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Profi-Fußballerinnen Und was machen Sie so beruflich?

Ursula Holl, eine verheiratete Frau

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dapd

Ursula Holl (Jahrgang 1982), Torfrau, Rückennummer 12

Verein: FCR 2001 Duisburg

  • Was bisher geschah:

Sie ist sozusagen Meisterin aller Klassen - Weltmeisterin 2007, doppelte Europameisterin, Uefa-Cup-Siegerin, vierfache deutsche Meisterin, und fünfmal hielt sie schon den DFB-Pokal in den Händen. Nur: Bei den Erfolgen der Nationalmannschaft kam Ursula Holl keine Sekunde zum Einsatz, denn ihr blieb nur die Ersatztorhüterin-Rolle hinter Nadine Angerer. In sechs Jahren DFB-Team absolvierte sie lediglich fünf Spiele, zudem war sie lange verletzt. Niemand zweifelt an ihren Keeper-Qualitäten - spielen wird sie aber wohl nur, wenn Nadine Angerer ausfällt.

Ganz offiziell ist Ursula Holl seit einem Jahr mit ihrer Freundin Carina verheiratet. So ein Outing eines aktiven männlichen Fußballers wäre heute noch spektakulär. Holl sagt, Diskriminierung habe sie "weder im Verein noch von Mitspielerinnen oder von Fans jemals erlebt". Die beiden hatten sich 2006 kennengelernt, als Sportwissenschaftlerin Carina in Frankfurt eine Studie zur Sprintverbesserung durchführte. Aus ihrem Gang zum Kölner Standesamt machen die beiden kein Geheimnis, aber auch keine große Sache - Ursula Holl will als Sportlerin wahrgenommen werden, nicht als Zugpferd der Regenbogen-Bewegung.

  • Ausbildung/Beruf und Plan B:

Nach dem Realschulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Zwecks beruflicher Weiterbildung in ihrer Tätigkeit für die Deutsche Bank absolvierte Holl, die als sehr diszipliniert und organisiert gilt, das Diplom als Bankfachwirtin und begann ein Fernstudium der Ernährungswissenschaften - "ein Steckenpferd, das ich mit professionellem Wissen anreichern will". Darüber hält sie auch Vorträge, vielleicht ein späterer Beruf.

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insgesamt 8 Beiträge
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    Seite 1    
1. Bernd Schröder....
rewerb 27.06.2011
ist doch kein notorischer Mäkler. Er hat nur einen ziemlih klaren Blick darauf, was im deutschen Fussball so alles schief läuft. Solche Leute brauchte es mehr, v.a. auch im Männerbereich.
2. Hallo , nicht der Rede wert
entreotto 27.06.2011
Zitat von sysop. Guck mal, wer da kickt: 22 Steckbriefe von Bundeswehr bis Physiotherapie, von der Stadtkämmerin bis zur Fleischereifachverkäuferin.
es gibt auch Weltmeisterschaften und DM im 100km Lauf, Leute, die neben Beruf noch 200km / Wo trainieren. Dagegen sind Fussballerinnen Faulpelze und eine Ausbildung hat heute fast jeder junge Mensch
3. ...
Rodri 27.06.2011
Uh, mir kommen die Tränen. In wirklich populären Mannschaftssportarten gibt es in unteren Ligen sehr viele Sportler, die viel mehr auf sich nehmen müssen, um ihrem Beruf nachzugehen und gleichzeitig ihren Sport auf hohem Niveau machen zu können. Und da kommen deutlich mehr 500 Zuschauer wie es bei der Frauen-Fußballbundesliga gibt... Mal ganz abgesehen von den armen Schluckern, die ständig bei Olympia antreten und denen auch nicht das Geld hinterher geworfen wird.
4. Oo
stesoell 27.06.2011
Zitat von entreotto[...] und eine Ausbildung hat heute fast jeder junge Mensch
Dieses "fast" ist das besorgniserregende. Alles andere nur Fussball.
5. Schröter besser als Dietrich
tomkey 27.06.2011
Zitat von rewerbist doch kein notorischer Mäkler. Er hat nur einen ziemlih klaren Blick darauf, was im deutschen Fussball so alles schief läuft. Solche Leute brauchte es mehr, v.a. auch im Männerbereich.
Da geb ich Ihnen recht. Er benennt Fakten und Tatsachen ohne diese zu beschönigen. Deswegen "liebt" man ihn so beim DFB. Er ist ein Frauenfußball-Fanatiker im positiven Sinne, besser als FFC Boß Dietrich, der im Frauenfußball seine Gelddruckmaschine gefunden hat. Hier werden Artikel veröffentlicht, ohne den leisesten Schimmer davon zu haben. Wo sind die Schreiber, die sich wirklich mit Frauenfußball auskennen? Für den künstlichen Hype um die WM wird aber auch jeder Mist bei SPON veröffentlicht. Langsam reicht's.
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