US-Bewerbung Immer schön hartnäckig bleiben
"Uncle Sam" als Nussknacker: Wer sich auf dem US-Arbeitsmarkt durchbeißen will, sollte mit einer guten Bewerbung beginnen
3. Teil: Resume - Leistung schlägt Position
In der Regel soll das Resume nicht länger sein als ein oder maximal zwei Seiten. Es gehört nichts in diese Aufstellung, was nicht für die Stelle relevant ist.
Persönliche Informationen wie Geschlecht, Größe, Gewicht, Familienstand oder ethnische Herkunft sind in den USA komplett tabu. Amerikanische Arbeitgeber dürfen von Gesetzes wegen keine Anstellungsentscheidungen auf der Grundlage solcher Attribute treffen.
Das Resume wird eingeleitet von einem Absatz, in dem knapp die Qualifikationen des Bewerbers zusammengefasst werden. Diese Einleitung besteht oft nur aus einem einzigen Satz. Ein solcher Satz kann lauten:
"Recent business school graduate with nine months of experience in the online advertising industry, coupled with an understanding of market analysis and positioning."
(Betriebswirtschafts-Absolvent mit neun Monaten Berufserfahrung in der Online-Werbung sowie mit Kompetenzen in Marktanalyse und Markenpositionierung.)
Durch einen solchen Absatz sieht der Leser innerhalb weniger Sekunden, mit wem er es zu tun hat. Auf den einleitenden Satz oder Absatz folgt eine Zusammenfassung der Berufserfahrung. Hier sollte in wenigen Punkten exakt die Qualifikation aufgeführt werden, die für die angestrebte Position relevant ist. Dabei sollten nicht so sehr Stellungen aufgelistet werden, als vielmehr Tätigkeiten oder Projekte. Eine Bewerberin auf eine führende PR-Stelle schreibt etwa:
"Created executive thought leadership platform for chairman of XY that resulted in placement on panel at World Economic Forum at Davos."
Anstatt zu schreiben, dass sie bei der Firma XY als PR-Chefin gearbeitet haben, stellt sie damit lieber ihre herausragende Leistung in dieser Position dar. Schreiben Sie in diese kurze Liste auch selbstbewusst ihre Stärken hinein. "Skilled negotiator" - bei Verhandlungen versiert - beispielsweise.
Erst nach der Übersicht die lange Liste
Auf die Zusammenfassung folgt eine chronologische Aufstellung der beruflichen Stationen. Die neueste Stellung steht dabei an erster Stelle. Schreiben Sie zuerst die Firma, dann die Stellung und am Ende den Zeitraum auf. Beispiel: XY Communicators, Inc, New York, N.Y. Managing Director, Senior Strategist, 2004-present. Unter jeder Position steht dann eine Liste der Aufgaben und Verantwortlichkeiten.
Schließlich folgt der Abschnitt, in dem die Ausbildungsstationen aufgeführt werden. Aufgeführt werden sollten nur Hochschulabschlüsse und Berufsausbildungsabschlüsse mitsamt dem erworbenen Grad oder Titel und dem Jahr des Abschlusses. Die Namen deutscher Hochschulen sollte man auf Deutsch belassen.
Den Abschluss des Resumes bilden Aktivitäten, die sie zusätzlich für relevant halten. Das kann eine Auszeichnung sein oder ein ehrenamtliches Engagement. Zusatzqualifikationen, die von Nutzen sein könnten, sollten in jedem Fall erwähnt werden, wie etwa Fremdsprachen oder spezielle Softwarekenntnisse.
- 1. Teil: Immer schön hartnäckig bleiben
- 2. Teil: Cover Letter - Drei Absätze, die den Job bedeuten
- 3. Teil: Resume - Leistung schlägt Position
- 4. Teil: Job Interview - Locker im Ton, hart in der Sache
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