Beliebteste Arbeitgeber BMW schlägt Google

Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler mögen es beständig. Am liebsten wollen sie bei Autokonzernen arbeiten - und zwar an ihrem Studienort. Das zeigt ein aktuelles Ranking.

AP

Von Eva Buchhorn


BMW und Audi sind Deutschlands begehrteste Arbeitgeber. Wie in den Vorjahren fahren die beiden Autobauer in der Beliebtheit bei Wirtschaftswissenschaftlern und Ingenieuren auch 2014 allen Konkurrenten davon.

Das Ranking der "Besten Arbeitgeber" wird jährlich vom Berliner Beratungsunternehmen Trendence erhoben. Rund 26.000 examensnahe Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften wurden dafür an rund 125 deutschen Hochschulen nach ihrem Traumarbeitgeber befragt. Das "manager magazin" hat die Ergebnisse in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht.

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Toparbeitgeber: Die Lieblinge der Ingenieure
Die angehenden Wirtschaftswissenschaftler wählten nach BMW die Unternehmen Audi, Volkswagen, Lufthansa, Porsche, Daimler und Google auf die Plätze zwei bis sieben. Auch unter den Ingenieuren dominieren die Autofans: Hier belegen hinter Audi die Arbeitgeber BMW, Porsche, Volkswagen, Siemens, Daimler und Bosch die folgenden Positionen.

Mobilität überraschend gering

Entgegen der Aussage, für einen guten Job notfalls in alle Welt umziehen zu wollen, ist die tatsächliche berufliche Mobilität der Absolventen überraschend gering. Die Auswertung der Trendence-Mobilitätsanalyse ergibt, dass die meisten Berufseinsteiger am liebsten in der Nähe des Studienorts arbeiten wollen.

Besonders Münchner, Hamburger und Berliner scheinen fest verwurzelt zu sein. Doch selbst in Regionen wie Hannover, Nürnberg oder Rhein-Main erweist sich mehr als die Hälfte als standorttreu.

Zu den erwarteten Konditionen zählen ein Jahresgehalt von 47.000 Euro bei den Ingenieuren. Die Wirtschaftswissenschaftler streben 44.000 Euro an. Die Absolventen wünschen sich außerdem attraktive Aufgaben, Chancen zur persönlichen Entwicklung, Wertschätzung und gute Führung.

  • Eva Buchhorn ist Redakteurin beim manager magazin.

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marthaimschnee 23.04.2014
1.
Zitat von sysopAPIngenieure und Wirtschaftswissenschaftler mögen es beständig. Am liebsten wollen sie bei Autokonzernen arbeiten - und zwar an ihrem Studienort. Das zeigt ein aktuelles Ranking. http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/beliebte-arbeitgeber-absolventen-fahren-auf-autokonzerne-ab-a-965486.html
Was ist daran denn nun wieder überraschend? Der Wunsch nach Stabilität im Leben läßt sich mit einem Übermaß an Mobilität nicht vereinbaren. Was dann auch ein nicht unerheblicher Grund dafür ist, warum sich in Deutschland so viele junge Menschen gegen die Gründung einer Familie, Kinder oder das Bauen eines Hauses entscheiden! Hinzu kommt, daß man als Absolvent inzwischen nur noch als Leiharbeiter in diese Unternehmen gelangt. Wenngleich dieser Zustand bei Ingenieuren nicht annähernd so bedrohlich ist, wie bei Niedriglohnempfängern, ist es doch ein Zustand persönlicher Instabilität, eine normalerweise unerwünscht aufgezwungene Forderung nach Mobilität.
stefan211 23.04.2014
2.
So eine Überraschung, die Leute wollen in der Heimat, in der Nähe der Familie bleiben. Das immer wieder die große Mobilität der Arbeitnehmer propagiert wird kann ich dabei überhaupt nicht verstehen. Gerade die Kollegen, die nicht aus der Region sind, sind die die zuerst auch wieder kündigen. Das ist jedes mal ein großer Verlust, da der Ersatzmann ja auch erst mal eingelehrnt werden muss. Wenn ich bei der Personalplanung mitreden könnte, würde ich immer den Menschen aus der Region Vorzug vor Zuzüglern geben, bei gleicher Qualifikation, da hier die Gefahr einer Kündigung viel geringer ist.
Aquifex 23.04.2014
3.
Zitat von sysopAPIngenieure und Wirtschaftswissenschaftler mögen es beständig. Am liebsten wollen sie bei Autokonzernen arbeiten - und zwar an ihrem Studienort. Das zeigt ein aktuelles Ranking. http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/beliebte-arbeitgeber-absolventen-fahren-auf-autokonzerne-ab-a-965486.html
Wie kann das denn sein!? Die böse, nur an profitmaximierung und Kundenabzocke interessierte Industrie - und jetzt auch noch die Automobilindustrie, die nur auf Umweltverschmutzung, Betrug und Ressourcenverschwendung setzt - gehört zu den beliebtesten und begehrtestesn Arbeitgebern!? Wenn man sich hier im Forum mal umliest, könnte man meine, ganz Deutschland arbeitet beim Biobauern um die Ecke...
Sugafoot 23.04.2014
4.
"Die Absolventen wünschen sich außerdem attraktive Aufgaben, Chancen zur persönlichen Entwicklung, Wertschätzung und gute Führung", das ist ja super, die Absolventen erwarten die eierlegende Wollmilchsau bei den genannten Konzernen. Der erste Punkt verblasst nach höchstens einem Jahr, der zweite Punkt kommt erst nach 10 Jahren und die letzten beiden Punkte werden sie nie erfahren.
nickleby 23.04.2014
5. Wirtschaft nach Wunsch
Absolventen der Hochschulen müssen begreifen, dass an erster Stelle das Unternehmen steht, das dem/der Neueingestellten Chancen bietet und dafür Leistung und Bereitschaft zur Mobilität erwartet. Die Wertschätzung erwächst aus dem Einsatz, der Integrität des Einzelnen und den erbrachten Leistungen. Gute Führung ist subjektiv geprägt und somit ohne definitive Aussage. Attraktive Aufgaben sind die Aufgaben, die dem Unternehmen nutzen, den eigenen Horizont erweitern sowie proaktiv handeln lassen. Bestandteile eines Berufslebens sind auch : Verzicht, Mühsal und Arbeiten für den Gemeinnutz, Entwicklung einer corporate identity, frei nach JFK :"Don't ask what your country can do for you . Ask what you can do for your country"
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