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Gehaltsreport Was IT-Mitarbeiter verdienen

Die Arbeitsmarktlage für Informatiker ist kommod - Unternehmen umgarnen sie und zahlen gut. Berater sind die Spitzenverdiener, Webdesigner müssen sich hinten anstellen. Zu ganz großen Sprünge führt der Fachkräftemangel aber nicht: Insgesamt steigen die IT-Gehälter nur moderat.

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Gehaltsreport: Was Informatiker verdienen
Wenn Fachkräfte knapp werden am Arbeitsmarkt, dann müssten nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage die Einkommen steigen. Und so ist es bei den Startgehältern in der IT-Branche, wie Berechnungen der Vergütungsberatung PersonalMarkt zeigen. Vor fünf Jahren lag das Einstiegsgehalt für Diplominformatiker im Schnitt bei rund 41.000 Euro brutto jährlich, aktuell sind es gut 45.000 Euro, Tendenz: steigend.

Zu großen Sprüngen führt der Fachkräftemangel aber nicht zwingend. So gab es im vergangenen Jahr lediglich ein moderates Plus bei der IT-Entlohnung: Die Gehälter von Fachkräften und Spezialisten sind um 2,3 Prozent gestiegen, die von Führungskräften um 1,8 Prozent.

Die Zuwächse fallen mal hoch, mal überschaubar aus. Sehr gut bezahlt werden Leitungspositionen und gefragte Qualifikationen. Die Spitzenverdienste von Projektleitern und Beratern beispielsweise liegen laut PersonalMarkt-Studie bei über 180.000 Euro. Diese IT-Profis haben entsprechende Team- und Budgetverantwortung und arbeiten - Krise hin oder her - häufig bei Banken. Auch die Gehälter von IT-Verantwortlichen in großen Konzernen können sich sehen lassen: Top-Verdiener kommen hier auf über 300.000 Euro Jahresbruttogehalt. Gehaltstreiber sind auf solchen Positionen vor allem die Bonuszahlungen.

Üppige Gehälter in Beraterjobs

Von derart üppigen Gehältern können Berufseinsteiger nur träumen. So kommen Webdesigner am Anfang ihrer Karriere im Schnitt auf Jahresgehälter in Höhe von 35.500 Euro, etwa gleichauf mit Mitarbeitern im Anwendersupport. System- und Netzwerkadministratoren liegen bei 38.200 Euro. Besser bezahlt werden Softwareentwickler mit 42.100 Euro. Zu den Spitzenverdienern unter den Informatikern gehören SAP-Berater und IT-Berater mit jeweils rund 45.000 Euro Jahresgehalt sowie Mitarbeiter in der technischen Forschung und Entwicklung mit fast 47.000 Euro.

Berufserfahrung wirkt sich in der Regel positiv im Portemonnaie aus: Wer schon über zehn Jahre im Job ist, kommt als Webdesigner auf rund 48.500 Euro. Erfahrene Mitarbeiter im Anwendersupport verdienen knapp 48.000 Euro, System- und Netzwerkadministratoren 58.600 Euro. Softwareentwickler erhalten im Schnitt 64.800 Euro, IT-Berater 73.300 Euro und SAP-Berater bereits 76.900 Euro.

Diese Angaben beziehen sich ausschließlich auf angestellte IT-Mitarbeiter, nicht auf Freiberufler, von denen es in Deutschland rund 80.000 gibt. Und es sind Durchschnittsverdienste - eine wichtige Rolle für das individuelle Einkommen spielen Faktoren wie Unternehmensgröße, Branche oder Region.

Krise hin oder her, die Banken zahlen gut

Bei der Betriebsgröße gilt die Faustregel: Je größer das Unternehmen, umso höher die Vergütung. Bereits am Anfang der Karriere können die Gehälter deutlich variieren. Berufseinsteiger bei Firmen mit bis zu hundert Mitarbeitern kommen im Schnitt auf 40.800 Euro Jahresgehalt, in Unternehmen mit über tausend Mitarbeitern sind es dagegen 47.100 Euro.

Ähnlich verhält es sich mit den regionalen Unterschieden. So fließen in München (15,9 Prozent über dem Durchschnitt) die höchsten Gehälter, gefolgt von Frankfurt am Main (14,5 Prozent). In anderen Teilen Deutschlands werden deutlich niedrigere Gehälter als der Bundesschnitt gezahlt.

Entscheidend ist auch, in welcher Branche jemand arbeitet. Überdurchschnittlich gut verdienen Informatiker bei Banken und Finanzdienstleistern, in der Energiewirtschaft, bei Beratungsunternehmen und in der Autoindustrie. Deutlich schlechter zahlen Branchen wie Werbung, Medien, Öffentliche Verwaltung, Behörden, das Gesundheitswesen oder der Großhandel.

Insgesamt gilt: Die IT-Branche boomt, Spezialisten sind gefragt. Wer über die richtigen Qualifikationen verfügt, hat beste Berufsaussichten und kann überdurchschnittlich gut verdienen.

Von Heike Friedrichsen, PersonalMarkt

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