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Profi-Fußballerinnen Und was machen Sie so beruflich?

Für Deutschlands Nationalspielerinnen ist Fußball längst mehr als ein Hobby. Trotzdem haben fast alle eine Ausbildung, einen Zweitberuf, oft auch einen Plan B für später. Guck mal, wer da kickt: 22 Steckbriefe von Bundeswehr bis Physiotherapie, von der Stadtkämmerin bis zur Fleischereifachverkäuferin.

Nadine Angerer (links) mit Birgit Prinz Zur Großansicht
AFP

Nadine Angerer (links) mit Birgit Prinz

Nadine Angerer (Jahrgang 1978), Torfrau, Rückennummer 1

Verein: 1. FFC Frankfurt

  • Was bisher geschah:

Ihre Bilanz bei der WM 2007 war verblüffend makellos - als die deutschen Frauen den Titel holten, ließ Nadine Angerer keinen einzigen Treffer zu. Ein Rekord, das gelang weiblichen wie männlichen WM-Torhütern nie zuvor. Im Finale hielt "Natze", so ihr Spitzname, auch einen Elfmeter von Brasiliens Star Marta. Bei Olympia in China 2008 kassierte sie im Halbfinale gegen Brasilien dann gleich vier Treffer, hielt aber in allen anderen Spielen den Kasten einschlagfrei.

"Für mich ist jedes Gegentor eine persönliche Niederlage", sagte sie jüngst der "Süddeutschen Zeitung". Die Doppel-Weltmeisterin und vierfache Europameisterin, die sich einst per Los gegen den Handball und für den Fußball entschied, ist bei der WM gesetzt - sie ist und bleibt die Nummer eins.

  • Ausbildung/Beruf und Plan B:

Angerer absolvierte 1999 in Giesing ihr Fachabitur, begann zunächst eine Ausbildung zur Kamerafrau, lernte dann den Beruf der Veranstaltungstechnikerin und absolvierte ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin. Als drittälteste Spielerin im deutschen Team will sie mindestens noch bis Olympia 2012 durchhalten, kann sich auch ein Engagement in den USA, Australien oder England vorstellen. Sponsoring-Verträge hat sie mit Adidas und einem Mittelständler.

Nadine "Nicht ohne meine Mütze" Angerer ist vielseitig interessiert; sie fotografiert, reist und taucht zum Beispiel gern, hört Reggae und Ska, gehört eher zur Partyfraktion. Das Magazin "Kicker" beschrieb sie als "angenehm verpeilt", manche nennen sie "das St. Pauli der Nationalmannschaft". Eine Arbeit später als Clubmanagerin kann Angerer sich kaum vorstellen - "wenn ich bei einem Verein spiele, will ich zwar auch wissen, wie er funktioniert. Aber ich glaube, ich wäre keine gute Managerin, was finanzielle Dinge angeht".

Erst einmal träumt sie davon, nach der Karriere mit einem eigenen Bus durch Afrika zu fahren. Kann sein, dass aus ihrem Hang zum Reisen sogar ein Beruf wird. Vielleicht Tauchlehrerin. Oder: "Es ist tatsächlich eine Idee von mir, irgendwo in Afrika einmal ein Backpacker-Hotel aufzumachen. Da hätte ich Bock drauf." Oder: eine Torwartschule. Oder: etwas ganz anderes. Die Ideen werden Nadine Angerer kaum ausgehen.

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insgesamt 8 Beiträge
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    Seite 1    
1. Bernd Schröder....
rewerb 27.06.2011
ist doch kein notorischer Mäkler. Er hat nur einen ziemlih klaren Blick darauf, was im deutschen Fussball so alles schief läuft. Solche Leute brauchte es mehr, v.a. auch im Männerbereich.
2. Hallo , nicht der Rede wert
entreotto 27.06.2011
Zitat von sysopFür Deutschlands Nationalspielerinnen ist Fußball längst mehr als ein Hobby. Trotzdem haben fast alle eine Ausbildung, einen Zweitberuf,*oft auch einen Plan B für später. Guck mal, wer da kickt: 22 Steckbriefe von Bundeswehr bis Physiotherapie, von der Stadtkämmerin bis zur Fleischereifachverkäuferin. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,770408,00.html
es gibt auch Weltmeisterschaften und DM im 100km Lauf, Leute, die neben Beruf noch 200km / Wo trainieren. Dagegen sind Fussballerinnen Faulpelze und eine Ausbildung hat heute fast jeder junge Mensch
3. ...
Rodri 27.06.2011
Uh, mir kommen die Tränen. In wirklich populären Mannschaftssportarten gibt es in unteren Ligen sehr viele Sportler, die viel mehr auf sich nehmen müssen, um ihrem Beruf nachzugehen und gleichzeitig ihren Sport auf hohem Niveau machen zu können. Und da kommen deutlich mehr 500 Zuschauer wie es bei der Frauen-Fußballbundesliga gibt... Mal ganz abgesehen von den armen Schluckern, die ständig bei Olympia antreten und denen auch nicht das Geld hinterher geworfen wird.
4. Oo
stesoell 27.06.2011
Zitat von entreottoes gibt auch Weltmeisterschaften und DM im 100km Lauf, Leute, die neben Beruf noch 200km / Wo trainieren. Dagegen sind Fussballerinnen Faulpelze und eine Ausbildung hat heute fast jeder junge Mensch
Dieses "fast" ist das besorgniserregende. Alles andere nur Fussball.
5. Schröter besser als Dietrich
tomkey 27.06.2011
Zitat von rewerbist doch kein notorischer Mäkler. Er hat nur einen ziemlih klaren Blick darauf, was im deutschen Fussball so alles schief läuft. Solche Leute brauchte es mehr, v.a. auch im Männerbereich.
Da geb ich Ihnen recht. Er benennt Fakten und Tatsachen ohne diese zu beschönigen. Deswegen "liebt" man ihn so beim DFB. Er ist ein Frauenfußball-Fanatiker im positiven Sinne, besser als FFC Boß Dietrich, der im Frauenfußball seine Gelddruckmaschine gefunden hat. Hier werden Artikel veröffentlicht, ohne den leisesten Schimmer davon zu haben. Wo sind die Schreiber, die sich wirklich mit Frauenfußball auskennen? Für den künstlichen Hype um die WM wird aber auch jeder Mist bei SPON veröffentlicht. Langsam reicht's.
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