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KarriereSPIEGEL-Adventskalender Warum nicht mal Klingonisch lernen?

Jeden Tag ein guter Rat, dieses Pensum wuppen Karriere-, Stil- oder Benimmberater spielend. Sie erklären einfach alles - und sei es noch so banal. Heute im Adventskalender: Selbst ein öder Job kann viel Freude machen. Nach Feierabend.

Darf ich im Bikini zur Arbeit gehen, oder in Badehose? Ist es okay, den Kollegen mit Deo einzusprühen? Und eignet sich ein Hamster als Bürotier? Wahrscheinlich haben Sie sich diese Fragen noch nie gestellt. Beantwortet werden sie trotzdem - von Karriere-, Stil- oder Etiketteberatern. Sie geben jeden Tag alles, um anderen das Leben leichter zu machen. Und dann verstauben ihre Tipps bei uns in der Redaktion.

Schade eigentlich. Wären die Ratschläge halb so banal, wären sie doppelt so sinnvoll. Aber für einen Lacher taugen sie allemal. Wir haben die skurrilsten und pappnasigsten Tipps dieses Jahres gesammelt und im KarriereSPIEGEL-Adventskalender verstaut. Lesen Sie heute:

8. Dezember: Auch ein öder Job kann nach Feierabend Freude machen

Gelangweilt bei der Arbeit? Schlafen Sie doch einfach mal ne Runde Zur Großansicht
Corbis

Gelangweilt bei der Arbeit? Schlafen Sie doch einfach mal ne Runde

Ihre Arbeitstage ziehen sich wie Kaugummi. Bei Wikipedia haben Sie sich schon systematisch von A wie Annemarie bis G wie Geldbrandkäfer vorgearbeitet. Sie haben sich auf Ebay den Status Powerseller erkämpft, jeden einzelnen Buchstaben ihrer Tastatur mit einem Wattestäbchen gereinigt, und SPIEGEL ONLINE aktualisieren Sie ohnehin im Sekundentakt.

Trotzdem fühlen Sie sich unterfordert. Sie haben das Gegenteil von Burnout, nämlich Boreout. Sie leiden unter Bürostress durch Langweile.

Nun könnte man Ihnen natürlich raten, einfach den Job zu wechseln. Annekatrin Hoppe, Professorin für Arbeitspsychologie an der Berliner Humboldt-Universität, hat aber eine viel bessere Idee: "Betroffene können eine neue Sprache lernen." Das Lernen in der Freizeit fordere den Intellekt des Arbeitnehmers heraus und kompensiere die Unterforderung im Job. Wie? Sie haben Fremdsprachen schon in der Schule gehasst? Dann hat Psychologin Hoppe für Sie einen anderen Tipp: Suchen Sie sich neue Eindrücke im Museum. Oder widmen Sie sich einer anspruchsvollen Sportart.

  • Dieser Tipp richtet sich an: Gelangweilte
  • Punkte auf der Ach-was-du-nicht-sagst-Skala: 10 von 10
  • Wie es danach weitergeht: Ihnen fällt doch noch eine Fremdsprache ein, die Sie schon immer mal lernen wollten: Klingonisch. Das Üben der Kehlkopflaute im Büro macht Spaß; wenn Sie Glück haben, feuert Sie der Chef sogar, und Sie dürfen sich endlich doch einen neuen Job suchen.

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Folter!
oannes 08.12.2012
Danke! Ich kriege jedesmal glatt das Würgen, wenn mir, (60, male) eine piepsige Mickymausstimme mit eloquenter Penetranz und einem süffisanten Lächeln, im Supermarkt, über Lautsprecher erklärt, was ich im Leben alles beachten muss, damit ich heil über die Straße und wieder zuhause ankomme. Dieses "Ratschläge verteilen" ist eine idiotische Idee irgendwelcher Werbefuzzys, die ihre Einkäufe wahrscheinlich von Sklaven erledigen lassen und selbst die von ihnen in Auftrag gegebene Folter noch nie erdulden mussten.
2. Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer periodisch variieren
herr wal 09.12.2012
Zitat von oannesDanke! Ich kriege jedesmal glatt das Würgen, wenn mir, (60, male) eine piepsige Mickymausstimme mit eloquenter Penetranz und einem süffisanten Lächeln, im Supermarkt, über Lautsprecher erklärt, was ich im Leben alles beachten muss, damit ich heil über die Straße und wieder zuhause ankomme. Dieses "Ratschläge verteilen" ist eine idiotische Idee irgendwelcher Werbefuzzys, die ihre Einkäufe wahrscheinlich von Sklaven erledigen lassen und selbst die von ihnen in Auftrag gegebene Folter noch nie erdulden mussten.
Besonders „schön“ finde ich auch: „Bitte achten Sie beim Aussteigen auf den Abstand zwischen Zug und Bahnsteigkante!“ Die Dame kann von Glück sagen, dass sie unsichtbar ist. Dieses zwitschernd-piepsige Gesäusel macht mich nämlich echt aggressiv. Aus der nächsten Generation von Auto-Navis wird es dann wohl tönen: „Bitte drehen Sie beim Erreichen der Kurve das Fahrzeuglenkungsrad in die Richtung des neuen Straßenverlaufs. – Bitte drehen Sie JETZT.“ Aber das sind ja in Wirklichkeit trotzdem alles alte Hüte. Ich erinnere mich noch gut an „Bei Einbruch der Nacht ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen.“ Und: „Wenn der Soldat ins Wasser fällt, hat er selbständig mit Schwimmbewegungen zu beginnen.“ Ich glaub, ich kenne auch den Grund für all dieses: Die Evolution hatte einst die Sprache erfunden, damit das Kauorgan auch in Zeiten des Nahrungsmangels nicht einrostet. Denn zur Informationsübermittlung zwischen den Individuen der Population hätten ja an sich auch Gesten ausgereicht.
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