Protokolle: Bernd Kramer, Marie-Charlotte Maas, Jonas Nonnenmann und Verena Töpper
Jeanne d'Arc, so will es die Legende, kämmte sich die Haare zurück und zog eine Kutte über, um in den Krieg zu ziehen wie ein Kerl. Heute sind Frauen in der Armee kein Naturereignis mehr - im Gegensatz zu Männern, die mit einer Horde Kinder auf dem Spielplatz spielen, die Frauen die Nägel lackieren oder fremde Wohnungen putzen.
Männer schrauben, lackieren und löten, Frauen schminken, erziehen und pflegen. Das klingt nach Klischee, nach Vorgestern, doch typische Frauen- und Männerberufe gibt es auch noch im Jahr 2011. Auf einen männlichen Erzieher, Kosmetiker oder Krankenpfleger kommen in Deutschland neun Frauen.
Das Statistische Bundesamt hat auf der Basis des Mikrozensus ausgewertet, welche Berufe Männer und Frauen in den vergangen 20 Jahren gewählt haben. Fazit: Seit 1991 hat sich kaum etwas verändert. Trotz aller Debatten über Gleichberechtigung und Initiativen wie dem "Girls Day" unterscheidet sich die Berufswahl von Männern und Frauen immer noch enorm.
Im Jahr 2009 waren 49 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen in Berufen tätig, die zu mehr als 80 Prozent von Menschen des eigenen Geschlechts ausgeübt wurden. Diese Zahlen haben sich auch seit dem Jahr 2000 kaum verändert.
Fünf Männer in typischen Frauenberufen berichten hier, wie sie zu ihrem Job gekommen sind, mit welchen Vorurteilen sie zu kämpfen haben und warum sie trotz blöder Kommentare nicht mehr wechseln möchten:
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