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Autos der Zukunft Woran deutsche Ingenieure tüfteln

6. Teil: Pssstt! Volker Störkmann bringt Autos zum Flüstern

Volker Störkmann plant Elektromodelle für Daimler Zur Großansicht
Daimler

Volker Störkmann plant Elektromodelle für Daimler

Fast ein bisschen schade, dass bei Elektroautos immer nur von sauberer Luft die Rede ist. Ein zweiter Effekt ist wenigen Menschen bewusst: "Unsere Städte werden sehr viel leiser, wenn die meisten Autos elektrisch fahren", sagt Volker Störkmann begeistert.

Seine Begeisterung gilt der eigenen Arbeit: Beim Autokonzern Daimler ist er für die Entwicklung der Elektromodelle Smart und Mercedes A-Klasse zuständig. Eine Leitungsaufgabe, viel Konzeption in langen Meetings, viel Koordinierung. Derzeit werden die ersten Kleinserien des Elektro-Smart bei ausgewählten Kunden getestet - in solchen Phasen ist die Arbeit sehr konkret.

Hört man seinen Chef, Daimler-Lenker Dieter Zetsche, dann hat Störkmann eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben des Konzerns. Es gehe um nichts Geringeres als die Neuerfindung des Automobils, heißt es dann. Oder nüchterner, wie Störkmann sich ausdrückt: "2020 soll eine Million Elektroautos auf der Straße sein - das ist das Ziel der Bundesregierung." Aus Sicht einer Industrie, in der neue Modelle in fünf bis acht Jahren entwickelt werden, ist das nicht lange hin.

Störkmanns Weg an die Spitze der Umweltbewegung von Daimler? Eigentlich nichts Besonderes für einen Maschinenbauer: Sein Faible für Motoren hat er beim Basteln am Moped entwickelt. "Im Studium an der RWTH Aachen hat das Thema Nachhaltigkeit in der Arbeit von Ingenieuren noch keine große Rolle gespielt", sagt er. "Das war ein klassisches technisches Studium." Bald entwickelte er aber Interesse an regenerativen Energien.

Nach seiner Promotion in Aachen bot sich bald die Gelegenheit, an einem ungewöhnlichen Auto mitzuarbeiten, dem Smart. Das war 1998. Inzwischen hat der Kleinstwagen eine wechselvolle Geschichte hinter sich, sollte mangels Erfolg schon mehrfach eingestellt werden. Heute ist Daimler froh, ein Modell in der Palette zu haben, das die Rolle eines realistischen E-Mobils für die Innenstadt ausfüllen kann.

So leise wie seine Elektroautos ist Störkmann bereits heute unterwegs: Zur Arbeit fährt er meist mit dem Fahrrad.

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insgesamt 20 Beiträge
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    Seite 1    
1. Tja.....
peddersen 15.09.2011
...am Markt vorbei. Wie immer. Warum wirft man nicht den ganzen Technik-Fahrwerkquatsch aus der Karre, den ganzen Plüschbarock, Verkleidungs- und Sicherheitsorgien und die unzähligen Elektromotoren hintenach - und hat ein Auto mit Platz und ca. 5-700 kg? 3 Liter, wahlweise entsprechend Elektroverbrauch. 10000.- Öre, 130 km/h. Und OHNE Elektronik - die hat im Auto nix zu suchen.
2. In Luft auflösen!
Agiluk 15.09.2011
Wer bringt den Autos bei, sich in Luft aufzulösen, wenn sie nicht benutzt werden - also durchschnittlich mehr als 23 Stunden pro Tag? Stellen Sie sich eine Stadt vor, in der nicht ein einziges Auto im Straßenraum parkt - vor gut sechzig Jahren war das normal. Die fahrenden Autos sind das kleinere Problem. Die stehenden Autos müssen verschwinden. Dann ist Platz satt auf den Straßen: für die Menschen.
3. Deutsche Ingenieure
robiflyer 15.09.2011
Sind sei sicher ,daß deutsche Ings noch an den Autos "tüfteln" Laut Audi Personalchef arbeiten / werden eingestelltt Ings nur bei Produktionsspitzen - das klingt ,als wenn der Ing nur noch am Band steht....... Bei Daimler schreibt man seit xx Jahren , daß diese keine Tüftler brauchen UND DAS AUF DAUER . Analog verhalten sich die anderen Hersteller, die Ings sogar Analphabetismus unterstellen oder wie bei Conti sogleich auf die Blacklist gesetzt werden ... Früher, als wirklich Ingenieure daran arbeiteten war Fortschritt erkennbar , heute zeigt sich der wahre Fortschritt im eher steigenden Verbrauch. Es ist bedauerlich das BWLer sich heute einbilden Autos für 30000 verkaufen zu wollen ,die keine 6000 als effektiven Wert besitzen. kein Wunder , wenn nur noch das Ausland auf diese Karren abfährt . Die Jugend hier hat diese Industrie schon verloren , wer diese nicht mal einstellt - woher soll schon mal die Kohle kommen
4. Dialog zwischen Autos:
peter78 15.09.2011
Und dann kommt der Innenminister und verlangt, dass all diese Daten "auf Vorrat" gespeichert werden; natürlich nur wegen der von ihm selbst herbeigeredeten Terrorgefahr. Vielleicht sollte man den deutschen Autofahrer erzählen, auf diese Weise würden Geschwindigkeitsübertretungen und falsche Parken automatisch geahndet?
5. 3 Liter Lupo
cor 15.09.2011
Zitat von peddersen...am Markt vorbei. Wie immer. Warum wirft man nicht den ganzen Technik-Fahrwerkquatsch aus der Karre, den ganzen Plüschbarock, Verkleidungs- und Sicherheitsorgien und die unzähligen Elektromotoren hintenach - und hat ein Auto mit Platz und ca. 5-700 kg? 3 Liter, wahlweise entsprechend Elektroverbrauch. 10000.- Öre, 130 km/h. Und OHNE Elektronik - die hat im Auto nix zu suchen.
Dann kaufen Sie sich doch einen 3-Liter Lupo und reissen das Radio raus.
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