Von David Krenz
Schlicht oder prunkvoll, schnell, preiswert, mit Pfarrer oder ohne Grabstein: Es gibt viele Möglichkeiten, einen Verstorbenen zu bestatten. In Berlin gibt es zumindest bei der Wahl zwischen Erd- und Feuerbestattung einen klaren Favoriten: Im Jahr 2009 sind in der Hauptstadt 30.155 Menschen verstorben, 24.144 wurden in einer Urne beigesetzt, das entspricht einem Anteil von 80 Prozent.
In einer islamisch oder jüdisch geprägten Stadt wäre ein solch hoher Anteil an Urnenbestattungen undenkbar. Im Islam sind Feuerbestattungen tabu, im Judentum zumindest unüblich. Und im sonst so friedlichen Buddhismus wird eine Leiche schon mal zerhackt und den Geiern zum Fraß vorgeworfen.
Welchen Herausforderungen Nicht-Christen begegnen, wenn sie Angehörige ihrer Religion entsprechend bestatten wollen, erzählen die muslimische Bestatterin Nurdide Mutlu und ihr buddhistischer Kollege Uller Gscheidel. Abschied nehmen ohne Gott, darauf hat sich Trauerredner Lutz Saalmann spezialisiert.
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