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Videoserie "In der Haut von" Den Partner einmal fliegen lassen

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Ihr Job ist fad und dröge? Dann erleben Sie doch mal den Berufsalltag von Zirkusartisten. Unsere Videoserie "In der Haut von" lässt Sie die Welt mit anderen Augen sehen: subjektiv, rasant und halsbrecherisch.

Alltag ist oft ein Abenteuer. Und was für eins! Der Beweis: unsere neue Videoserie "In der Haut von". Für das ungewöhnliche Filmprojekt haben wir Menschen mit einer robusten Kompaktkamera in der Größe eines Tennisballs ausgestattet und sie anschließend ungestört ihren Berufen nachgehen lassen: Rotorblätter eines Windrads prüfen, Gepäck in den Bauch eines Flugzeugs laden oder Kunststücke in der Zirkuskuppel vollführen. Das Ergebnis: eine einzigartige Chance, im Zeitraffermodus in die Haut eines anderen zu schlüpfen, teilzuhaben an seinem ganz normalen, abenteuerlichen Leben.

Im ersten Teil sind Sie mit einem Müllmann zur Arbeit gegangen. Heute wird es waghalsig: Sie schweben mit dem Artistenpaar Julia Pleno und Mehmed Mehmedov durch die Luft. Erleben Sie, wie es ist, mit einem Seil unter die Zirkuskuppel gehoben zu werden und dann zielgenau in ein winziges Wasserbecken zu springen.


  • Um diesen Beruf geht's:

Zirkusartist. Oder kurz: Artist.

  • So kommt man in den Job:

Julia Pleno und Mehmed Mehmedov waren schon in ihrer Kindheit Sportakrobaten. Sie wechselten danach ins Showbusiness. Diesen Sprung vom Turnen zur Artistik machen viele.

Wer Artist in einem Zirkus werden will, kann in Deutschland auch eine dreijährige Berufsausbildung auf einer Artistenschule absolvieren. Der Ausbildungsberuf bietet mehrere Spezialisierungsgebiete. Wichtig ist: Sportlichkeit und Belastbarkeit. Außerdem sollte man als Artist Verantwortungsbewusstsein mitbringen, denn die Risiken vor allem auf dem Trapez sind groß.

Sesshaft darf man in dem Beruf nicht sein: Artisten sind immer unterwegs, auch international. Im Grunde ist der Job offen für alle, für Veranstalter wie den Circus FlicFlac gilt: "Im Zirkus schaut niemand auf eine abgeschlossene Ausbildung unter den Künstlern, was zählt, sind Qualität und Originalität, Professionalität und Disziplin."

Ins Geschäft kommen Artisten über Agenturen, über die Präsentation bei internationalen Festivals oder indem sie einen YouTube-Link ihrer Nummer an Veranstalter schicken. Der Job lässt sich so lange ausüben, wie man fit ist und "für das Publikum gut genug aussieht", wie Mehmedov sagt.

  • So viel verdient man:

Ein Artist bekommt sein Geld pro Auftritt, entweder als Tagesgage oder Monatsgage. Die Höhe der Gagen ist sehr unterschiedlich, abhängig von der Länge des Auftritts und der weiteren Einbindung des Künstlers in die Show - und abhängig von den finanziellen Möglichkeiten des Veranstalters. Circus FlicFlac erklärt: "Durchschnittlich verdient ein Artist pro Tag auf jeden Fall im dreistelligen Bereich, echte Stars auch mehr. Aber alles hängt von der Bedeutung der Darbietung ab."

  • Das macht am meisten Spaß:

"Der Adrenalin-Kick ist das Beste. Es ist toll, wenn das Publikum auf deine Aufführung reagiert und applaudiert. Es ist wie eine Droge - man will immer mehr davon", sagt Mehmedov.

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