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Gehaltsrechner 2016 Das bleibt von Ihrem Bruttolohn netto übrig

Brutto-Netto-Rechnung: Großes Geld für einen kleinen Angestellten Zur Großansicht
Corbis

Brutto-Netto-Rechnung: Großes Geld für einen kleinen Angestellten

Wie viel ist vom Gehalt noch da, wenn es auf dem Konto eintrifft? Unser Gehaltsrechner zeigt Ihnen, was Sie unterm Strich als Nettogehalt bekommen.

Gleich morgen ist der Termin beim Chef. Noch einmal soll es ums Gehalt gehen, schonmal haben Sie sich vertrösten lassen. Aber Sie kennen jetzt seine Argumente, wissen in welche Richtung es gehen könnte. Konkrete Zahlen haben Sie auch schon aufgeschnappt - der Kollege aus der Buchhaltung hat verraten, wie hoch sein Lohnplus ausfällt.

Dann los, bereiten Sie sich vor: Würden 100 Euro mehr beim Bruttogehalt wirklich etwas bringen? Oder springen Sie dann über eine der berüchtigten Steuerschwellen - und haben durch höhere Abgaben am Ende weniger Geld auf dem Konto?

Starten Sie einfach unseren Gehaltsrechner und finden Sie es heraus.

Ein Angebot von Steuerfachanwalt Disqué

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Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Tabelle sowie des ermittelten Auswertungsergebnisses wird keine Gewährleistung übernommen.

Und so verwenden Sie den Gehaltsrechner: Den Bruttolohn können Sie pro Monat oder pro Jahr eintragen und das passende Kalenderjahr wählen. Dazu die Angaben zur Steuerklasse, zur Krankenkasse, zur Rentenversicherung, zu den Kindern - und schon spuckt der Computer den Nettolohn aus.

Wenn sie dann wissen, was Sie fordern wollen, helfen Ihnen vielleicht Niki Laudas Verhandlungstipps, das Geld tatsächlich zu bekommen.

Regel 1: Preise

"Finde die marktüblichen Preise heraus. Ich habe einfach die anderen Fahrer gefragt, was sie verdienen." Diese Strategie wandte Niki Lauda auch später als Airline-Chef an - und fragte bei der Konkurrenz nach, was die so für Flugzeuge bezahlten. Mit dem Versprechen, auch seinerseits hilfreiche Informationen weiterzugeben.

Einfach mal fragen, um mit mehr Informationen in die Verhandlungen zu gehen, als die Gegenseite erwartet, kann sich also durchaus auszahlen - und oft bekommt man auch dort Antworten, wo man gar nicht damit zu rechnen gewagt hätte.

Regel 2: Gefühle

"Je weniger Emotionen im Spiel sind, desto besser laufen Verhandlungen", sagt Niki Lauda. Als Beispiel dafür führt er seine harten Verhandlungen mit Enzo Ferrari 1976 an - Lauda führte überlegen und kannte seinen Marktwert. Und blieb in der Sache hart. Dann griff Regel drei.

Wer etwas will, neigt dazu, Konzessionen zu machen - und die schiere Macht der Faktenlage gegebenfalls auch zu den eigenen Ungunsten zu verkennen. Da hilft es, die eigenen Gefühle bewusst unter Kontrolle zu halten. Freuen kann man sich ja dann später immer noch.

Regel 3: Desinteresse

"Desinteresse zeigen" empfiehlt Lauda, wenn Verhandlungen stocken, und führt wieder das Beispiel seiner harten Ferrari-Gespräche an: "Ich sagte: 'Gut, dann fahre ich eben woanders.'"

Das ist eine gängige Taktik, die man aber nur dann überzeugend fahren kann, wenn man nötigenfalls bereit wäre, auch danach zu handeln. Man muss sich schon ganz im Klaren darüber sein, zu welchen Bedingungen man antreten würde und zu welchen nicht - und nein, man muss nicht unbedingt einen fertigen Plan B haben, um so auftreten zu können. Das ist nur etwas für Leute, die Gürtel und Hosenträger zugleich tragen. Niki Lauda ist definitiv nicht der Typ dafür.

Regel 4: Spielraum

"Es gibt immer noch einen Spielraum", sagt Niki Lauda. "Nutze ihn aber nicht auf einmal." Bei den Verhandlungen mit Ferrari seien das für ihn fünf Prozent gewesen - davon habe er zunächst nur eines eingeräumt, um dann die letzten vier mit lauter Stimme als letztes Angebot zu verkaufen. Funktionierte.

In Verhandlungen muss man also schon mit einem Spielraum gehen - das ist ja so weit nichts Neues. Die Zwei-Schritte-Strategie, die Lauda hier beschreibt, erst ein Mini-Schritt, dann ein Ausfallschritt und dann nur noch verschränkte Arme, scheint aber in manchen Fällen ganz gut zu funktionieren.

Regel 5: Hart sein

"Typen wie Ecclestone oder Ferrari respektieren dich mehr, wenn du nicht als Jasager daherkommst, sondern wirklich hart verhandelst", sagt Niki Lauda. Die Alphatier-Strategie schien zumindest für ihn beim Verhandeln immer aufzugehen: "An die fünf Regeln halte ich mich noch immer", schreibt Lauda.

Hart verhandeln heißt für Lauda aber nicht, dass man andere hereinlegen sollte. "Betrügen ist indiskutabel", sagt er : "Es ist ja so: Wenn man Geschäfte macht, müssen beide Seiten zufrieden sein. Es macht keinen Sinn, wenn nur einer zufrieden ist, so lassen sich keine tragfähigen Geschäftsbeziehungen aufbauen."

Regel 6: Nicht nachverhandeln

Mit den Jahren, meint Lauda, sei noch eine weitere Regel dazugekommen: "Ich verhandle nie nach. Das machen nur Leute, die nicht zufrieden sind." Es sei seine Überzeugung, dass Verhandlungen fair sein müssten - und zu hoch pokern genau so blöd sei, wie sich unter Wert zu verkaufen. Beide Seiten müssten ihr Gesicht wahren.

Lauda selbst gilt als harter, aber fairer Geschäftspartner. Seine Rat ist es, eher auf langfristige Geschäftsbeziehungen zu setzen als auf kurzlebige Erfolge zu Lasten des Geschäftspartners.

Regel 7: Keine verbrannte Erde

Als Resümee seiner Verhandlungsregeln nennt Niki Lauda noch eine siebte: "Ich glaube, jeder, der einmal mit mir verhandelt hat, würde es auch ein zweites Mal tun." Also: "Hinterlasse niemals verbrannte Erde. Geld, das du auf diese Weise gewonnen hast, wird dir kein Glück bringen."

Insgesamt allerdings, so schreibt es Niki Lauda in seinem Buch, ist das Geld selbst auch eher eine sekundäre Folge des Arbeitens - wer mit Leidenschaft seinen Zielen folgt, so sein Credo, werde auch finanziellen Erfolg haben.

Apropos Steuerklasse - wissen Sie, in welche Sie gehören? Unsere kurze Übersicht hilft Ihnen.

Die Lohnsteuerklasse I gilt für:

  • Ledige
  • Verwitwete ab dem übernächsten Jahr nach dem Tod des Partner
  • Geschiedene
  • Verheiratete oder in Partnerschaft lebende, die dauernd getrennt sind
  • Verheiratete oder in Partnerschaft lebende, deren Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner in der Bundesrepublik nur beschränkt steuerpflichtig ist

Die Lohnsteuerklasse II gilt für:

  • Alleinerziehende, die die Voraussetzungen der Steuerklasse I erfüllen und die zusätzlich den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende bekommen

Die Lohnsteuerklasse III gilt für:

  • Verheiratete und eingetragene Lebenspartner, die nicht dauernd getrennt leben und nicht die Steuerklasse IV gewählt haben. Der ebenfalls berufstätige Ehepartner oder Lebenspartner erhält dann die Steuerklasse V. Wenn der andere Partner nicht berufstätig oder selbstständig ist, gilt für ihn ebenfalls die Lohnsteuerklasse III
  • Verwitwete bis zum Ende des auf den Tod des Ehegatten/Lebenspartners folgenden Kalenderjahres. Der verstorbene Ehegatte oder Lebenspartner muss zum Zeitpunkt seines Todes unbeschränkt einkommensteuerpflichtig gewesen sein. Die Ehegatten oder Lebenspartner dürfen bis zum Zeitpunkt des Todes nicht dauernd getrennt gelebt haben

Die Lohnsteuerklasse IV gilt für:

  • Verheiratete oder in Partnerschaft lebende Arbeitnehmer, wenn beide Partner unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben. Wenn allerdings für einen Partner die Steuerklasse III gilt, fällt der andere nicht in Steuerklasse IV, sondern in Steuerklasse V. Ehegatten oder Lebenspartner, die beide berufstätig sind, können die Steuerklasse einmal im Jahr ändern lassen.

Die Steuerklasse V gilt für:

  • Steuerzahler, deren jeweils andere Ehegatten oder Lebenspartner in Steuerklasse III sind

Die Lohnsteuerklasse VI gilt für:

  • Arbeitnehmer, die in mehr als einem Arbeitsverhältnis stehen
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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 27 Beiträge
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1. Totaler Quatsch
Progressivist 16.12.2015
"Würden 100 Euro mehr beim Bruttogehalt wirklich etwas bringen? Oder springen Sie dann über eine der berüchtigten Steuerschwellen - und haben durch höhere Abgaben am Ende weniger Geld auf dem Konto?" So etwas gibt es nicht, jedenfalls nicht im deutschen Steuersystem! Dazu müsste der Grensteuersatz über 100% sein. Ich behaupte mal 35€ netto mehr bleiben bei 100€ brutto mehr in jedem Fall. Und jett bitte nicht mit Inflation und kalter Progression kommen. Damit hat das nämlich nichts zu tun.
2.
weißbrot 16.12.2015
"Würden 100 Euro mehr beim Bruttogehalt wirklich etwas bringen? Oder springen Sie dann über eine der berüchtigten Steuerschwellen - und haben durch höhere Abgaben am Ende weniger Geld auf dem Konto?" Da hat der Autor aber profunde Kenntnisse des deutschen Steuersystems...
3. Gar kein Quatsch
Neugierig 16.12.2015
Zum 1. Beitrag hier im Forum: Selbstverständlich können "100 Euro mehr beim Bruttogehalt" dazu führen "am Ende weniger Geld auf dem Konto" zu haben.
4.
naleida 16.12.2015
Zitat von NeugierigZum 1. Beitrag hier im Forum: Selbstverständlich können "100 Euro mehr beim Bruttogehalt" dazu führen "am Ende weniger Geld auf dem Konto" zu haben.
Und wie soll das Ihrer Meinung nach funktionieren?
5. Pi * Daumen
picard95 16.12.2015
Von jedem Euro den ich Brutto mehr bekomme, werden knapp 50% direkt abgezogen (Steuerklasse 1). Beim tollen Wachstumsbeschleunigungsgesetz kam es zu folgender absurden Situation: Ich bekam 75 Euro mehr Netto (SK1), mein Arbeitskollege (Sk3, zwei Kinder) bekam 8 Euro monatlich weniger. Er bekam wesentlich weniger Gehalt, aber wenn man sowas als Politiker beschliesst würde ich doch zusehen dass Familien stärker bevorzugt werden. Für mich lohnt es sich nicht mehr, "Karriere" zu machen. Was nützen knapp 4000 Euro Netto im Monat wenn man verheizt wird? Jetzt habe ich einen Job mit 2500 Netto ohne Verantwortung und Gruppenleitung und es ist viel angenehmer. Man kann die Sache nämlich auch umdrehen: 1000 Euro Brutto WENIGER sind pi * Daumen nur 500 Euro Netto weniger. Vorher: 7200 Euro Brutto = ca. 3904 Euro Netto in SK1 (2013) Jetzt: 4275 Euro Brutto = ca. 2500 Euro Netto in SK1 (2015) Jeweils mit 1,0 Kinderfreibetrag. Keine 24h Rufbereitschaft mehr, keine Überstunden bis zum Abwinken, (fast) keine Wochenendarbeit.
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