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Gehaltsstudie Die Top-Verdiener der Weltkonzerne

Gehälter-Studie: Die zehn Höchstverdiener in Weltkonzernen Fotos
DPA

Die Chefs von Weltkonzernen haben 2012 im Schnitt 3,5 Prozent mehr Geld bekommen. Empörend? Vielleicht, aber früher war der Anstieg noch viel höher. Unter den weltweiten Bestverdienern finden sich auch zwei deutsche Manager.

Ist der Geldregen, der jährlich auf Konzernvorstände niedergeht, gerecht? Die Frage wird kontrovers diskutiert, vor allem, seit hochdotierte Bankmanager die Weltwirtschaft in Grund und Boden zockten. Vielleicht deswegen sind Vorstandsvergütungen zuletzt langsamer gestiegen - ein wenig zumindest.

Im vergangenen Jahr gewannen die Konzernchefs weltweit nämlich 3,5 Prozent hinzu. Dies ist das Ergebnis einer Studie der internationalen Personalberatung Pedersen & Partners. Die Vergütung der Top-Manager in Unternehmen mit mehr als 100.000 Mitarbeitern stieg damit zwar erneut stärker als die Gehälter der normalen Angestellten. Im Vergleich zu früheren Zuwächsen nimmt sich das allerdings bescheiden aus.

"Die durchschnittlichen Gehaltserhöhungen der Vorstände waren in den vergangenen zehn bis 15 Jahren ungefähr doppelt so hoch wie die Gehaltssteigerungen eines durchschnittlichen Angestellten", sagt Conrad Pramböck, der Leiter der Studie. Dies habe sich geändert.

1,5 Millionen neue Jobs geschaffen

Um ihr Auskommen fürchten müssen sich die Vorstände von Weltkonzernen dennoch nicht. Sie kommen im Schnitt auf 1,35 Millionen Euro brutto pro Jahr. Dieser Betrag setzt sich ungefähr zur Hälfte aus dem Grundgehalt von 660.000 Euro (plus 5,5 Prozent) und einem Bonus von 690.000 Euro zusammen. Die Bilanz der ausgewählten Konzerne korrespondiert dabei durchaus mit dem Vergütungsplus.

Für die Studie wurden 1700 Vorstände in 330 Unternehmen und 17 Ländern befragt. Die untersuchten Führungskräfte sind Generaldirektoren und Vorstandsmitglieder von internationalen Konzernen mit durchschnittlich 129.000 Mitarbeitern, einem Umsatz von 40 Milliarden Euro und einem Unternehmensgewinn von 3,9 Milliarden Euro. Laut Studie steigerten sie im Schnitt Umsatz und Gewinn um jeweils sechs Prozent. Außerdem schufen sie in den vergangenen zwölf Monaten weltweit mehr als 1,5 Millionen neue Jobs, was einem Anstieg der Mitarbeiterzahl um durchschnittlich 3,5 Prozent entspricht.

Für die Vorstandsvergütung spielen solche Zahlen eine grundlegende Rolle: "Die Größe des Verantwortungsbereichs ist der Schlüsselfaktor bei der Bestimmung der Managergehälter", sagt Pramböck. Die Vergütungen der Vorstände in den Top-100-Unternehmen in Europa und in den USA liege durchschnittlich siebenmal höher als die Bezüge eines Geschäftsführers in einem mittelständischen Unternehmen und 40-mal höher als das Durchschnittsgehalt eines Angestellten.

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Zum Vergleich: In Deutschland verdienen Geschäftsführer in Unternehmen mit 200 bis 300 Mitarbeitern durchschnittlich 215.000 Euro brutto pro Jahr, inklusive Bonus. Ein vollzeitbeschäftigter Angestellter erzielt ein durchschnittliches Einkommen von rund 35.000 Euro brutto pro Jahr.

Im internationalen Vergleich fällt auf, dass sich die Durchschnittsgehälter der Vorstände in großen Konzernen in den meisten westlichen Ländern sehr ähneln. Ob in Deutschland, Frankreich, Großbritannien oder den USA: Die Vergütung inklusive Jahresbonus beträgt im Schnitt 1,3 bis 1,4 Millionen Euro brutto.

Speziell in den Vereinigten Staaten spielen zusätzlich zum Bargehalt auch die sogenannten Long Term Incentives eine Rolle, meistens in Form von Aktienoptionen. Diese sind im Schnitt 393.100 Euro wert. Die Stock Options westeuropäischer Top-Manager sind demgegenüber nur mit 76.500 Euro pro Jahr bewertet.

Großes Gefälle in China

Da die Vorstandsvergütung eng mit der Unternehmensgröße zusammenhängt, haben die Berater von Pedersen & Partners auch die Gehälter der Top-Manager in Unternehmen der Größenordnung von 20.000 bis 50.000 Mitarbeitern verglichen.

Global betrachtet ist die Vorstandsvergütung demnach immer noch am höchsten in den USA und in Westeuropa. "Die Bestverdiener in den Emerging Markets wie China, Indien oder Südafrika erzielen schon jetzt vergleichbar hohe Gehälter wie Manager in westlichen Ländern", sagt Studienautor Pramböck. Im Schnitt lägen die Vorstandsbezüge in diesen Ländern jedoch noch unter dem Niveau von Westeuropa oder den USA. Derzeit steigen die Gehälter der Vorstände im Schnitt zwischen vier und fünf Prozent in westlichen Ländern und zwischen sieben und zehn Prozent in Emerging Markets.

Dass eine Durchschnittsbetrachtung indes durchaus mit Vorsicht betrachtet werden muss, erläutert Pramböck am Beispiel China. "Es ist ein riesiges Land mit einer großen Vielfalt an Gehaltsniveaus", sagt er. Die gezahlten Gehälter in Shanghai, Hongkong oder Guangzhou lägen zwar auf ähnlichem Niveau wie Westeuropa, in anderen Regionen hingegen weit darunter.

Auch unter Konzernchefs westlicher Länder divergieren die Gehälter mitunter gewaltig. So konnte etwa Boeing-Boss James McNerney seine Bezüge im vergangenen Jahr mehr als verdoppeln. Und auch der bestbezahlte britische Manager, HSBC-Chef Stuart Gulliver, steigerte sein Gehalt um satte 32,2 Prozent. Aus Deutschland gehörten vor allen zwei Manager aus der Automobilbranche zu den Spitzenverdienern.

Zum Ranking der zehn Top-Verdiener: Bitte hier entlang.

Bei Harvard Business manager:

Kristian Klooß ist Redakteur von manager magazin online. Dort erschien dieser Artikel zuerst.

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1. Zwar unvorstellbar viel...
einemeinungvonvielen 24.09.2013
... aber dennoch in gewisser Weise verdient, wenn man die Verantwortung und Leistung dahinter sieht. Es wäre nur schön mal zu sehen, dass diese Leute das zu viele Geld für gute Zwecke nutzen würden anstatt es wie Dagobert Duck zu horten!
2. Gerecht!?
TheBear 24.09.2013
Zitat von sysopDie Chefs von Weltkonzernen haben 2012 im Schnitt 3,5 Prozent mehr Geld bekommen. Empörend? Vielleicht, ...
Der Artikel vermeidet, und das scheint die normale Verschleierungstaktik zu sein, die eigentliche Frage. Wenn ich lese "Dieser Betrag setzt sich ungefähr zur Hälfte aus dem Grundgehalt von 660.000 Euro (plus 5,5 Prozent) und einem Bonus von 690.000 Euro zusammen. Die Bilanz der ausgewählten Konzerne korrespondiert dabei durchaus mit dem Vergütungsplus." ist doch die allererste, offensichtliche Frage: - wie wird der Bonus berechnet? - warum hat der nie ein negatives Vorzeichen? Denn es gibt doch eindeutig Fälle, in denen der Manager versagt hat, da müsste sich doch bei ehrlicher Bestimmung des "Bonus" schon mal ein Malus ergeben. Kennt man ja von der Autoversicherung. Eine zweite, aber etwas schwierigere Frage, wir ebenfalls vermieden: "Wodurch hat der Manager Gewinne gemacht: Durch bessere Organisation, oder durch grenzwertiges (unmoralisches aber immer noch legales) Verhalten in Gebieten wie Umweltschutz oder Arbeitsbedingungen.
3. Ein schönes Bild
spiegel-kommentar 24.09.2013
Der Vorstandsvorsitzende im Fußballtrikot. Wie stark sind so die Spitzengehälter in der Bundesliga im Vergleich zum Platzwart in den letzen Jahrzehnten so gestiegen? Oder ist das in Fußballunternehmen etwas ganz anderes als in Industrieunternehmen? Warum ist eine (erfolgsabhängige) Vergütung von 1,35 Millionen für den Vorstand eines Unternehmens (und sicher keines kleinen) ein Problem, bei Lewandowski stellt sich aber akute Unlust ein, wenn das Gehalt nicht von 1,5 auf 5 Millionen gesteigert wird. Völlig unabhängig davon, wie viele Tore er denn nun tatsächlich schießt. Die ganze Diskussion ist eine elende deutsche Neiddebatte und nichts anderes.
4. Bloedsinnige Untersuchung
junglejet 24.09.2013
Wie inzwischen jeder weiss, machen Grundgehalt und Bonus nur den geringsten Teil des CEO Einkommens aus. Alleine bei deutschen Dax-Unternehmen ist es heute ueblich nochmal ein komplettes Jahresgehalt als Pensionszusage hinzulegen. Von Aktienoptionen ganz zu schweigen. Ausserdem fehlen in dem Artikel die Unternehmen
5. Jobs
eigene_meinung 24.09.2013
"1,5 Millionen neue Jobs geschaffen" So ein Unsinn. Die Vorstände schaffen (in der Regel) überhaupt keine Jobs. Es ist nur so, dass - wenn die Vorstände ausnahmsweise keinen Sch... bauen - durch die Mitarbeiter neue Produkte oder erhöhte Nachfrage nach Produkten geschaffen werden und dadurch auch neue Jobs entstehen. Vorstände zerstören in aller Regel (weil sie dadurch kurzfristig mehr verdienen).Arbeitsplätze.
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