Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

ThemaGehaltsreport - KarriereSPIEGELRSS

Alle Artikel und Hintergründe


 

Lohnunterschiede von Männern und Frauen Schwesig plant Gesetz für transparente Gehälter

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD): Gehälter sollen offenliegen Zur Großansicht
DPA

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD): Gehälter sollen offenliegen

Gehälter sollen künftig für alle öffentlich sein - unabhängig von der Größe des Betriebs. Das plant Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig nach SPIEGEL-Informationen. Wirtschaftsverbände fürchten ein "Klima des Misstrauens".

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will mehr gegen die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen tun. Sie plant ein Gesetz, mit dessen Hilfe sich "möglichst alle Angestellte" über das Gehalt von Kollegen mit gleicher Tätigkeit informieren können. Dies kündigte Schwesig bei ersten Treffen mit Gewerkschaftsvertretern und Spitzenverbänden der Wirtschaft zum Thema Entgeltgleichheit an.

Bislang waren die Wirtschaftsverbände aufgrund der Formulierung im Koalitionsvertrag davon ausgegangen, dass die Regelung nur für Mitarbeiter von Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten gelten soll. Sie lehnen Schwesigs Auslegung des Koalitionsvertrags ab. Eine solche Regelung würde zu einem "Klima des Misstrauens und der Ausforschung" führen, sagt Holger Schwannecke vom Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Vor "starker Unruhe" und "Unfrieden" warnen auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und der Bundesverband der Deutschen Industrie sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Sie befürchten außerdem, dass in zu kleinen Unternehmen der Datenschutz nicht gewahrt werden könnte.

Die Union ist ebenfalls gegen die Pläne der Ministerin: "Solche Ideen sollte sich Frau Schwesig lieber wieder abschminken", sagt Christian von Stetten, Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der Unionsfraktion. Nach Frauenquote, Pflegezeit und Mindestlohn seien die Unternehmer genügend belastet.

Die Bundesfamilienministerin will nun gemeinsam mit den Gewerkschaften eine große Kampagne starten. Im Juni soll es einen Referentenentwurf geben.

Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.

Logo SPIEGEL

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

Den digitalen SPIEGEL finden Sie in den Apps für iPhone/iPad, Android, Windows 8, Windows Phone und als Web-App im Browser.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie im kostenlosen SPIEGEL-Newsletter.

Gehaltsreport 2015

Und so geht's:

  • Die Umfrage richtet sich an Berufstätige aller Branchen, Fachrichtungen und Positionen. Sie beantworten rund 40 Fragen zu Ihrer Gehaltsentwicklung, eventuellen Kürzungen und Perspektiven. Außerdem bitten wir Sie zu statistischen Zwecken um einige Angaben zur Person.
  • Alle Angaben sind streng vertraulich und werden nicht an Dritte weitergegeben. Persönliche Daten (Name, E-Mail-Adresse) werden SSL-verschlüsselt und streng getrennt von den Antworten auf die Gehälterfragen erfasst. Auch die Redaktion des manager magazins und die Mitarbeiter von XING können keine Verbindung herstellen.
  • Nach Abschluss der Aktion senden wir Ihnen auf Wunsch eine individuelle Auswertung als PDF zu, der Sie Ihre persönliche Position im Gehaltsgefüge entnehmen können und die Ihnen als Benchmark innerhalb Ihrer Branche oder Ihres Aufgabenfeldes dienen kann. Diese E-Mail wird automatisiert erstellt, Ihre Daten bleiben vertraulich. Auch die Mitarbeiter von manager magazin und XING haben keine Einsicht in diese E-Mails.

Unter den Teilnehmern werden fünf XING-Premiummitgliedschaften für ein Jahr sowie 10 Jahresabos des manager magazins verlost.

Der Gehaltsreport ist eine Aktion von manager magazin und XING.

Vielen Dank für Ihr Interesse!

Die Befragung für den Gehaltsreport 2015 ist beendet.
Die Ergebnisse finden Sie in der Ausgabe 6/2015 des manager magazins.

Melden Sie sich bei Fragen per E-Mail an: gehaltsreport@manager-magazin.de
Antworten auf häufige Fragen finden Sie auch in den FAQ.

Auf KarriereSPIEGEL, dem gemeinsamen Portal von SPIEGEL ONLINE und manager magazin, finden Sie zahlreiche Artikel, die sich dem Thema Gehalt aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Darunter Interviews mit Experten, Tipps für Gehaltsverhandlungen oder wissenschaftliche Analysen zur Psychologie des Geldes.

isa

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 281 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
marthaimschnee 28.02.2015
Starke Unruhe und Unfireden? Warum hat die Wirtschaft solche Angst davor? Vielleicht weil rauskommt, daß sie sich ständig nörgelnde Low-Performer besser bezahlt, als engagierte Stillhalter, einfach um sie ruhig zu halten? Daß sie einzelne weit über dem Schnitt mit Geld zuschüttet, weil die es geschafft haben, sich irgendwie unentberlich zu machen, oder gar von Leichen im Keller wissen? Haben sie Angst davor, daß die wirklichen Leistungsträger auf die Barrikaden gehen, wenn sie die Gehälter einiger Klötze am Bein kennen, oder gar feststellen, was das Managervolk so nach Hause trägt? Ja, vor sowas sollten sie wohl Angst haben, denn Menschen gegeneinander auszuspielen funktioniert dann weniger gut, dafür richtet sich der Hass dann nach oben!
2. Blinder Aktionismus
Irene56 28.02.2015
Die Gehälter öffentlich machen soll also zum sozialen Frieden beitragen? Wäre es nicht vernünftiger, gezielt Untersuchungen anzustellen, wo denn tatsächlich unterschiedliche Löhne/Gehälter für die GLEICHE Arbeit und die GLEICHE Arbeitszeit gezahlt werden. Da wäre dann auch den Frauen geholfen. Aber Schwesig ist genauso eine Schwätzerin wie ihre beiden Vorgängerinnen es waren.
3. Hierarchische Verhältnisse für immer und ewig!
GinaBe 28.02.2015
Der Ansatz ist ideell, ein guter Wille steckt dahinter, die tatsächlichen Gehaltsunterschiede aufzudecken und publik zu machen. Die Gewerkschaften werden anschließend fordern, diese Differenzen auszugleichen, was auch nach hinten losgehen kann, denn dann werden männliche Gehälter den weiblichen angepasst und nicht anders herum. Wie auch immer diese Unterschiede angelegt werden, liegt die Ursache in der europäisch- christlichen Ideologie. Frauen haben eben zu dienen und nicht selbstständig zu denken, zu arbeiten und zu leben.
4.
großwolke 28.02.2015
Hm... es gab doch kürzlich sogar hier auf dem kostenlosen und für alle Internetnutzer zugänglichen SPON einen netten kleinen Artikel darüber, dass, branchen- und positionsbereinigt, der Gender pay gap bei ca 2 % liegt. Das Gesetz würde also in die von der Ministerin beabsichtigten Richtung gar nicht wirken können, weil es dort nichts zu wirken gibt. Was nicht heißt, dass es nicht allerlei Wirkungen entfalten würde. Die gingen aber in etwas andere Richtungen und wären vielleicht nicht besonders segensreich. Wie sagt man so schön: Wollen ist eines, kriegen etwas anderes. Vielleicht sollte Frau Schwesig nochmal im stillen Kämmerlein darüber nachdenken, dass Wirkung und Intention einer Handlung nicht notwendigerweise in dieselbe Richtung gehen müssen. Auch dann nicht, wenn man es doch gut gemeint hat.
5. Datenschutz?
compass 28.02.2015
Normalerweise werden von der SPD Datenschutzargemente eher zuviel als zu wenig betont. Aber beim Gehalt soll Datenschutz plötzlich keine Rolle mehr spielen? Ja klar doch, wenns der "Gleichberechtigung" dient.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Wo stehen Sie im Vergleich zu Ihren Kollegen und innerhalb Ihrer Branche? Die Ergebnisse des Gehaltsreports 2015 finden Sie in der Ausgabe 6/2015 des manager magazins.
  • Jetzt direkt zur digitalen Ausgabe

Verwandte Themen


Social Networks