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Jobprofil Consultant Typisch Berater!

"Typisch" - das Wort hören McKinsey und Co. nicht gerne, wenn von ihren Beratern die Rede ist. Sie betonen lieber die Vielfalt ihres Personals. Dennoch haben die Consultants vieles gemeinsam: Sie legen sich nicht gerne fest und wollen früh an großen Rädern drehen. Drei Typstudien.

Was ist schon typisch? Berater sind immer auf Achse, immer mit Laptoptasche Zur Großansicht
Corbis

Was ist schon typisch? Berater sind immer auf Achse, immer mit Laptoptasche

Was sind das für Menschen, die ihr Laptop für ein paar Wochen in einem wildfremden Unternehmen aufklappen, das Urteil über den Laden in eine Handvoll Powerpoint-Folien schreiben und wieder verschwinden - während die Geschäftsleitung die halbe Belegschaft vor die Tür setzt?

Oder kurz: Was macht den typischen Unternehmensberater aus?

"Der Job erfordert höchste Leidenschaft und Engagement. Kunden merken rasch, ob jemand mit Leib und Seele dabei ist, oder nur seine Arbeit macht", sagt Antonio Schnieder, Präsident des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater. Das wird schon so stimmen - erklärt aber nicht allzu viel.

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Die Besserwisser: Deutschlands größte Beraterfirmen
Vom "typischen Berater" sprechen die Consultingfirmen nicht gerne. Schließlich betonen sie stets die eigene Vielfalt. Tatsächlich scharen sie Menschen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen in ihren Reihen. Dennoch: Die meisten von ihnen haben Wirtschaftswissenschaften studiert. Und auch sonst gibt es vieles, was die Mehrzahl der Berater verbindet.

Typische Berater sind männlich. Sie haben einen Teil ihres Studiums im Ausland verbracht. Nicht wenige haben das Wirtschaftsstudium mit technischen Fächern ergänzt. Sie wollen nicht einseitig ausgebildet sein.

Da, wo sie jetzt sind, hoffen sie auf die große Karriere, sei es in der Beratung selbst oder bei einem Kundenunternehmen. Die Mehrheit wechselt irgendwann. Das ist kein Beinbruch, sondern das Grundprinzip vieler Beratungshäuser: heute Mitarbeiter, morgen Kunde.

Zumindest bei den Großen der Branche herrscht außerdem das Up-or-Out-Prinzip: In regelmäßigen Abständen steigen die Berater auf - oder gehen. Entsprechend sind McKinsey & Co. wie Pyramiden organisiert. Es gibt viele Einsteiger und wenige an der Spitze. Eine Fluktuation von gut 30 Prozent ist schlicht notwendig.

Wer arbeitet bei den deutschen Beratungsfirmen?
Firma Wirtschafts-
wissenschaftler
Ingenieure Informatiker Naturwis-
senschaftler
Andere
McKinsey & Co. 50% 40%* * * 10%
Boston Consulting Group 50% 20% k.A. 20% 10%
Roland Berger 50% 25% k.A. 15% 10%
Oliver Wyman 60% 20% 5% 10% 5%
Booz & Co. 45% 25% k.A. 15% 15%
A.T. Kearney 52% 22% k.A. 10% 16%
Capgemini Consulting 65% 20% 5% 5% 5%
Bain & Co. 45% 15% k.A. 15% 10%
*Ingenieure, Naturwissenschaftler, Informatiker sind addiert.
Stand: Juni 2011, Quelle: SPIEGEL ONLINE
Das macht nicht jeder gerne mit. Drei Berater erzählen hier, was sie an ihrem Job schätzen - einer vom Fuße der Pyramide, einer aus der Mitte und ein Spitzenberater. Dabei sagen sie viel darüber, was für ihre Profession typisch ist.

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insgesamt 56 Beiträge
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    Seite 1    
1. ..die Berater
andresa 24.07.2011
auch so ein Scheinberuf der als Mode entstanden ist, ähnlich wie diese ganzen Finanzprodukte und andere so genannte Innovationen...s. hier: http://le-bohemien.net/2011/07/24/kleine-geschichte-des-kapitalismus-3/
2. fragwürdig
robiflyer 24.07.2011
Was ist an dem "profil" von der Hr Glatzer interessant ? Daß er nach Rio und Feuerland ?! reist - was will er damit demonstrieren . a) daß er reiche Eltern hat b) Daß er mit Blendwerk von seinen Schwächen ablenkt Es gibt Leute , die in der Zeit , wo der "Urlaub" gemacht hat und jetzt ein wenig "gecoatched" wird , in Realen Firmen signifikant excellente Leistung geliefert haben ...... .... und zum Dank dafür idealerweise gefeuert werden - womöglich dank des "Coatching" der GL . die gehirnmassiert in jedem zB Ingenieur nur eine Kostenstelle sieht , die im Sinne eines Hr Clement wie beliebig austauschbares Verbrauchsmaterial behandelt werden kann. Kein Wunder ,wenn wir Fachkräftemangel haben.
3. Absolventen planen die Zukunft von Unternehmen, ohne Praxiserfahrung?
wulfaro 24.07.2011
Man kann als Berater direkt nach dem Studium anfangen? Es wird doch immer wieder beklagt das die meisten Absolventen keine Praxiserfahrung haben und somit nicht voll einsetzbar sind. Die Studenten müssten erst "arbeiten lernen", verstehen wie ein Unternehmen arbeitet, wie man sich eingliedert usw. . Bei Berater sollte dies nicht anders sein, gerade bei ihnen ist es doch wichtig, das sie nicht nur die Theorie kennen und die Praxis wenn alles gut läuft sondern auch Probleme erkennen können und das weit im voraus, schließlich erarbeiten sie Konzepte für die Zukunft. Hinzu kommt noch das im Studium kein Wissen zum Thema Beratung vermittelt wird. Bei den Beraterfirmen hat man offenbar verstanden, das Absolvent keine perfekten Arbeitskräfte sind. Aus den Berichten der beiden jüngeren ist aber nicht zu entnehmen das sie erst mal zuarbeiten, offenbar werden sie direkt voll eingesetzt. Das ist erklärungsbedürftig, gerade für Neueinsteiger.
4. Wirklich so spannend?
Vox libertatis 24.07.2011
Die bisher vier McKinsey-Berater, die ich nach dem Studium kennenlernte, waren durchaus nette Menschen, aber zwei von ihnen waren recht bald auf Psychopharmaka, um den Stress durchzuhalten. Erfahren durfte das im Unternehmen natürlich niemand. Alle hatten sie exzellente Noten im Studium und Auslandserfahrung, aber besonders belesen oder gebildet im herkömmlichen Sinne waren sie definitiv nicht (wird anscheinend auch nicht gebraucht). Ob das Beratergehalt wirklich so gut ist, wenn man es auf die Arbeitszeit umrechnet, ist wohl eher fraglich. Dass sich Unternehmensberatungen immer mal wieder mit einem Theologen oder einer Mutter mit drei Kindern pro Jahrgang schmücken, ist nichts Neues, aber typisch ist dieser Ausbildungshintergrund nicht.
5. Aufstiegsmärchen
TotalRecall 24.07.2011
Typisch Consultant ist - wie man auch im Artikel liest - das alle aus finanzstarken Elternhäusern kommen. Man kennt sich...
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