KarriereSPIEGEL-Adventskalender Schenke lieber unpersönlich
Jeden Tag ein guter Rat, dieses Pensum wuppen Karriere-, Stil- oder Etiketteberater spielend. In ihrer Welt gibt es nichts, was nicht erklärt werden müsste - und sei es noch so banal. Überzeugen Sie sich selbst, im Adventskalender. Heute: Beim Schenken ist Schluss mit lustig.
Darf ich im Bikini zur Arbeit gehen, oder in Badehose? Ist es okay, den Kollegen mit Deo einzusprühen? Und eignet sich ein Hamster als Bürotier? Wahrscheinlich haben Sie sich diese Fragen noch nie gestellt. Beantwortet werden sie trotzdem - von Karriere-, Stil- oder Etiketteberatern. Sie geben jeden Tag alles, um anderen das Leben leichter zu machen. Und dann verstauben ihre Tipps bei uns in der Redaktion.
Schade eigentlich. Wären die Ratschläge halb so banal, wären sie doppelt so sinnvoll. Aber für einen Lacher taugen sie allemal. Wir haben die skurrilsten und pappnasigsten Tipps dieses Jahres gesammelt und im KarriereSPIEGEL-Adventskalender verstaut. Lesen Sie heute:
6. Dezember: Schenke lieber unpersönlich
Tante Annegret bekommt den Norweger-Schal vom Kirchenbasar, Onkel Klaus den Bierkrug, den es 2007 für den Drittplatzierten beim Kegeln gab - aber was schenkt man nur den lieben Arbeitskollegen? An Ideen mangelt es nicht: Bei Teamleiter Torben drängt sich der Gedanke an "Das kleine Arschloch" auf. Und für Sekretärin Gabi wäre Woody Allens "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten" eine sinnvolle Gabe. Oder vielleicht doch eher der Sado-Maso-Schinken "Shades of Grey"?
Imagetrainerin Imme Vogelsang aus Hamburg hat sich über Geschenke im Büro mal so ihre Gedanken gemacht. Und ist zu dem Schluss gekommen: Der Spaß hört schon beim Blumenstrauß auf.
"Geschenke an Geschäftspartner und Kollegen sollten nicht zu persönlich sein", sagt sie. Blumen und Parfum könne höchstens eine Kollegin der anderen schenken. Männer sollten sich eher an Krimis, Romane oder Sachbücher halten. Das darf dann auch ruhig ein Finanzratgeber sein oder das neueste Werk von Peter Scholl-Latour. Denn, so Imagetrainerin Vogelsang: "Selbst wenn der andere bisher kein ausgewiesener Kenner des Themas ist, ist es ein Zeichen der Wertschätzung, ihm das Interesse daran zuzutrauen."
Im Fall von Sekretärin Gabi geht "Shades of Grey" also in Ordnung.
- Dieser Tipp richtet sich an: Geschenkesucher
- Punkte auf der Ach-was-du-nicht-sagst-Skala: 3 von 10
- Wie es danach weitergeht: Nach den Feiertagen werden Sie mit echten Kollegenhasser-Gadgets malträtiert. Der PC wird verrückt spielen, Schaumstoffraketen werden auf Sie niederprasseln und die Buchstaben von Ihrer Tastatur verschwinden.
- 1. Teil: Schenke lieber unpersönlich
- 2. Teil: 5. Dezember: Urlauber einfach mal urlauben lassen
- 3. Teil: 4. Dezember: Wer früher aussteigt, darf länger laufen
- 4. Teil: 3. Dezember: Finger weg vom letzten Keks
- 5. Teil: 2. Dezember: Kaufen Sie Ihre Hemden doch mal passend
- 6. Teil: 1. Dezember: Sorry meine Liebe, aber du stinkst
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