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KarriereSPIEGEL-Adventskalender Dann geh doch!

7. Teil: 7. Dezember: Niesen nur mit links

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DPA

Auch Niesen will gelernt sein

Sie haben sich trotz Erkältung ins Büro geschleppt. Das ist sehr nobel von Ihnen, aber Lob dürfen Sie dafür nicht erwarten. Was, wenn sich nun Herr Hofer bei Ihnen ansteckt, so kurz vor der Präsentation, die möglicherweise über seine Beförderung entscheidet? Vermutlich ist Ihnen das egal, oder eigentlich auch ganz recht, schließlich ist die Bilderbuchkarriere dieses verklemmten Schlipsträgers ohnehin unerträglich. Damit wäre dann der Punkt Ansteckungsgefahr abgehakt.

Doch damit ist es nicht getan! Noch lange nicht! Niesen muss nämlich gelernt sein. Etikette-Trainerin Karin Hallinger erklärt Ihnen den Prozess in drei Schritten:

1. Sobald Sie erste Anzeichen eines Kribbelns in der Nase verspüren, wenden Sie vorsorglich Ihrem Chef den Rücken zu. Denn: Sie dürfen auf gar keinen Fall in seine Richtung trompeten. "Das kommt noch aus Zeiten, in denen es einen König gab", erklärt Hallinger. Dahinter stecke der Gedanke, dass es weniger schlimm für die Gemeinschaft ist, wenn ein Rangniedrigerer wegen Krankheit ausfällt. Nach dieser Logik dürfen Sie Kollege Hofer also getrost ein paar Spritzerchen Nasensekret mitgeben - allerdings kommt hier schon die nächste Regel…

2. Heben Sie die Hand. Nein, nicht die rechte, die linke. Halten Sie sie vors Gesicht und niesen Sie hinein. In die linke Hand ist das erlaubt. Aber nur in die. Denn: "Die rechte Hand nimmt man zur Begrüßung", sagt Hallinger.

3. Haaa…tschi. Jetzt dürfen Sie sich auch schnäuzen. Aber bitte verstecken Sie danach sofort wieder die Taschentuchpackung. Und Ihr Nasenspray, die Grippetabletten und was die freundliche Apothekerin Ihnen sonst noch alles in die Tüte geworfen hat. "So etwas auf den Tisch zu stellen, ist unmöglich", sagt Hallinger. Krankheiten seien schließlich kein angenehmes Thema - die Kollegen sollten deshalb nach Möglichkeit damit nicht behelligt werden.

  • Dieser Tipp richtet sich an: Erkältungsopfer
  • Punkte auf der Ach-was-du-nicht-sagst-Skala: 7 von 10
  • Wie es danach weitergeht: Ja, dann bleiben's halt einfach zu Hause und feiern krank. Dann können Sie nach Herzenslust röhren und rechts, links, zusammen oder immer abwechselnd die Hände heben. Wobei: Möglicherweise brauchen Sie schon für den . Und gelten fortan als Mimöschen oder gar als Low Performer. Was das für Folgen hat, erklärt Ihnen dann ein Karriereberater.

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insgesamt 2 Beiträge
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1.
marthaimschnee 13.12.2012
Was manche doch für Probleme haben! Soweit ich weiß, gilt für normal abhängig Beschäftigte - wozu der Berufseinsteiger für gewöhnlich gehört - eine maximale Arbeitszeit von 10 Stunden plus 45 Minuten Pause, die nur in Ausnahmesituationen überschritten werden darf. In meinem Fall kann ich dann mit breitem Grinsen verkünden, daß um 17 Uhr diese Grenze bereits erreicht ist. Hier kann man wirklich mal völlig zu Recht sagen: Der frühe Vogel fängt den Wurm!
2.
Joachim Baum 13.12.2012
Zitat von sysopddpJeden Tag ein guter Rat, dieses Pensum wuppen Karriere-, Stil- oder Benimmberater spielend. Sie erklären einfach alles, und sei es noch so banal. Heute im Adventskalender: Wie Sie den Zeitpunkt für den perfekten Abgang berechnen. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/karrierespiegel-adventskalender-wann-ist-endlich-feierabend-a-872564.html
Ich schau mir zwar so etwas nicht an, bzw. lese es nicht, aber nun wird mir klar, warum man von Zeitgenossen immer mehr Antworten auf immer mehr nicht gestellte Fragen bekommt. Nervig das.
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