Von Bärbel Schwertfeger

Untersuchung einer Auster: Business Schools mögen keine verschlossenen Bewerber
Business Schools sind äußerst neugierig. Sie wollen detaillierte Auskünfte zum derzeitigen Job, zu den Karrierezielen und privaten Interessen. "Viele beschreiben ihren Job nur technisch aus der Sicht eines Experten", sagt Edwards. "Aber wir wollen wissen, was man dort genau macht und erreicht hat."
Bei anderen fehle die Logik oder Kohärenz im Lebenslauf. Zwar müsse man nicht jeden Schritt rechtfertigen, aber es solle schon klar werden, warum sich ein Kandidat für ein MBA-Studium entscheiden hat und ob das überhaupt Sinn ergibt.
Ein Fehler sei es, Misserfolge zu vertuschen oder Lücken im Lebenslauf zu kaschieren. "Wenn jemand nach sechs Monaten gefeuert wurde, ist das auch okay", sagt Edwards. "Aber wir wollen wissen, was er daraus gelernt hat."
Mangelnde Auskunftsfreude beobachtet Edwards auch bei den privaten Interessen. Dabei seien diese oft ein Hinweis auf wichtige Fähigkeiten. Wer ein erfolgreicher Marathonläufer ist, hat schließlich bewiesen, dass er Durchhaltevermögen hat.
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