Dieser Tag ist verkorkst. Erst die verbale Steinigung durch den Chef - telefonisch zwar, aber so laut, dass die Kollegen jedes Wort verstehen. Dann die Pralinen von seiner Assistentin. Für den Kollegen Kleinstaller, nicht für Sie. Er habe sich weit über das erwartbare Maß engagiert, säuselt sie. Kleinstaller! Und woher zum Teufel weiß die Kantinenbolognese, dass Sie heute ein weißes Hemd tragen?
Sie sitzen in Ihrer Ecke und brodeln. Es fehlt nicht viel, und gleich platzt Ihre Fontanelle. Oder Sie polieren Kleinstaller die Fresse. Verdient hätte er's, seit er die Leitung der Arbeitsgruppe Betriebssport übernommen hat. Dieser Schleimbeutel, dieser Kriecher, mitten rein!
So weit darf es natürlich nicht kommen. Sie brauchen professionelle Hilfe. Und wo findet man die? Wie bei allen wirklich wichtigen Angelegenheiten gibt es in Deutschland dafür nur eine Antwort: beim TÜV.
Kerstin Reviol ist fachliche Leiterin der Arbeits- und Organisationspsychologie beim TÜV Süd. Ihr Tipp gegen miese Laune: "Fragen Sie sich: Welche Probleme habe ich nicht?" Das finden Sie schwierig zu beantworten? Dann gibt Ihnen Frau Reviol noch zwei Schlagworte als Hilfestellung: "Krankheit und Krieg etwa." Sie sind verblüfft? Na also, dann wirkt's ja!
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