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Arbeiten in Wien So lebt es sich als Piefke

4. Teil: Die Museumsdirektorin - "im Flugzeug Wiener Walzer pfeifen"


  Karola Kraus , 51, leitet seit zwei Jahren das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien Zur Großansicht
Lukas Beck/ Mumok

Karola Kraus, 51, leitet seit zwei Jahren das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

"Als die Leitung des Mumok ausgeschrieben wurde, des Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, leitete ich in Baden-Baden die staatliche Kunsthalle. Ich war schon oft in Wien gewesen und kannte hier sehr viele Künstler, Galeristen und die Museumsszene. Die Direktion des Mumok war schon immer mein großes Ziel. Es ist das größte österreichische Bundesmuseum für zeitgenössische Kunst und hat eine hochwertige Sammlung. Ich bewarb mich - und bekam einen Fünfjahresvertrag. Als erstes habe ich im Bundesministerium einen Antrag auf umfangreiche Renovierung gestellt. Dieser Antrag wurde sofort bewilligt. Dass ich das Haus zu meiner ersten Eröffnung in einem neuen Erscheinungsbild präsentieren konnte, war eines der schönsten Geschenke.

Diese Woche bin ich jeden Abend zu einer anderen Veranstaltung eingeladen, das gehört zur Arbeit mit bildender Kunst dazu. Am Samstag dann zu einem Mittagessen, zu einem Nachmittagscocktail und zu einem Abendessen. Das hat auch etwas damit zu tun, dass die Wiener gesellschaftliche Anlässe sehr gerne feiern. Die Eventkultur wird in Deutschland nicht so gepflegt wie hier.

Ein Geschäft voller Glühbirnen

Von Wienern werde ich selten auf meine Herkunft angesprochen. Aber andere fragen ständig, ob ich mich schon eingelebt habe, wie ich mich hier fühle und wie es mir mit den Wienern geht. Ich antworte immer, dass ich mit offenen Armen aufgenommen wurde und mich sehr gut eingelebt habe. Mittlerweile begreife ich mich als ein Teil der Wiener Gesellschaft. Die Stadt bietet in jeder Hinsicht sehr viel Qualität, sei es in der bildenden Kunst, der Musik, im Theater oder der Gastronomie.

Was ich hier ganz toll finde und was es in Deutschland fast überhaupt nicht mehr gibt, sind sehr viele kleine Geschäfte, in denen man ganz spezielle Sachen kaufen kann. Bei mir um die Ecke ist zum Beispiel noch so ein richtiger Elektroladen, der hat nichts anderes als Glühbirnen. In einem anderen Geschäft gibt es nur Messer und in einem dritten lauter Sachen aus Horn, vom Kamm bis zur Haarbürste. Ich frage mich schon, wie sie überleben, aber irgendwie scheint es ja zu gehen.

Ein Walzer nach der Landung

Mir macht es sehr viel Spaß, durch die Gassen zu schlendern. Meine Wohnung befindet sich in der Nähe des Museums und ich brauche nur fünf Minuten zur Arbeit. In Wien bin ich sehr viel zu Fuß unterwegs und im Sommer fahre ich gerne mit dem Fahrrad. Was ich zum Teil grenzwertig finde, ist, dass auf alte Gebäude moderne Aufbauten gesetzt werden. In Deutschland würde man keine Genehmigung dafür bekommen.

Meine Familie und mein Ehemann leben in Deutschland. Mein Mann kommt regelmäßig her, ein- bis zweimal im Monat bin ich von Freitag- bis Sonntagabend bei ihm. Wenn ich mit Austrian Airlines wieder nach Wien zurückfliege, freue ich mich, wenn nach der Landung der Wiener Walzer gespielt wird. Ich pfeife immer mit, obwohl mich alle ganz komisch anschauen. Ich kann nicht anders."

Protokolle: Ania Haar

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1. Keine Panik!!!
A.E.I.O.U. 03.01.2013
Den Piefkes geht es in Wien ja immer noch besser als den Schwaben in Berlin...
2. Ach Gottchen
wwwwalter 03.01.2013
DIE Piefkes gibt es nicht, liebe Österreicher, und DIE Österreicher wohl auch nicht - das solltet ihr irgendwann gelernt haben. Z.B. ist ein Bayer den Österreichern viel näher als einem Mecklenburger oder einem Westfalen, egal ob sprachlich, historisch, oder gar genetisch betrachtet.
3. Was kommt als nächstes Thema ?
mottasvizzera 03.01.2013
Schwaben in Berlin... Deutsche in Wien ... Deutsche in der Schweiz ? Was wird damit bezweckt ?
4. Piefke---
paulsen2012 03.01.2013
oder lauwarmer Wiener Schmähgenäsel ? Dann doch lieber Piefke aus Preußen !, das es aber beudauerlicherweise nicht mehr gibt, weil es den "Alliierten" zu tüchtig erschien.
5.
Tiananmen 03.01.2013
Zitat von wwwwalterDIE Piefkes gibt es nicht, liebe Österreicher, und DIE Österreicher wohl auch nicht - das solltet ihr irgendwann gelernt haben. Z.B. ist ein Bayer den Österreichern viel näher als einem Mecklenburger oder einem Westfalen, egal ob sprachlich, historisch, oder gar genetisch betrachtet.
...oder, wie wir Schwaben sagen, ist der Bayer der Übergang vom Österreicher zum Menschen ;-) Nix für ungut.
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