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KarriereSPIEGEL-Adventskalender Schenke lieber unpersönlich

4. Teil: 3. Dezember: Finger weg vom letzten Keks

Zuschnappen könnte schlimme Konsequenzen habenZur Großansicht
dpa

Zuschnappen könnte schlimme Konsequenzen haben

Für die Teilnahme am Meeting gibt's nur ein Argument: die Schokokekse. Ein gutes Argument, denn die leckeren mit der Füllung rückt die Sekretärin nur heraus, wenn der Chef dabei ist. Natürlich greifen alle beherzt zu, einmal, zweimal - und zack: Schon liegt auf dem Teller nur noch ein einsamer Keks. Eine brenzlige Situation, die Fingerspitzengefühl und überlegtes Handeln erfordert. Also: Was tun Sie?

a) Gar keine Frage: Schnappen und runter damit.

b) Die anderen werden sich bestimmt auch nicht trauen. Nach dem Meeting trödele ich einfach so lange herum, bis alle draußen sind, und stopfe mir den Keks unauffällig in den Schlund.

c) Ich frage freundlich: Will jemand den letzten Keks?

d) Ich verkrieche mich in meine mentale Höhle, die mir mein Psychotherapeut bei der letzten Sitzung gezeigt hat, und grüble den Rest des Meetings, warum ausgerechnet ich nie einen Keks abbekomme.

Als in unzähligen Teambuilding-Seminaren geschulter Büromensch wissen Sie natürlich, dass a), b) und d) gar keine guten Optionen sind. Nassforsch, hinterrücks oder gar introvertiert wollen Sie schließlich auf keinen Fall rüberkommen. Also c).

Mööööööööpp.

Das ist auch falsch. Meint zumindest Carolin Lüdemann, Karriereberaterin in Stuttgart und Mitglied im deutschen Knigge-Rat. "Will jemand den letzten Keks?" sei eine scheinheilige Frage, auf die man keine ehrliche Antwort erwarten könne. Damit signalisiere man nämlich, dass man Lust hätte, den Keks zu essen. Und das sei unhöflich. Schokoliebhaber müssen jetzt ganz tapfer sein, denn daraus folgt: Der letzte Keks muss liegenbleiben. Sie sollten das aber positiv sehen: Auch die Reinigungskraft freut sich über eine kleine Stärkung.

  • Dieser Tipp richtet sich an: Schokoholics
  • Punkte auf der Ach-was-du-nicht-sagst-Skala: 4 von 10
  • Wie es danach weitergeht: Ernährungsministerin Ilse Aigner nimmt sich der Sache an und lässt eine App programmieren, mit der in Teams der letzte Keks verlost wird.

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insgesamt 2 Beiträge
Moxie 06.12.2012
Jeden Tag zehntausend Klicks mehr, dieses Pensum wuppen Spon-Redakteure spielend. In ihrer Welt gibt es keinen Artikel, über den nicht diskutiert werden müsste- und sei er noch so banal.
Zitat von sysopJeden Tag ein guter Rat, dieses Pensum wuppen Karriere-, Stil- oder Etiketteberater spielend. In ihrer Welt gibt es nichts, was nicht erklärt werden müsste - und sei es noch so banal.
Jeden Tag zehntausend Klicks mehr, dieses Pensum wuppen Spon-Redakteure spielend. In ihrer Welt gibt es keinen Artikel, über den nicht diskutiert werden müsste- und sei er noch so banal.
ServicePackXXL 06.12.2012
die artikel über "Das Haus des Schreckens" in duisburg oder das "Gespräch unter Freunden" heute im kanzleramt sind ganz offensichtlich noch banaler als banal, denn dazu darf, äh, kann der geneigte leser [...]
Zitat von MoxieJeden Tag zehntausend Klicks mehr, dieses Pensum wuppen Spon-Redakteure spielend. *In ihrer Welt gibt es keinen Artikel, über den nicht diskutiert werden müsste - und sei er noch so banal.*
die artikel über "Das Haus des Schreckens" in duisburg oder das "Gespräch unter Freunden" heute im kanzleramt sind ganz offensichtlich noch banaler als banal, denn dazu darf, äh, kann der geneigte leser seinen senf nicht beitragen - es gibt keinen link zum forum. wie denn, was denn? spon bringt beiträge, über die zu labern sich gar nicht lohnt, oder sind sie nach meinung der redaktion etwa alles andere als banal, nämlich im gegenteil dazu angetan "unerwünschte" meinungen zu provozieren? wir wissen es nicht. wir können es nicht wissen... . ;-)
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