Videospezial Hollywood Und irgendwann Star
Sie träumen und schuften, hoffen und leiden: Hollywoods Glitzerwelt lockt Nachwuchsschauspieler, Filmemacher, Lebenskünstler. Ein Videospezial zeigt sieben deutsche und österreichische Auswanderer bei ihrem schweren Kampf ums ganz große Glück.
Mikel Caprice lernt gerade die Schattenseiten Amerikas kennen: der 45-Jährige hat keine Krankenversicherung und müsste eigentlich an der Leiste operiert werden. Den Traum von Hollywood hat er dennoch nicht ganz aufgeben. "Drei große Filme will ich noch drehen, dann gehe ich zurück", sagt der Münchner.
Im Hollywood-Kosmos steht Jana Nawartschi noch ganz am Anfang. Ihr Tag ist vollgepackt mit Schauspielunterricht, Fotoshootings und kleineren Drehs. Ob sie nach dem Studium Rollen findet und sich damit ein Leben in L.A. leisten kann, weiß Jana nicht. Aber sie will alles riskieren für ihren Traumjob. "Es gibt keinen Plan B", sagt die 22-Jährige.
Blockbuster in Europa produzieren - das ist Tobias Demls großes Ziel. Noch ist der junge Österreicher davon weit entfernt. Als Kameramann dreht er so viele Filme wie nur möglich, auch wenn er dafür nicht immer bezahlt wird. Er ist überzeugt: "Wenn ich hart arbeite, erreiche ich was ich will."
Sein erster Spielfilm mit großer Verantwortung - jahrelang hat Patrick Hanenberger darauf hingearbeitet. Im vergangen Jahr kam "Hüter des Lichts" ins Kino, als Produktionsdesigner hat Patrick den "Look" des Films mitbestimmt. Er gab den Animationskünstlern vor, wie Kulisse, Kostüme und Figuren aussehen sollen. "Ich kann's oft nicht glauben, wenn ich in mein Büro komme", sagt der 35-Jährige über seinen Job bei Dreamworks Animation.
Jan Tussing hat die Seiten gewechselt. Als Radiojournalist hat er aus Los Angeles über die Filmbranche berichtet, jetzt führt er plötzlich selbst Regie. Beim Dreh für seinen ersten Kurzfilm erlebt er, wie anstrengend ein Tag am Set sein kann. Dennoch sagt Jan: "Mich hat der Filmwurm gebissen."
Die Dimensionen Hollywoods faszinieren Jasper Granderath. Der Aufwand und das Geld, das hier in Filme gesteckt wird, haben ihn beeindruckt und nach L.A. gelockt. Der 30-Jährige hat hier studiert und kann nun von seiner Arbeit als Kameramann leben. An seinem Ziel ist er aber noch lange nicht angekommen. "Aufgeben kommt für mich nicht in Frage", meint Jasper.
Happy End in L.A.?
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