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Studie in 60 Ländern Deutsche rutschen bei Englischkenntnissen ab

Studie: So gut spricht die Welt Englisch Fotos
Corbis

Die Deutschen verlieren bei ihren Fremdsprachenkenntnissen den Anschluss. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Skandinavier, aber auch Polen und Österreicher besser Englisch sprechen als die Menschen hierzulande. Und gerade Staaten, die von der Wirtschaftskrise betroffen sind, holen auf.

"Equal goes it loose" und "You can say you to me", ja, so spricht der Germane Englisch, und so lacht die Welt darüber. Die Deutschen haben seit Lübke und Co. ihr englisches Sprachniveau verbessert - allerdings nur mäßig. Dies zeigt der sogenannte EF English Proficiency Index (EF EPI), der das Englischniveau von fünf Millionen Erwachsenen in 60 Ländern weltweit vergleicht und an diesem Dienstag veröffentlicht wird. Erstellt hat ihn die internationale Sprachschule EF.

Die Deutschen belegen in der Auswertung einen traurigen 14. Platz - abgehängt von ihrer europäischen Nachbarschaft. In der letzten Erhebung 2012 reichte es noch zu Platz neun. Now we've got the salad.

Die Streber im Englischunterricht sind demnach Schweden (Platz 1), Norwegen (2), die Niederlande (3) und Estland (4). Auch in Österreich (6) und Polen (8) wird besser Englisch gesprochen als hierzulande.

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But sponge over, denn hier kommt die gute Nachricht: Nach Bewertungspunkten haben sich die Englischkenntnisse der Deutschen in den vergangenen sechs Jahren leicht verbessert - die der anderen Länder aber einfach noch mehr. "Deutschland ist bereits auf einem guten Englischniveau. Allerdings gibt es Regionen, die wesentlich größere Zuwächse vorweisen können. Besonders Länder, die stärker von der Krise betroffen sind, wie Spanien und Portugal, haben im vorigen Jahr einen größeren Sprung gemacht. Deutschland nicht", so EF-Geschäftsführer Niklas Kukat.

Der Trend, Englisch vor allem dann zu lernen, wenn man dem eigenen Land entwachsen will oder muss, ist eindeutig. Das zeigt sich nicht nur in den Krisen- und Schwellenregionen Europas, sondern weltweit. Und freut natürlich die Sprachschulen vor Ort.

"Wir erleben besonders in den kleineren Ländern, wie ambitioniert sich die Jugend für Bildung interessiert, um eine internationale Karriere voranzutreiben. Entsprechend investieren die Menschen dort mehr in ihre Sprachkenntnisse", so Kukat. Was ihm ebenfalls auffällt: Dass der Reichtum eines Landes mit guten Englischkenntnissen korreliert. Ob bessere Englischkenntnisse zu großem Reichtum verhelfen oder es nicht vielleicht doch umgekehrt ist, dass also ein reiches Land eher in Bildung investiert, bleibt Interpretationssache.

Die Entwicklungen im Einzelnen:

Europa:

Unter den weltweiten Top Ten finden sich nur europäische Länder - und nur kleine. Ihre geringe Größe zwingt sie zu einer internationalen Ausrichtung und damit verbunden zu einer zunehmenden Professionalisierung der Englischkenntnisse, um auf dem Weltmarkt zu bestehen.

Absolutes Schlusslicht in Europa ist Frankreich. Es liegt mit Platz 35 im weltweiten Vergleich hinter Russland (Platz 31) oder Südkorea (24). Der Wert der Franzosen nahm im vergangenen Jahr sogar noch ab. Die EPI-Ergebnisse überraschen nicht: Die Europäische Kommission überprüfte 2012 europaweit Teenager auf ihre Fremdsprachenkenntnisse und stellte auch bei französischen Schülern durchgängig ein unterdurchschnittliches Englischniveau fest.

Lateinamerika:

Über die Hälfte der Länder des Kontinents sind in der schwächsten Gruppe. Brasilien, Peru, Kolumbien, Venezuela und Chile haben sich im letzten Jahr verbessert, aber reichen noch nicht an ein Sprachniveau heran, das sie im internationalen Wettbewerb vorwärts bringt.

Asien:

Die meisten asiatischen Länder haben ihre Kompetenz weiter ausgebaut, vor allem die kleineren Länder liegen im Plus, verglichen mit den Vorjahren. Japan und Südkorea fallen hingegen zurück.

Arabien und Mittlerer Osten:

In Nordafrika und im mittleren Osten finden sich die schlechtesten Englischsprecher. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind mit Platz 36 der beste Vertreter der Region - Algerien, Saudi Arabien und der Irak bilden die Dreierkette der Verlierer auf den Plätzen 58, 59 und 60.

Das Länderranking ist zum dritten Mal erschienen und basiert auf Testergebnissen von 750.000 Erwachsenen aus 60 Ländern im Jahr 2012. Für die Analyse der Entwicklung des Englisch-Sprachniveaus von 2007 bis 2012 wurden weltweit standardisierte Tests von mehr als fünf Millionen Erwachsenen ausgewertet. Alle haben eine nicht-englische Muttersprache.

  • Helene Endres ist Redakteurin beim manager magazin.

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insgesamt 299 Beiträge
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1. Dafür ist Computer-Denglisch
zeitmax 05.11.2013
wahrscheinlich ganz pisabel. Im Ernst: Das Bildungsniveau sinkt allgemein drastisch im Ländle.
2. besser
kimba_2014 05.11.2013
Zitat von sysopCorbisDie Deutschen verlieren bei ihren Fremdsprachenkenntnissen den Anschluss. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Skandinavier, aber auch Polen und Österreicher besser Englisch sprechen als die Menschen hierzulande. Und gerade Staaten, die von der Wirtschaftskrise betroffen sind, holen auf. http://www.spiegel.de/karriere/ausland/deutsche-rutschen-laut-studie-bei-englischkenntnissen-ab-a-931793.html
Soweit ich die Grafik richtig lese, ist aber auch ein leichter Aufwärtstrend in Deutschland zu verzeichnen. Der kleine gelbe Pfeil zeigt schräg nach oben.
3. Hollywood
movfaltin 05.11.2013
Zitat von sysopCorbisDie Deutschen verlieren bei ihren Fremdsprachenkenntnissen den Anschluss. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Skandinavier, aber auch Polen und Österreicher besser Englisch sprechen als die Menschen hierzulande. Und gerade Staaten, die von der Wirtschaftskrise betroffen sind, holen auf. http://www.spiegel.de/karriere/ausland/deutsche-rutschen-laut-studie-bei-englischkenntnissen-ab-a-931793.html
Natürlich! Während sich in meinetwegen Schweden schon die Jugend im Kino und TV dank der Untertitel orthographisch im Schwedischen und gleichzeitig phonetisch-prosodisch im Englischen bildet und in Deutschland eine Rechtschreibschwäche sondersgleichen grassiert, haben Europäer mit Arbeitslosigkeit und zugleich guter Internetstruktur die Möglichkeit, Serien wie "Breaking Bad" oder gute BBC-Pendants über das Netz zu sehen - auf Englisch. Wer arbeitet, kann sich freilich so nicht weiterbilden, sondern muss mit dem depperten Denglisch der Biesinäss-Sprecher vorlieb nehmen. Eine wahre Seuche, die die tumben, festbetonierten Geister entlarvt.
4. TV-Synchronisation
paddyman 05.11.2013
Warum sprechen fast alle europäischen Mitbürger ein besseres Englisch als wir hierzulande? Schonmal in NL, N, DK oder S TV geschaut? Richtig! Die Leute dort schauen sich die ausländischen Spielfilme im Original mit Untertiteln an. Und da die meisten Filme aus Hollywood kommen, werden sie im Original auf Englisch geschaut. Man kann sich daran gewöhnen! Synchronisation verdummt!
5. überrascht ...
Creedo! 05.11.2013
Zitat von sysopCorbisDie Deutschen verlieren bei ihren Fremdsprachenkenntnissen den Anschluss. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Skandinavier, aber auch Polen und Österreicher besser Englisch sprechen als die Menschen hierzulande. Und gerade Staaten, die von der Wirtschaftskrise betroffen sind, holen auf. http://www.spiegel.de/karriere/ausland/deutsche-rutschen-laut-studie-bei-englischkenntnissen-ab-a-931793.html
Das überrascht mich jetzt ein wenig. Auf Platz 1 hätte ich das Vereinigte Königreich erwartet und die USA, Kanada sowie Australien zumindest unter den ersten 10. Der schlechte deutsche Platz erstaunt mich auch. Mit den Deutschkenntnissen ist es bei den in Deutschland lebenden Menschen ja nicht weit her. Ich dachte, dass man sich dann evtl. auf Englisch verständigen würde. Aber als Gemeinsprache scheint's nicht zu taugen. Wie schaut's denn mit den Kenntnissen in Russisch, Persisch oder Arabisch? Da dürfte Deutschland doch jeweils unter die ersten 5 kommen.
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