Protokolle: Britta Mersch
Alma Mozgovaja, 26, Lettland
"Im Moment leiden wir unter der Finanzkrise, deshalb ist es im Moment generell nicht leicht, einen Job zu finden. Bei Bewerbungen reicht der Bachelor aber aus. Manche machen zwar noch den Master, um sich fachlich weiterzuqualifizieren. Aber ich habe den Eindruck, dass das gar nicht unbedingt notwendig ist.
Mein eigener Weg zeigt, wie es laufen kann: Ich habe in Riga Kommunikationswissenschaft studiert mit dem Schwerpunkt Journalismus. Eigentlich wollte ich noch einen Master im Fach Ostseeregionen machen. Aber dann wurde ich in dem Marktforschungsunternehmen, in dem ich schon als Studentin gearbeitet hatte, übernommen und habe den Master nach einem Semester abgebrochen. Ich habe dann für ganz unterschiedliche Firmen gearbeitet, für Henkel oder L'Oreal, immer ging es um Marketing. Seit 2011 bin ich Generalsekretärin der European Students Association.
Man sieht also: Der Einstieg mit Bachelor kann funktionieren. Die Unternehmen interessieren sich mehr dafür, welche Erfahrungen Absolventen mitbringen und ob sie Ehrgeiz und Leidenschaft zeigen, um sich für ihren Beruf zu engagieren. Der eigentliche Abschluss ist dann gar nicht mehr so wichtig."
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