Berlin Busfahrer linkt Touristen - und wird fristlos gekündigt

In Berlin wollte ein Busfahrer sein Gehalt aufbessern - und kassierte von Touristen das Fahrgeld, ohne ihnen Tickets zu geben. Dem Mann wurde fristlos gekündigt. Zu Recht, wie das Landesarbeitsgericht nun entschied.

Ein Bus der Berliner Verkehrsbetriebe (Archiv)
DPA

Ein Bus der Berliner Verkehrsbetriebe (Archiv)


Er hatte es vor allem auf ausländische Fahrgäste abgesehen: Ein Busfahrer in Berlin kassierte von Touristen zwar Fahrgeld, aber händigte ihnen kein Ticket aus. Das bemerkte ein Fahrgast und beschwerte sich bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG).

Diese schickten einen Prüfer los, der Ähnliches beobachtete. Dem Busfahrer wurde fristlos gekündigt - ohne vorherige Abmahnung. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat nun geurteilt, dass die fristlose Kündigung rechtens ist. Mit dem Urteil (Aktenzeichen 10 Sa 469/18) bestätigte es die Entscheidung der BVG.

Der Fahrer hatte argumentiert, er hätte den Fahrgästen Tickets ausgehändigt. Doch Videoaufzeichnungen aus dem Bus bestätigen den gegen ihn geäußerten Verdacht.

Eine Revision wurde nicht zugelassen.

kha/dpa



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