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KarriereSPIEGEL-Adventskalender Dann geh doch!

11. Teil: 3. Dezember: Finger weg vom letzten Keks

Zuschnappen könnte schlimme Konsequenzen haben Zur Großansicht
dpa

Zuschnappen könnte schlimme Konsequenzen haben

Für die Teilnahme am Meeting gibt's nur ein Argument: die Schokokekse. Ein gutes Argument, denn die leckeren mit der Füllung rückt die Sekretärin nur heraus, wenn der Chef dabei ist. Natürlich greifen alle beherzt zu, einmal, zweimal - und zack: Schon liegt auf dem Teller nur noch ein einsamer Keks. Eine brenzlige Situation, die Fingerspitzengefühl und überlegtes Handeln erfordert. Also: Was tun Sie?

a) Gar keine Frage: Schnappen und runter damit.

b) Die anderen werden sich bestimmt auch nicht trauen. Nach dem Meeting trödele ich einfach so lange herum, bis alle draußen sind, und stopfe mir den Keks unauffällig in den Schlund.

c) Ich frage freundlich: Will jemand den letzten Keks?

d) Ich verkrieche mich in meine mentale Höhle, die mir mein Psychotherapeut bei der letzten Sitzung gezeigt hat, und grüble den Rest des Meetings, warum ausgerechnet ich nie einen Keks abbekomme.

Als in unzähligen Teambuilding-Seminaren geschulter Büromensch wissen Sie natürlich, dass a), b) und d) gar keine guten Optionen sind. Nassforsch, hinterrücks oder gar introvertiert wollen Sie schließlich auf keinen Fall rüberkommen. Also c).

Mööööööööpp.

Das ist auch falsch. Meint zumindest Carolin Lüdemann, Karriereberaterin in Stuttgart und Mitglied im deutschen Knigge-Rat. "Will jemand den letzten Keks?" sei eine scheinheilige Frage, auf die man keine ehrliche Antwort erwarten könne. Damit signalisiere man nämlich, dass man Lust hätte, den Keks zu essen. Und das sei unhöflich. Schokoliebhaber müssen jetzt ganz tapfer sein, denn daraus folgt: Der letzte Keks muss liegenbleiben. Sie sollten das aber positiv sehen: Auch die Reinigungskraft freut sich über eine kleine Stärkung.

  • Dieser Tipp richtet sich an: Schokoholics
  • Punkte auf der Ach-was-du-nicht-sagst-Skala: 4 von 10
  • Wie es danach weitergeht: Ernährungsministerin Ilse Aigner nimmt sich der Sache an und lässt eine App programmieren, mit der in Teams der letzte Keks verlost wird.

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insgesamt 2 Beiträge
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1.
marthaimschnee 13.12.2012
Was manche doch für Probleme haben! Soweit ich weiß, gilt für normal abhängig Beschäftigte - wozu der Berufseinsteiger für gewöhnlich gehört - eine maximale Arbeitszeit von 10 Stunden plus 45 Minuten Pause, die nur in Ausnahmesituationen überschritten werden darf. In meinem Fall kann ich dann mit breitem Grinsen verkünden, daß um 17 Uhr diese Grenze bereits erreicht ist. Hier kann man wirklich mal völlig zu Recht sagen: Der frühe Vogel fängt den Wurm!
2.
Joachim Baum 13.12.2012
Zitat von sysopddpJeden Tag ein guter Rat, dieses Pensum wuppen Karriere-, Stil- oder Benimmberater spielend. Sie erklären einfach alles, und sei es noch so banal. Heute im Adventskalender: Wie Sie den Zeitpunkt für den perfekten Abgang berechnen. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/karrierespiegel-adventskalender-wann-ist-endlich-feierabend-a-872564.html
Ich schau mir zwar so etwas nicht an, bzw. lese es nicht, aber nun wird mir klar, warum man von Zeitgenossen immer mehr Antworten auf immer mehr nicht gestellte Fragen bekommt. Nervig das.
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