schwerpunkt Journalismus. Eigentlich wollte ich noch einen Master im Fach Ostseeregionen machen. Aber dann wurde ich in dem Marktforschungsunternehmen, in dem ich schon als Studentin gearbeitet hatte, übernommen und habe den Master nach einem Semester abgebrochen. Ich habe dann für ganz unterschiedliche Firmen gearbeitet, für Henkel oder L'Oreal, immer ging es um Marketing. Seit 2011 bin ich Generalsekretärin der European Students Association.

Man sieht also: Der Einstieg mit Bachelor kann funktionieren. Die Unternehmen interessieren sich mehr dafür, welche Erfahrungen Absolventen mitbringen und ob sie Ehrgeiz und Leidenschaft zeigen, um sich für ihren Beruf zu engagieren. Der eigentliche Abschluss ist dann gar nicht mehr so wichtig."

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1. Wahlmöglichkeit
der_pirat 28.05.2012
Ich habe mich lange innerlich gegen Bachelor/Master geperrt, weil ich selbst immer erst dann zufrieden war, wenn ich alles erreicht hatte - einschl. Promotion. Aber die Menschen sind unterschiedlich und viele sind auch mit "weniger" zufrieden und das ist gut so. Mit den neuen Abschlüssen herrscht aus meiner Sicht mehr Transparenz.
2. Zu Svea, Den Haag: Hogeschool ist nicht FH!
junkievillage 28.05.2012
Auch wenn Bologna und Lissabon-Konvention die Gleichstellung der tertiären Bildung formal zu Papier gebracht haben: Sveas "Bachelor of Public Management" der Hogeschool Den Haag (sie ist keine Universität!) ist ein Abschluss, der leider nicht dem der Universitäten gleichgestellten, akademischen Abschluss der deutschen FHs ("Bachelor of Arts" oder "Bachelor of Science") entspricht - http://www.thehagueuniversity.com/bachelor-studies/bachelor-degree-programmes/public-management/programme-feature . In den Niederlanden sind Hogescholen nämlich keine den Universitäten gleichgestellten Einrichtungen, sondern dienen der höheren beruflichen Bildung ("Hoger Beroeps Onderwijs") und sind bewusst nicht wissenschaftlich ausgerichtet oder fundiert. Sie dürfen keine Professoren berufen und verfügen meist nur im einstelligen Prozentbereich über promovierte Dozenten. Aus Imagegründen dürfen sie sich dennoch inzwischen "University of Applied Sciences" nennen... Aufgrund der nicht gegebenen Gleichstellung werden Bachelor-Absolventen der Hogescholen auch nicht ohne mind. einjährigen "Pre-Master" (zum Aufholen der Wissenschaftlichkeit) zum Masterstudium von einer niederländischen Universität zugelassen. Im eigenen Lande wird das dort so scharf unterschieden! Auch in Deutschland merken die Hochschulen und die Arbeitgeber immer mehr, dass seit Bologna keine Niveau-Gleichheit gegeben ist. Dennoch strömen Jahr für Jahr -zigtausende Deutsche an die niederländischen Hogescholen, wo sie aber keinen dem deutschen Hochschulsystem tatsächlich gleichwertigen Abschluss erlangen können. Dieses Problem sollte der Spiegel m. E. investigativ aufgreifen und recherchieren, wie vergleichbar die Studienangebote und -abschlüsse in Europa in welchen der jeweiligen Systeme denn wirklich sind. Ein gleich oder ähnlich klingender Abschluss besagt nämlich nach wie vor gar nichts, wenn Ausrichtung und Substanz so verschieden sind.
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