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US-Bewerbung Immer schön hartnäckig bleiben

"Uncle Sam" als Nussknacker: Wer sich auf dem US-Arbeitsmarkt durchbeißen will, sollte mit einer guten Bewerbung beginnen Zur Großansicht
dpa

"Uncle Sam" als Nussknacker: Wer sich auf dem US-Arbeitsmarkt durchbeißen will, sollte mit einer guten Bewerbung beginnen

Nachhaken gilt nicht als nervig, und in den Lebenslauf gehört nicht der Familienstand - wer sich bei einem US-amerikanischen Unternehmen bewirbt, kann leicht über ein paar kulturelle Unterschiede stolpern. Die wichtigsten im Überblick.

Amerikanische Arbeitgeber, das hat eine Studie ergeben, schenken einer neuen Bewerbung im Durchschnitt nur 15 Sekunden ihrer Aufmerksamkeit. Wenn die Bewerbung in diesem kurzen Zeitraum nicht ihr Interesse geweckt hat, dann landet sie im Abfall. Darauf sollte die gesamte Bewerbung ausgerichtet sein.

In der Regel geschieht dies über ein Anschreiben und einen Lebenslauf, auf Englisch "Cover Letter" und "Resume". Der Cover Letter sollte nicht mehr als drei oder vier Absätze lang sein und bereits im ersten Absatz prägnant alle wichtigen Informationen liefern.

Das Resume sollte ebenso zugespitzt werden. Es sollte auf keinen Fall länger als zwei Seiten sein und keine Informationen und Qualifikationen erhalten, die nicht für den jeweiligen Job relevant sind.

Papierbewerbungen mit Zeugnissen und Fotos sind in den USA praktisch überhaupt nicht mehr üblich. Anschreiben und Resume werden per Email verschickt. Ist die Bewerbung erst einmal abgeschickt, erwartet der Empfänger, dass man von sich aus nachhakt. Man sollte der betreffenden Person drei oder vier Tage Zeit lassen, die Unterlagen zu lesen.

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Arbeitsnomaden: Wie man in den USA an einen Job kommt

Man darf aber nicht erwarten, dass er oder sie sich von sich aus zurück meldet. Beharrliches, aber höfliches Nachfragen per Telefon wird nicht als penetrant empfunden, sondern als professionell. Es zeigt, dass man wirklich ein großes Interesse an der betreffenden Stelle hat.

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Bewerbung in den USA - die wichtigsten Stichpunkte
Alles virtuell - die Mappe
Personalabteilungen in amerikanischen Unternehmen wollen auf den ersten Blick den Grund erkennen, warum sie sich näher mit dem Bewerber beschäftigen sollen. Darauf sollte die gesamte Bewerbung ausgerichtet sein. In der Regel geschieht dies über ein Anschreiben und einen Lebenslauf, auf Englisch "Cover Letter" und "Resume". Papierbewerbungen mit Zeugnissen und Fotos sind in den USA praktisch überhaupt nicht mehr üblich. Anschreiben und Resume werden per E-Mail verschickt.
Cover Version - das Anschreiben
Amerikanische Arbeitgeber, das hat eine Studie ergeben, schenken einer neuen Bewerbung im Durchschnitt nicht mehr als 15 Sekunden ihrer Aufmerksamkeit. Wenn die Bewerbung in diesem kurzen Zeitraum nicht ihr Interesse geweckt hat, dann landet sie im Abfall.
Kurz resümieren - der Lebenslauf
In der Regel soll das Resume nicht länger sein als ein oder maximal zwei Seiten. Es gehört nichts in diese Aufstellung, was nicht für die Stelle relevant ist. Persönliche Informationen wie Geschlecht, Größe, Gewicht, Familienstand oder ethnische Herkunft sind in den USA komplett tabu. Das Resume wird eingeleitet von einem Absatz, in dem knapp die Qualifikationen des Bewerbers zusammengefasst werden. Diese Einleitung besteht oft nur aus einem einzigen Satz. Immer wichtig: Anstatt zu schreiben, dass sie bei der Firma XY als PR-Chefin gearbeitet haben, stellt sie lieber ihre herausragende Leistung in dieser Position dar.
Im Interview - das Vorstellungsgespräch
Insbesondere bei großen Firmen gehen amerikanische Job-Interviewer sehr systematisch vor. Der zukünftige Arbeitgeber will genau wissen, ob Sie für die offene Stellung wirklich der Beste sind. Die geschickteste Vorbereitung auf das Interview ist deshalb, sich vorab genau zu informieren, was der Job beinhaltet und was von Ihnen gefordert wird. Der Dress-Code zu einem Interview ist immer förmlich. Absolute Pünktlichkeit ist eine Selbstverständlichkeit.

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