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Ranking des Familienministeriums Daimler fördert Frauen am besten

Frauenquote von 20 Prozent: Andrea Jung ist die fünfte Frau im Aufsichtsrat von Daimler Zur Großansicht
REUTERS

Frauenquote von 20 Prozent: Andrea Jung ist die fünfte Frau im Aufsichtsrat von Daimler

Zwei Autobauer zählen zu den frauenfreundlichsten Konzernen: Daimler und BMW bekommen vom Familienministerium in Sachen Frauenförderung die besten Noten. Auch Siemens und die Deutsche Post punkten im Ranking. Großer Verlierer ist ein Energiekonzern.

Daimler ist der frauenfreundlichste Konzern Deutschlands. Das geht aus einem Ranking des Familienministeriums hervor. Den zweiten Platz teilen sich die Allianz, BMW und Henkel. Schlusslicht unter den 30 größten börsennotierten Konzernen ist, wie schon im Vorjahr, der Medizinkonzern Fresenius.

Besonders um die Frauenförderung bemüht haben sich laut Familienministerium in den vergangenen zwölf Monaten die Deutsche Post und Siemens. Beide stiegen im Ranking um acht Plätze auf. Größter Verlierer ist RWE. Der Energiekonzern rutschte zwölf Ränge nach unten. Die Deutsche Bank und die Telekom verschlechterten sich um jeweils fünf Plätze.

Grundlage des "FKinitial", wie das Familienministerium das Ranking nennt, sind die Angaben der Konzerne im Statusbericht "Frauen in Führungspositionen" und der Women-on-Board-Index, aus dem hervorgeht, mit welchem Prozentsatz Frauen im Vorstand und im Aufsichtsrat vertreten sind. Basierend auf den Zahlen aus diesen beiden Quellen vergibt das Familienministerium Punkte in den Kategorien Leistung, Dynamik und Ambition.

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Ranking des Familienministeriums: Die frauenfreundlichsten Konzerne
In der Kategorie Dynamik gibt es etwa für "Frauen in Führungspositionen" vier Punkte zu holen, aber nur, wenn der Frauenanteil im Schnitt um mindestens ein Prozent pro Jahr gestiegen ist. Ein Beispiel: Die Deutsche Bank hatte diese Vorgabe 2011 erfüllt, konnte in den vergangenen zwölf Monaten den Frauenanteil in Führungspositionen aber nur noch um 0,7 Prozent steigern und hat sich damit seit 2010 nicht um zwei Prozent, sondern nur um 1,7 Prozent verbessert. Im Ranking des Familienministeriums bekommt die Deutsche Bank deshalb in dieser Kategorie nur noch zwei Punkte - und damit halb so viele wie im Vorjahr. Mit diesem System soll kontinuierliche Frauenförderung belohnt werden.

Gestiegen sind die Anforderungen in der Kategorie "Ambition". Um hier zwei Punkte zu bekommen, muss ein Unternehmen 17 Prozent des Aufsichtsrates mit Frauen besetzt haben. Im letzten Ranking hatte es schon für einen Frauenanteil von 15 Prozent zwei Punkte gegeben.

Mit dem Ranking will Bundesfamilienministerin Kristina Schröder öffentlichen Druck auf die Konzerne ausüben. Sie ist entschieden gegen eine starre Frauenquote. "Wir schaffen es auch ohne", ist ihr Motto, das aber selbst in der CDU umstritten ist.

Das "FKinitial"-Ranking ist als Vorläufer des von Wissenschaftlern entwickelten Frauen-Karriere-Index gedacht. Während im "FKinitial"-Ranking lediglich die öffentlich zugänglichen Zahlen bewertet werden, sollen in den Index auch die Antworten aus einem Fragebogen einfließen.

vet

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insgesamt 37 Beiträge
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1. optional
der_namenslose 22.04.2013
Daimler fördert? Meines Wissens nach werden weibl. Absolventen mit Ingenoieurstudium genommen, egal mit welchen Noten. Männer brauchen sich garnicht bewerben, die werden über EuroEngeneering gemietet. "Förderung" ist da der falsche Ausdruck...
2.
leiboldson 22.04.2013
Daimler fördert Frauen am besten - na dann kann man schon mal entsprechende Put-OS heraussuchen, denn auch Volvo war mal auf diesem Trip. Aber es ist wie immer: es kann nicht sein, was nicht sein darf.
3.
acitapple 22.04.2013
die dame sitzt auch noch bei ge und apple. wow, wenn die mal nicht gefördert werden muss. sie scheint ja unheimlich diskriminiert zu werden. wieviele frauenjobs hat sie dort überhaupt geschaffen ?
4. Wenn
forumgehts? 22.04.2013
Zitat von sysopZwei Autobauer zählen zu den frauenfreundlichsten Konzernen: Daimler und BMW bekommen vom Familienministerium in Sachen Frauenförderung die besten Noten. Auch Siemens und die Deutsche Post punkten im Ranking. Großer Verlierer ist ein Energiekonzern. FKinitial: Ranking des Familienministeriums sieht Daimler vorn - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/fkinitial-ranking-des-familienministeriums-sieht-daimler-vorn-a-895806.html)
ich mir die obige Liste ansehe, dann spukt mir immer - mit Ausnahme von BMW - das Wort "kontraproduktiv" im Kopf herum. OK, vielleicht waren das auch nur schlechte Beispiele und es besteht gar kein Zusammenhang mit den div. Pleiten, Pech und Pannen dieser Unternehmen in jüngster Zeit. Und Daimler wird ja bald als Werbegeschenk eine Anti-Sorgenfaltencreme anbieten können. :)
5. ok
indosolar 22.04.2013
Zitat von sysopZwei Autobauer zählen zu den frauenfreundlichsten Konzernen: Daimler und BMW bekommen vom Familienministerium in Sachen Frauenförderung die besten Noten. Auch Siemens und die Deutsche Post punkten im Ranking. Großer Verlierer ist ein Energiekonzern. FKinitial: Ranking des Familienministeriums sieht Daimler vorn - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/fkinitial-ranking-des-familienministeriums-sieht-daimler-vorn-a-895806.html)
wann kommt denn eine Untersuchung des Familienministeriums über die Familienverhältnisse der Führungspostion inne habenden? Es geht darum die Leistungen der Frauen anzuerkennen, die mit 400 Euro Jobs als zuverdienst trotzdem noch eine Familie managen können und nicht darum wieviel Frauen in Führungspositionen bestehen. Jeder Idiot kann mit einem Führungspostitionsgehalt familiäre Arbeit managen, das ist keine Leistung!
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