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Ausbildung für Manager Sechs Richtige im MBA-Lotto

3. Teil: Stephanie Weg - raus aus der IT, rein in die eigene Firma

Stephanie Weg: "Nach dem MBA-Studium kann einen nichts mehr erschüttern" Zur Großansicht

Stephanie Weg: "Nach dem MBA-Studium kann einen nichts mehr erschüttern"

Ein MBA-Studium hatte Stephanie Weg eigentlich nie geplant. An der Fachhochschule Gießen-Friedberg studierte sie Informatik und stieg danach bei Siemens in ein zweijähriges Trainee-Programm für High Potentials ein. Das zweite Jahr verbrachte sie in Australien, wo sie drei weitere Jahre blieb und unter anderem am neuen Internetauftritt von Siemens in Australien und Neuseeland arbeitete. Dabei hatte sie oft auch mit anderen Abteilungen wie Marketing, Logistik und Finanzwesen zu tun.

"Ich fand gerade die Schnittstelle von IT und Wirtschaft interessant und wollte damals raus aus dem reinen IT-Bereich", erzählt Weg, 31. Aber das sei schwierig gewesen. Schließlich liebäugelte sie mit einem Studium in Psychologie oder Marketing, bis ihr jemand vom Konzept des MBA-Studiums erzählte. "Das war genau das, was ich suchte", erinnert sie sich. Bei der Suche nach einer passenden Schule stieß sie dann auf das IMD in Lausanne, bewarb sich und wurde zugelassen. Ausschlaggebend für ihre Wahl war nicht nur die internationale Reputation der Schule, sondern - neben der Vermittlung von Wirtschaftswissen - vor allem auch die intensive Beschäftigung mit der eigenen Persönlichkeit.

Nach dem Studium sturmfest

"Das sind doch genau die Dinge, die im Unternehmen oft ignoriert werden", sagt Stephanie Weg. Dazu gehörten zahlreiche Feedback-Sitzungen mit ihren Kommilitonen aus aller Welt, aber auch 20 Einzelstunden mit einem Psychoanalytiker. Um die Studiengebühren von 85.000 Schweizer Franken (rund 70.000 Euro) für das einjährige zu stemmen, kratzte sie Ersparnisse zusammen und bat ihre Eltern um Unterstützung. Das Studium sei schon eine ultimative Herausforderung gewesen, sagt sie rückblickend: "Bei einem Pensum von hundert Stunden pro Woche muss man sich schon sehr gut organisieren. Aber danach kann einen nichts mehr erschüttern."

Obwohl sie am IMD jede Menge Unterstützung bei der Jobsuche bekam, fiel es ihr dennoch schwer, einen geeigneten Job zu finden. Als sie ein Kommilitone fragte, ob sie nicht mit ihm eine Beratungsfirma für Social Media gründen wolle, sagte sie zu. Im November 2010 - einen Monat vor Studienende - gründeten die beiden YNovation Social Media Consulting.

Inzwischen läuft das Start-up gut. Finanziell habe sich der MBA für sie bisher noch nicht ausgezahlt, auch wenn sie mit ihrer Firma bereits Geld verdient. "Aber die Arbeit macht mir viel Spaß", sagt die Informatikerin. "Und mit dem MBA habe ich das notwendige Rüstzeug, um als Unternehmerin erfolgreich zu sein."

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