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Bilderrätsel Wer trinkt aus welcher Tasse?

Kaffee und Arbeit, das gehört für viele zusammen - und die private Tasse wird in deutschen Büros hartnäckig verteidigt. Neun Kaffeetrinker, darunter ein "Tagesthemen"-Moderator und ein Kaffeeforscher, haben uns ihre Lieblinge gezeigt. Erraten Sie, was zu wem gehört?

Bilderrätsel
Bei der Frage nach dem Lieblingsgetränk der Deutschen würden wohl viele danebenliegen. Es ist nicht Bier, nicht Wasser, sondern Kaffee. Im Schnitt trinkt jeder Deutsche pro Jahr knapp 106 Liter Bier, 137 Liter Mineralwasser - und 149 Liter Kaffee. Besonders beliebt ist das Getränk, na klar, im Büro. Ohne heiße Dröhnung fangen manche gar nicht erst an zu arbeiten: Käffchen? Läuft!

Ein Blick in die Kaffeeküche erspare locker einen Betriebspsychologen, meinte ein Göttinger Volkskundler, nachdem er 2500 Menschen zu ihren Bürotassen befragt hatte. Das Ergebnis seines Streifzugs durch deutsche Firmen: Sieben von zehn Angestellten trinken im Büro aus einer persönlichen Tasse. Und verteidigen diese auch gegen Kollegen. Für den Kampf gegen hartnäckige Kaffeetassenannektierer gibt es mittlerweile sogar Becher, bei denen sich ein Stöpsel abziehen lässt.

"Die Tasse zählt zum erweiterten Intimbereich", so der Göttinger Forscher in seiner Studie "Zur Trinkkultur am Arbeitsplatz". Vielen Menschen sei ihre Tasse noch wichtiger als das Familienbild auf dem Schreibtisch oder die Topfpflanze vor dem Fenster: Weil man sie nicht nur in die Hand nehme, sondern auch an den Mund führe, sei sie ein besonders persönliches Erinnerungsstück.

"Wissensbecher" taugen zum Spickzettel

Die Tassenforschung hat seit Erscheinen der Studie im Jahr 1995 wenig Fortschritte gemacht. Auch der selbsternannte Tassologe widmet sich mittlerweile völlig anderen Forschungsfeldern. Schade eigentlich. Denn der aktuelle Verkaufsschlager des größten europäischen Tassenproduzenten Könitz Porzellan drängt sich geradezu auf für eine tiefenpsychologische Betrachtung der deutschen Seele: Die sogenannten Wissensbecher sind mit binomischen Formeln, der Literaturgeschichte oder dem Periodensystem bedruckt.

"Ich hätte nicht gedacht, dass sich das so gut verkauft", sagt selbst Turpin Rosenthal, Firmenchef und Enkel des Gründers der berühmten Rosenthal-Porzellanfabrik. In guten Monaten stellt das Unternehmen eine Million Tassen her. Zu den Kunden zählt unter anderem das Museum of Modern Art in New York. 55 Prozent der Becher werden allerdings nicht frei verkauft: Es sind Werbetassen.

Vorbei die Zeiten, in denen eine Firma einfach nur ihren Namen drucken ließ. Heute gibt es allerhand zu sehen - verschnörkelte Henkel, grinsende Chamäleons, im Dunkeln leuchtende Kussmünder oder Löwen zum Freirubbeln. Von der Tasse auf den Menschen zu schließen, nach dem Motto "Zeige mir deine Tasse, und ich sage dir, wer du bist", ist allerdings ziemlich schwierig. Das musste schon der Göttinger Tassologe einsehen: Die Motive führen oft in die Irre. "Es kommt nicht auf das Design der Tasse an, sondern auf ihre Geschichte", lautete sein Fazit.

Wollen Sie trotzdem mal einen Versuch wagen? Raten Sie im Bilderrätsel, wer aus welcher Tasse trinkt.

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8  Bilder
Zahlen, Daten, Fakten: Was Sie schon immer über Kaffee wissen wollten

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