ThemaBürolebenRSS

Alle Artikel und Hintergründe


  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
 

KarriereSPIEGEL-Adventskalender Mit dem Essen spielt man nicht

5. Teil: 11. Dezember: Einfach mal die Klappe halten

Jetzt bitte geschlossen halten - der Aufzug tut's ja auchZur Großansicht
Corbis

Jetzt bitte geschlossen halten - der Aufzug tut's ja auch

Volle fünf Minuten müssen Sie warten, bis der Aufzug kommt. Dann quetscht sich eine ganz Kollegenhorde in die Kabine, allesamt genervt. Mit Mühe kommen Sie an den Knopf für den 13. Stock. Die Schalttafel leuchtet wie ein Christbaum in der Fußgängerzone: Zwischenstopp in der 1, 2, 5, ... das Meeting können Sie sich in die Haare schmieren.

Als Sie denken, schlimmer könne es kaum kommen, dringt eine bekannte Stimme zu ihnen durch: "Na, haben Sie nach unserer Weihnachtssause noch ein Taxi bekommen?", schnarrt es. Tatsächlich: Hinter dem Dicken aus dem Rechnungswesen lugt die Platte von Herrn Schmollinger hervor. Reden will er! Im Aufzug! Geht es noch unverschämter?

Unmöglich! Zumindest Carolin Lüdemann, Karriereberaterin und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat, ist sich da ganz sicher. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold - diese Regel gelte vor allem im Fahrstuhl. Denn: "Die Zeit für ein Gespräch ist einfach zu kurz." Wie man's nimmt, die Fahrt mit Schmollinger ist mit acht Zwischenstopps so lang, dass es für eine Projektpräsentation reicht. Trotzdem: Im Lift sollte man lieber schweigen, findet Lüdemann, "die Gespräche können oft peinlich werden". Meist redeten ja nur zwei Personen - und die anderen Leute im Fahrstuhl hörten zu.

  • Dieser Tipp richtet sich an: Schwatzdrosseln und Labertaschen
  • Punkte auf der Ach-was-du-nicht-sagst-Skala: 7,5 von 10
  • Wie es danach weitergeht: Später spricht Sie der Abteilungsleiter an: "Gute Entscheidung, dass Sie heute morgen nicht im Meeting waren. Was dabei rumgekommen ist, hätte Ihnen selbst der Schmollinger sagen können."

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
Auf anderen Social Networks teilen
  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
insgesamt 6 Beiträge
Spiegelleserin57 15.12.2012
Auch wenn die ersten Zeilen des Artikels so sarkastisch geschrieben sind ist es leider Realität das gutes Benehmen in unserer Gesellschaft weitgehend ein Fremdwort geworden ist. Daher sind die aufgeführten Ratschläge gar [...]
Zitat von sysopJeden Tag ein guter Rat, dieses Pensum wuppen Karriere-, Stil- oder Benimmberater spielend. Sie erklären einfach alles, und sei es noch so banal. Heute im Adventskalender: Nachhilfe von Jüngern der Knigge-Kirche, diesmal in Serviettenkunde. KarriereSPIEGEL-Adventskalender: Knigge im Restaurant - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/karrierespiegel-adventskalender-knigge-im-restaurant-a-872901.html)
Auch wenn die ersten Zeilen des Artikels so sarkastisch geschrieben sind ist es leider Realität das gutes Benehmen in unserer Gesellschaft weitgehend ein Fremdwort geworden ist. Daher sind die aufgeführten Ratschläge gar nicht so aus der Luft gegriffen. Besonders wer Karriere machen möchte sollte ein gutes Benehmen an den Tag legen. Es ist durchaus ein Auswahlkriterium bei Bewerbungen. Im Alltag lege auch ich darauf sehr großen Wert. Rüpel trifft man jeden Tag und die brauche ich nicht in meinem Umfeld. Ein gutes Benehmen zeigt auch den Respekt vor den Mitmenschen. Es ist schon traurig dass so eine Überschrift im Internet erscheint und dass die Grundregeln über Spiegel-online vermittelt werden müssen. Das lernt man eigentlich in der Kinderstube womit wir wieder bei dem leidvollen Thema Kinderbetreuung wären. Interessanterweise gibt es hier wenig Kommentare was auch für sich spricht!
Trondesson 15.12.2012
Sie haben sicherlich recht, was das allgemeine Benehmen der Menschen in der Öffentlichkeit angeht. In der scheinheiligen Geschäftswelt allerdings dient es lediglich dazu, den Schein zu wahren und das Buckeln (nach oben) oder [...]
Zitat von Spiegelleserin57Auch wenn die ersten Zeilen des Artikels so sarkastisch geschrieben sind ist es leider Realität das gutes Benehmen in unserer Gesellschaft weitgehend ein Fremdwort geworden ist. Daher sind die aufgeführten Ratschläge gar nicht so aus der Luft gegriffen. Besonders wer Karriere machen möchte sollte ein gutes Benehmen an den Tag legen. Es ist durchaus ein Auswahlkriterium bei Bewerbungen. Im Alltag lege auch ich darauf sehr großen Wert. Rüpel trifft man jeden Tag und die brauche ich nicht in meinem Umfeld. Ein gutes Benehmen zeigt auch den Respekt vor den Mitmenschen. Es ist schon traurig dass so eine Überschrift im Internet erscheint und dass die Grundregeln über Spiegel-online vermittelt werden müssen. Das lernt man eigentlich in der Kinderstube womit wir wieder bei dem leidvollen Thema Kinderbetreuung wären. Interessanterweise gibt es hier wenig Kommentare was auch für sich spricht!
Sie haben sicherlich recht, was das allgemeine Benehmen der Menschen in der Öffentlichkeit angeht. In der scheinheiligen Geschäftswelt allerdings dient es lediglich dazu, den Schein zu wahren und das Buckeln (nach oben) oder das Treten (nach unten) etwas zu kaschieren. Illusionen macht sich deswegen jedoch keiner.
johannes greve 15.12.2012
Man erkennt jemanden daran ob er gewohnheitsmäßig eine serviette benutzt, dass er sie nach gebrauch nicht zusammenlegt. Das wäre der letzte Punkt.
Zitat von TrondessonSie haben sicherlich recht, was das allgemeine Benehmen der Menschen in der Öffentlichkeit angeht. In der scheinheiligen Geschäftswelt allerdings dient es lediglich dazu, den Schein zu wahren und das Buckeln (nach oben) oder das Treten (nach unten) etwas zu kaschieren. Illusionen macht sich deswegen jedoch keiner.
Man erkennt jemanden daran ob er gewohnheitsmäßig eine serviette benutzt, dass er sie nach gebrauch nicht zusammenlegt. Das wäre der letzte Punkt.
johannes greve 15.12.2012
Nicht umsonst treibt es vielen mitarbeitern den schweiß auf die stirn, wenn sie zu einem geschäftsessen befohlen werden. Spätestens dann merken diese coolen typen wie wichtig eine gute erziehung ist. Aber das ist mit fleiß und [...]
Nicht umsonst treibt es vielen mitarbeitern den schweiß auf die stirn, wenn sie zu einem geschäftsessen befohlen werden. Spätestens dann merken diese coolen typen wie wichtig eine gute erziehung ist. Aber das ist mit fleiß und mühen und einem guten elternhaus verbunden und wird als spießig abgetan. Was würden sie jetzt dafür geben!
Dumb Bunny 15.12.2012
Damit wäre ich dann leider enttarnt, da ich sonst nur Wegwerfservietten verwende. Ich hätte ja nichts gegen Stoffservietten, aber meine Frau würde mir eins husten, bäte ich sie darum. Noch uninteressanter als dieses Thema [...]
Zitat von johannes greveMan erkennt jemanden daran ob er gewohnheitsmäßig eine serviette benutzt, dass er sie nach gebrauch nicht zusammenlegt. Das wäre der letzte Punkt.
Damit wäre ich dann leider enttarnt, da ich sonst nur Wegwerfservietten verwende. Ich hätte ja nichts gegen Stoffservietten, aber meine Frau würde mir eins husten, bäte ich sie darum. Noch uninteressanter als dieses Thema sind aber vielleicht doch Tischgespräche über Dienstwagenausstattungen. Mich z. B. kann man auch vortrefflich anöden, indem man lautstark "witzig" wird, oder von einer Städtereise nur über den dortigen Straßenverkehr zu erzählen weiß. Wo und wie des Dummkopfs Serviette liegt, ist mir dagegen echt schnuppe.
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik KarriereSPIEGEL
alles aus der Rubrik Berufsleben
alles zum Thema Büroleben

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH







Social Networks


TOP