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Bewerbung Auslandserfahrung ist Personalern unwichtig

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Corbis

Auf Achse: Mit Auslandserfahrung punktet man bei Bewerbungen wenig

Rauskommen, rumreisen, Sprachen lernen - internationale Mobilität zahlt sich bei Bewerbungen aus, glauben viele Berufseinsteiger. Eine neue Umfrage zeigt jedoch: Personalern imponieren sie damit kaum.

Ein Praktikum in Singapur, zwei Semester in den USA, das Arbeitsjahr in Spanien: Vor allem junge Berufstätige gehen gern für eine Weile ins Ausland - auch weil sie glauben, damit bei Bewerbungen zu punkten. Das gelingt nicht immer: Überraschend vielen Personalern ist Auslandserfahrung ziemlich egal. Das zeigt eine Firmen-Befragung des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) und des Personaldienstleisters Randstad.

Die Personalleiter bewerteten in der Umfrage zehn Aspekte, nach denen sie Bewerber einschätzen. Sie konnten zwischen "unwichtig", "eher unwichtig", "eher wichtig" und "wichtig" wählen. Auslandserfahrung rangiert dabei auf dem letzten Platz: 74 Prozent der Personaler ist es bei der ersten Sichtung der Bewerbungen unwichtig oder eher unwichtig, ob jemand bereits in einem anderen Land gearbeitet hat.

Viel mehr Wert legen die Befragten dagegen auf relevante Berufserfahrung: 94 Prozent der Personaler finden sie wichtig oder eher wichtig, gefolgt von den Abschlussnoten in der Ausbildung (84 Prozent), dem Anschreiben (83 Prozent) und IT-Kenntnissen (75 Prozent). Auf die Sprachkenntnisse allerdings schauen Unternehmen (62 Prozent) deutlich mehr als auf die Auslandserfahrung. Und beides ist ja oft eng verbunden.

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ifo Institut

Auch wenn es dann ins Finale der Bewerbung geht, wird Auslandserfahrung am häufigsten als unwichtig bewertet. Die größte Bedeutung für die Entscheidung hat ein persönliches Gespräch mit dem Bewerber - darauf setzen glatt 100 Prozent, also alle Befragten. Dabei zählen vor allem Sympathie und Persönlichkeit der Kandidaten.

Das Ifo-Institut fragte die Personalleiter zudem, ob sie online nach Informationen über ihre Bewerber suchen. Das bejahten 39 Prozent der Befragten. Am liebsten stöbern sie auf Karriereportalen wie Xing oder LinkedIn (71 Prozent) nach Informationen über potenzielle Mitarbeiter. In sozialen Netzwerken suchen sie deutlich weniger: Durchschnittlich 48 Prozent der Personaler tummelt sich auf Facebook und Co, um mehr über Bewerber herauszufinden.

Für den Flexindex werden vierteljährlich mehr als tausend Personalleiter befragt. Erfasst wird der Einsatz von Instrumenten zur flexiblen Gestaltung von Arbeit, etwa Überstunden, Arbeitszeitkonten, Fristverträge, Minijobs oder Zeitarbeit.

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insgesamt 48 Beiträge
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1. Deckt sich mit meiner langjährigen Erfahrung...
jobhopper 01.10.2015
auch unter Personalern gibt es das ganze Spektrum. Von großartigen Fachleuten/Persönlichkeiten bis hin zu durchschnittlichen Bürokraten/Excel Spezialisten . Und die Verteilung ist wahrscheinlich genau so wie überall... Bei sehr erfolgreichen Unternehmen habe ich allerdings häufiger die ersteren gesehen !
2. Verstaubte System
billym23 01.10.2015
Da sieht man mal wider wie verstaubt das System in Deutschland ist. Über 80% der Personaler finden Noten und Anschreiben wichtiger als Flexibilität und Einsatzwillen etc.Noten, Anschreiben (und sogar relevante Berufserfahrung) waren bei mir noch nie ein wichtiges Thema bei der Einstellung und mein Team gehört zu den "Top Performern" (Entschuldigen Sie bitte das Denglish, ich hasse es selbst) im Unternehmen.
3.
lemmy01 01.10.2015
Nur gut, dass die Personalauswahlentscheidungen letztendlich nicht die "Personaler" oder zumindest nicht allein treffen. Und im Grunde ist es auch nicht so verwunderlich, dass Personaler nicht so sehr auf die Auslandserfahrung schauen. Denn gerade die Mitarbeiter in den Personalabteilungen dürften diese sehr häufig selbst nicht haben. Also muss aus deren Sicht das unwichtig sein. Ist doch logisch...
4.
eigene_meinung 01.10.2015
Das bestätigt einmal mehr meine (Vor-)Urteile über Personaler: keine Ahnung, aber Macht ohne Ende.
5.
kumi-ori 01.10.2015
Sicher interessiert die HRler nicht die Auslandserfahrung, sonst wären sie nicht HRler geworden. Aber Randstad als Arbeitnehmerverleih ist sicher ein besonders unglücklich gewähltes Beispiel.
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