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Rückschritt Weniger Frauen in den Vorständen der Dax-Konzerne

Bahn frei für Frauen: Gilt nicht in den Vorständen der großen Aktiengesellschaften Zur Großansicht
DPA

Bahn frei für Frauen: Gilt nicht in den Vorständen der großen Aktiengesellschaften

Mehr Frauen rücken in die Aufsichtsräte deutscher Spitzenunternehmen auf, doch die Vorstandsetagen bleiben ihnen meist verwehrt. 2013 ist der Anteil der Frauen in den Vorständen der Dax-Konzerne sogar gesunken.

2013 war das Jahr, in dem die neue Regierung sich auf eine Frauenquote für Aufsichtsräte festgelegt hat, 30 Prozent sollen es bis 2016 werden. Da überrascht der Blick auf die Vorstandsetagen, wo das Tagesgeschäft der Unternehmen gemanagt wird: Zumindest in den Konzernen, die im Aktienindex Dax notiert sind, ist der Frauenanteil 2013 gesunken.

Zum Jahresende seien lediglich zwölf Dax-Vorstandsposten von Frauen besetzt gewesen, berichtet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Studie. Dies entspreche einem Anteil von 6,3 Prozent, also 1,5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Besser sehen die Zahlen in den Aufsichtsräten aus. Dort stieg der Frauenanteil von 19,4 Prozent im Jahr 2012 auf 21,9 Prozent. Nur ein einziger Aufsichtsrat wird allerdings von einer Frau geführt.

Legt man den Frauenanteil in den Spitzengremien der 200 umsatzstärksten Firmen zugrunde - also auch in solchen, die nicht an der Börse gehandelt werden -, dann sieht die Bilanz besser aus. Dort erhöhte sich der Frauenanteil in den Aufsichtsräten verglichen mit 2012 um 2 Punkte auf gut 15 Prozent, in den Vorständen blieb er fast unverändert bei 4 Prozent.

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Frauenquote: Was spricht dafür, was dagegen?

rei/dpa/rtr

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Männerwelt
icke44 15.01.2014
Wir leben in einer Männerwelt. Auch Frau Merkel hat ihren Posten nur, weil den Job in einer historischen Talfahrt der Union keiner der männlichen Konkurrenten haben wollte. Danach hat sie den Kravattenträgern gezeigt wie sie kann. Ein Beweis dafür Frauen etwas zuzutrauen!
2. Zur Kenntnis genommen, jetzt vielleicht Hintergründe?
Tobur 15.01.2014
Zitat von sysopDPAMehr Frauen rücken in die Aufsichtsräte deutscher Spitzenunternehmen auf, doch die Vorstandsetagen bleiben ihnen meist verwehrt. 2013 ist der Anteil der Frauen in den Vorständen der Dax-Konzerne sogar gesunken. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/frauenanteil-in-dax-vorstaenden-2013-gefallen-a-943726.html
Mit der Info an sich lässt sich leider wenig anfangen. Wichtig wäre doch zu erfahren, wie es zu diesen Zahlen kam. Gab es freiwillige Rücktritte, wenn ja, aus welchen Gründen? Gab es Leistungsbedingte Absetzungen? Vielleicht sagt die Entwicklung aus, dass sich die DAX Konzerne nicht für Quoten interessieren, vielleicht sagen die Zahlen aber auch, dass es nicht genügend geeignete Kandidatinnen gibt und daher zuletzt z.T. ungeeignete Personen berücksichtigt wurden? Ein paar Hintergrundinfos wären also hilfreich.
3. neues Gesetz
mats73 15.01.2014
es muss dringend ein Gesetz her, dass jede Nachbesetzung eines Postens, den eine Frau hatte, zwingend wieder eine Frau sein muss - logisch, denn anders lässt sich ein vorübergehender Rückgang nicht vermeiden. Wir brauchen dringendst ein neues Gesetz.....
4.
teekesselchen 15.01.2014
Zitat von sysopDPAMehr Frauen rücken in die Aufsichtsräte deutscher Spitzenunternehmen auf, doch die Vorstandsetagen bleiben ihnen meist verwehrt. 2013 ist der Anteil der Frauen in den Vorständen der Dax-Konzerne sogar gesunken. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/frauenanteil-in-dax-vorstaenden-2013-gefallen-a-943726.html
Der Aussagewert dieses Artikels liegt für mich bei 0. Ohne absolute Zahlen weiß ich nicht, ob die Zuwächse in den Aufsichtsräten damit Zusammenhängt, das mehr Frauen Aufsichtsräte geworden sind, oder ob die Zahl der Frauen gleich geblieben ist, allerdings mehrere Männer gehen mussten und die Aufsichtsräte insgesamt verkleinert wurden. Das würde mich dann halt doch schon interessieren, wieviel Frauen mehr denn jetzt die 2,5% sind. Bei den Vorstandsposten ist es genauso.
5. Keinen Unterschied machen - aber Leistung bringen
keinnickname82 15.01.2014
Es ist ein Armutszeugnis, dass wir über eine Frauenquote diskutieren müssen und dass nicht über all die Einsicht siegt, dass eben die Besten zu (be-)fördern sind. Aber der Rückgang der DAX-Frauenquote zeigt auch eines recht deutlich: die im Rahmen der Hype-Diskussion in die Vorstände gehieften Damen haben einfach nicht die erforderliche Leistung gebracht. Kux bei Siemens hat keine Akzente gesetzt, die Nemat bei der Telekom schafft die erforderliche Transformation nicht und die Damen von SAP ist wegen ihrer seltsamen Vertragsvereinbarungen gescheitert. Es zeigt, eine Quote hilft letztendlich niemandem. Ein Bewusstseinswandel ist erforderlich und der dauert nun einmal Zeit.
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