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Mitarbeitersuche Ein Viertel der Jobs wird über "Vitamin B" vergeben

Bewerbung im Schutz eines Mentors: Persönliche Kontakte sind oft entscheidend Zur Großansicht
Corbis

Bewerbung im Schutz eines Mentors: Persönliche Kontakte sind oft entscheidend

Persönliche Seilschaften helfen bei der Jobsuche, das zeigt eine aktuelle Studie. Wenn Unternehmen neue Mitarbeiter einstellen, handelt es sich in 25 Prozent der Fälle um Bekannte und Freunde. Dagegen führt Leiharbeit nur selten zu einer regulären Stelle.

Viele Jobs in Deutschland werden über persönliche Kontakte vermittelt. "Vitamin B" war im vergangenen Jahr bei der Besetzung eines Viertels aller offenen Stellen entscheidend. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Dafür befragte das Institut 15.000 Unternehmen.

Ein weiteres knappes Viertel wurde über Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften vergeben. Gut jede siebte Stelle wurde über die Arbeitsagenturen besetzt, fast ebenso häufig steht am Beginn der Zusammenarbeit ein Inserat in einer Internet-Stellenbörse.

Dagegen spielen private Arbeitsvermittler und Inserate von Arbeitsuchenden eine untergeordnete Rolle. Besonders enttäuschend sind die Ergebnisse für die Leiharbeitsfirmen, die stets den sogenannten Klebeeffekt betonen. Demnach bedeutet Leiharbeit eine gute Chance für Arbeitslose, weil sie im Verlauf häufig eine Festanstellung beim Entleihbetrieb angeboten bekommen. Tatsächlich werden so aber nur 2,8 Prozent der Stellen besetzt.

Fast jede dritte Neueinstellung über Angebote im Web

Persönliche Beziehungen gehören nicht nur zu den wichtigsten Mechanismen der Personalsuche, sie sind auch die erfolgversprechendsten. In knapp zwei von drei Anwerbeversuchen über diese Kanäle kam es zur Besetzung der Stelle.

Kleine Unternehmen suchen anders als große, auch das belegt die Studie des IAB. Während Kleinstbetriebe 2010 rund die Hälfte ihrer freien Stellen über persönliche Netzwerke vergaben, war dies bei Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitern nur bei etwa einem Zehntel der Neueinstellungen der Fall. Dort wurden die meisten Posten über Jobofferten im Internet vergeben - fast jede dritte Stelle wurde über diesen Weg besetzt.

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Auch die Anforderungen an die neuen Mitarbeiter haben erheblichen Einfluss auf die Art der Auswahl: Bei Ungelernten wurde jeder dritte Job über persönliche Netzwerke vergeben. Bei den Hochqualifizierten mit Hochschulabschluss stand dagegen das Internet mit ebenfalls einem Drittel an erster Stelle. Jobsuchende mit einer abgeschlossenen Ausbildung fanden mit jeweils rund 20 Prozent etwa gleichermaßen über Zeitungsinserate und persönliche Kontakte eine neue Stelle.

Insgesamt hätten Betriebe und Verwaltungen im vorigen Jahr etwa 3,6 Millionen Beschäftigte neu eingestellt. Etwa 39 Prozent von ihnen seien vorher arbeitslos gewesen.

mamk/dpa/Reuters

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