KarriereSPIEGEL-Adventskalender Eins, zwei, Bewerberpolizei
4. Teil: 20. Dezember: Irgendwem geht's immer schlechter
Dieser Tag ist verkorkst. Erst die verbale Steinigung durch den Chef - telefonisch zwar, aber so laut, dass die Kollegen jedes Wort verstehen. Dann die Pralinen von seiner Assistentin. Für den Kollegen Kleinstaller, nicht für Sie. Er habe sich weit über das erwartbare Maß engagiert, säuselt sie. Kleinstaller! Und woher zum Teufel weiß die Kantinenbolognese, dass Sie heute ein weißes Hemd tragen?
Sie sitzen in Ihrer Ecke und brodeln. Es fehlt nicht viel, und gleich platzt Ihre Fontanelle. Oder Sie polieren Kleinstaller die Fresse. Verdient hätte er's, seit er die Leitung der Arbeitsgruppe Betriebssport übernommen hat. Dieser Schleimbeutel, dieser Kriecher, mitten rein!
So weit darf es natürlich nicht kommen. Sie brauchen professionelle Hilfe. Und wo findet man die? Wie bei allen wirklich wichtigen Angelegenheiten gibt es in Deutschland dafür nur eine Antwort: beim TÜV.
Kerstin Reviol ist fachliche Leiterin der Arbeits- und Organisationspsychologie beim TÜV Süd. Ihr Tipp gegen miese Laune: "Fragen Sie sich: Welche Probleme habe ich nicht?" Das finden Sie schwierig zu beantworten? Dann gibt Ihnen Frau Reviol noch zwei Schlagworte als Hilfestellung: "Krankheit und Krieg etwa." Sie sind verblüfft? Na also, dann wirkt's ja!
- Dieser Tipp richtet sich an: Miesepeter
- Punkte auf der Ach-was-du-nicht-sagst-Skala: 7 von 10
- Wie es danach weitergeht: Weil es gestern mit dem Singen so gut geklappt hat, alle im Chor: "Some things in life are bad. They can really make you mad. Other things just make you swear and curse. When you're chewing on life's gristle, don't grumble, give a whistle. And this'll help things turn out for the best. And always look on the bright side of life..."
- 1. Teil: Eins, zwei, Bewerberpolizei
- 2. Teil: 22. Dezember: Vorsicht, Brustflokati
- 3. Teil: 21. Dezember: Nimm diese rote Pappkarte, Kollege
- 4. Teil: 20. Dezember: Irgendwem geht's immer schlechter
- 5. Teil: 19. Dezember: Die Zeit heilt gar nix
- 6. Teil: 18. Dezember: Heute habe ich leider ein Foto für dich
- 7. Teil: 17. Dezember: Kein Schwein ruft mich an
- 8. Teil: 16. Dezember: Trauen Sie keiner Statistik, die Sie nicht selbst gefälscht haben
- 9. Teil: 15. Dezember: Mit dem Essen spielt man nicht
- 10. Teil: 14. Dezember: Sie haben da was...
- 11. Teil: 13. Dezember: Geh doch!
- 12. Teil: 12. Dezember: Zeig her deinen Träger
- 13. Teil: 11. Dezember: Einfach mal die Klappe halten
- 14. Teil: 10. Dezember: Erste Hilfe für Unterkuschelte
- 15. Teil: 9. Dezember: Ein Kompliment, ein Kompliment
- 16. Teil: 8. Dezember: Auch ein öder Job kann Freude machen. Nach Feierabend.
- 17. Teil: 7. Dezember: Niesen nur mit links
- 18. Teil: 6. Dezember: Schenke lieber unpersönlich
- 19. Teil: 5. Dezember: Urlauber einfach mal urlauben lassen
- 20. Teil: 4. Dezember: Wer früher aussteigt, darf länger laufen
- 21. Teil: 3. Dezember: Finger weg vom letzten Keks
- 22. Teil: 2. Dezember: Kaufen Sie Ihre Hemden doch mal passend
- 23. Teil: 1. Dezember: Sorry meine Liebe, aber du stinkst
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