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Vollstrecker für Bosse Der Betriebsrätefresser

Rechtsanwalt Helmut Naujoks: Spezialisiert auf Kündigung von "Minderleistern" Zur Großansicht
picture alliance/ ZB

Rechtsanwalt Helmut Naujoks: Spezialisiert auf Kündigung von "Minderleistern"

Kommt es hart auf hart, erledigen Spezialisten die Drecksarbeit für Firmen, die schwer kündbare Angestellte schassen wollen. Solch ein ausgebuffter Profi-Bösewicht ist Helmut Naujoks. Seine Gegner werfen dem Rechtsanwalt vor, Drehbücher der Eskalation zu verfassen - und Anleitungen zum Mobbing.

Rechtsanwalt Helmut Naujoks macht es seinen Gegnern nur in einem Punkt leicht: Er liefert ihnen das perfekte Feindbild. Ein massiger Mann mit streng zurückgekämmtem grauen Haar, immer im Anzug und mit tadellos gebundener Krawatte. Ein Aufzug, bei dem nur noch die goldene Uhrenkette und ein Siegelring fehlen: So muss sich ein eingefleischter Gewerkschafter einen richtigen Pfeffersack vorstellen - oder den Anwalt eines Pfeffersacks.

Helmut Naujoks ist spezialisiert auf Arbeitsrecht, er vertritt ausschließlich und aus großer Überzeugung Arbeitgeber. Sein Spezialgebiet: das rechtssichere Kündigen von eigentlich unkündbaren Mitarbeitern - Betriebsräte, Schwangere, Behinderte. In Seminaren für Chefs und Personaler gibt er die juristischen Tricks und Kniffs solcher Kündigungen weiter.

Für Naujoks herrscht in Deutschland ein fatales Schwarzweiß-Denken: auf der einen Seite die geknechteten Arbeitnehmer, auf der anderen Seite die Arbeitgeber, denen es angeblich nur noch um Profite geht, auf Kosten ihrer Angestellten.

In Naujoks' Augen sieht die Realität ganz anders aus: Da ist auf der einen Seite der hart arbeitende Firmenpatriarch, der das Beste für sein Unternehmen will und Arbeitsplätze schafft. Und auf der anderen Seite ein Arbeitsrecht, das Faule und Querulanten schützt, Betriebsräte, die nur ihre Privilegien verteidigen und die Belegschaft aufwiegeln, und schließlich Gewerkschaften, die das Unternehmertum am Gängelband halten mit immer utopischeren Forderungen.

"Man muss sich für eine Seite entscheiden"

"Aber wo wären wir in unserem Land ohne Arbeitgeber?", fragt Naujoks. "Wer Arbeit schafft, verdient allerhöchsten Respekt." Respekt - den habe er übrigens durchaus für seine Anwaltskollegen, die sich wiederum ganz der Sache der Arbeitnehmer verschreiben. Aber sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer vertreten - für Naujoks undenkbar. "Man muss sich einfach für eine Seite entscheiden, sonst ist man nicht glaubwürdig."

Spricht man mit Christina Frank von der Gewerkschaft Verdi über Rechtsanwalt Naujoks, kann sie kaum ein körperliches Unbehagen verbergen, das ihr der Name des Anwalts zu bereiten scheint. Sie ist in der Gewerkschaft zur "Naujoks-Expertin" geworden und beschäftigt sich täglich mit den Methoden des Anwalts - und vor allem mit dessen Opfern. Denn manch einer, der von ihm einmal juristisch traktiert wurde, habe mit üblen Folgen zu rechnen: Depression, psychische Erschöpfung, Tinnitus, Bandscheibenvorfall.

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Analyse von Mobbingfällen: Experten zeigen Fehler auf
Christina Frank nennt Dutzende Beispiele von aktiven und engagierten Betriebsräten, die nach der juristischen Auseinandersetzung mit Helmut Naujoks zu kranken und sozial isolierten Nervenbündeln geworden sein sollen. Die Gewerkschafterin ist sich sicher: Firmen, die ihren Betriebsrat loswerden wollen und zu diesem Zweck Naujoks engagieren, bekommen mehr als nur die übliche juristische Beratung.

Eskalation nach Drehbuch

Naujoks wisse genau, wie man einem unliebsamen Arbeitnehmer das Leben so zur Hölle mache, dass er schließlich von selbst aufgebe und das Unternehmen verlasse, so Frank. Die Eskalation folge dabei möglicherweise dem folgenden Drehbuch:

Schritt 1: Die Unternehmensführung fordert den Betriebsrat auf, sich von der Gewerkschaft zu distanzieren. Was will man auch mit den fremden Störenfrieden im Haus? Verweigert sich der Betriebsrat dieser Aufforderung, verweigert im Gegenzug die Unternehmensführung die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat. In Einzelgesprächen werden die Mitglieder des Betriebsrats angehalten, sich von der Gewerkschaft zu lösen.

Schritt 2: Die Firmenleitung organisiert Mitarbeiterversammlungen, deklariert als "Angebot zum offenen Dialog". Tatsächlich soll es vor allem darum gehen, den Betriebsrat zu demontieren. Hat der nicht schon seit langem nur noch seine eigenen Privilegien im Blick und nicht etwa die Interessen der Firma und der Angestellten? Und ist den hart arbeitenden Angestellten eigentlich klar, wie viel Geld der Betriebsrat die Firma kostet - Geld, das schließlich von der Belegschaft erwirtschaftet werden muss?

Schließlich wird eine Unterschriftenliste in Umlauf gegeben, mit der Forderung nach Absetzung und Neuwahlen des Betriebsrates. Der Grund: Das Vertrauensverhältnis zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat sei irreparabel zerstört. Und ein Betriebsrat, der nicht die Interessen des Unternehmens vertritt, vertritt auch nicht die Interessen der Beschäftigten und gefährdet damit Arbeitsplätze. Wer nicht unterschreiben will, wird von seinen Vorgesetzten im persönlichen Gespräch dazu "ermutigt".

"Steig aus, solange du noch kannst"

Schritt 3: Die Unternehmensführung beschäftigt den Betriebsrat mit immer neuen Eingaben und Aufforderungen zur Stellungnahme und setzt dabei immer kürzere Fristen. Oder sie übergeht das Mitbestimmungsrecht und provoziert damit bewusst Gerichtsprozesse. Für ihre eigentliche Arbeit bleibt den Betriebsräten kaum noch Zeit, und die Belegschaft bekommt den Eindruck, die Betriebsräte beschäftigten sich nur noch mit sich selbst. Einzelne Mitglieder werden in Personalgesprächen unter Druck gesetzt und darüber informiert, dass man ihre Betriebsratsarbeit als Schädigung des Unternehmens ansehe. Der Tenor: "Steig aus, so lange du noch kannst!"

Schritt 4: Die Unternehmensführung sucht gezielt nach Möglichkeiten, den Betriebsrat abzumahnen oder anzuzeigen etwa wegen kleiner Fehler in Reisekostenabrechnungen, angeblicher Beleidigung Vorgesetzter, Schädigung des Betriebsfriedens. Die Mahnschreiben oder Anzeigen werden gern freitags zugestellt. Die Betroffenen sollen schließlich kein erholsames Wochenende haben.

Schritt 5: Schließlich werden Betriebsratsmitglieder mit rasch aufeinanderfolgenden fristlosen Kündigungen überzogen und gleichzeitig auf Schadensersatz in Millionenhöhe verklagt.

Auch wenn keine der Kündigungen und Schadensersatzklagen vor Gericht Bestand hat und die Betroffenen sämtliche Prozesse gewinnen: Man muss schon aus sehr hartem Holz geschnitzt sein, um angesichts von Dutzenden direkt aufeinanderfolgenden fristlosen Kündigungen und existenzgefährdenden Geldforderungen die Nerven zu behalten und sich nicht gleich freiwillig einen neuen Job zu suchen.

Kafkaeske Drohkulisse

Schritt 6: Die Unternehmensleitung setzt einen Detektiv auf die Betriebsräte an - und zwar möglichst so, dass diese Schnüffelei auch bemerkt wird. Während sich die Betroffenen immer mehr verfolgt und unter Druck gesetzt fühlen, reagiert das persönliche Umfeld in der Regel ungläubig. Sind das nicht alles nur Spinnereien, die Geschichten von abgehörten Telefonen, abgefangenen E-Mails und dem Auto, das einem überallhin folgt? Leidet da einer an Verfolgungswahn, will der sich gar wichtig machen?

Privatdetektive sind auch hilfreich beim Finden von Kündigungsgründen. Die Strategie ist klar: Hier geht es gar nicht darum, mit juristischen Mitteln den Kündigungsschutz von Betriebsräten auszuhebeln, sondern darum, unbequeme Mitarbeiter durch eine kafkaeske Drohkulisse zu jagen. In der Firma isoliert, vom privaten Umfeld für einen Spinner gehalten, konfrontiert mit immer neuen Gerichtsprozessen und bedroht vom finanziellen Ruin, knicken auch die härtesten Arbeitnehmervertreter irgendwann ein.

Berüchtigt wurde der Fall des süddeutschen Netzbetreibers Kabel BW: Vertreten durch Helmut Naujoks hatte das Unternehmen rund 150 Gerichtsprozesse gegen seinen Betriebsrat geführt. Der ehemalige Betriebsratsvorsitzende Roland Renger erzählt: "Unter diesen Kündigungen war auch eine Kollegin, die im achten Monat schwanger und seit fünf oder sechs Jahren Betriebsrätin war. Obwohl wir sie vorgewarnt hatten, dass da was kommt und sie es nicht so ernst nehmen soll, musste sie dann mit vorzeitigen Wehen ins Krankenhaus." Kabel BW verlor alle Prozesse. Dennoch verließen die - juristisch voll rehabilitierten - Betriebsräte beinahe geschlossen das Unternehmen: Sie waren dem Druck nicht länger gewachsen.

Immer wieder kündigen ist legal

Auch andere Naujoks-Opfer berichten von Schikanen, die sie während der Auseinandersetzung mit ihren Arbeitgebern durchleben mussten. Die Betriebsrätin eines westdeutschen Mittelständlers erklärt: "Ich konnte nachts nicht mehr schlafen, einmal bin ich aufgewacht und habe zu meinem Freund gesagt: 'Fahr mich ins Krankenhaus, ich glaub, ich bekomme einen Herzinfarkt.' Ich war 25 und habe gedacht, das Leben ist vorbei!" Eine weitere Betriebsratsvorsitzende berichtet: "Mir wurde schlecht, wenn ich auf den Parkplatz meines Unternehmens fuhr. Bevor ich an meinen Arbeitsplatz gehen konnte, war ich oft auf der Toilette und musste mich morgens übergeben. Manchmal habe ich mich in meinem Büro eingeschlossen, weil ich Angstzustände hatte. Was Herr Naujoks macht, ist meines Erachtens Psychoterror."

Die Vorwürfe der Gewerkschaft, mit seinen Methoden Persönlichkeiten zu brechen und nach einem "Drehbuch" zu arbeiten, weist Naujoks weit von sich. "Ich kann verstehen, dass so ein Gerichtsprozess von den Beklagten persönlich als hart erlebt wird. Aber wenn man mal in die Akten schaut und die Faktenlage betrachtet, ergibt sich oft ein viel nüchterneres Bild", sagt er.

Es ist vollkommen legal, einen Angestellten immer und immer wieder fristlos zu kündigen - er kann ja vors Arbeitsgericht ziehen und dort sein Recht einklagen. Es ist auch legal, einen Arbeitnehmer von Detektiven beschatten zu lassen und ihm anschließend die Kosten dafür in Rechnung zu stellen, sollten die Ermittler tatsächlich einen nicht korrekt abgerechneten Pfandbon und damit einen Kündigungsgrund finden.

Ratgeberbuch mit Mobbing-Anleitung

Ein ganzes Kapitel widmet Naujoks in seinem Buch "Kündigung von Unkündbaren" dem Thema Mobbing - seiner juristischen Definition, wie Mobbing genau funktioniert, den Zermürbungsstrategien, mit denen Arbeitgeber unliebsame Mitarbeiter traktieren, und den Problemen der Opfer, die Schikanen nachzuweisen. Dies alles belegt der Autor mit Gerichtsurteilen und Fallbeispielen und garniert es mit dezenter moralischer Distanzierung.

Scheinbar stellt er sich auf die Seite des gemobbten Arbeitnehmers - in einem Buch, das Firmenchefs und Personalleitern als Ratgeber dienen soll, wie sie den Kündigungsschutz aushebeln. Wer will, kann diese Passagen aber auch anders lesen: Als gezielte Anleitung zum Mobbing - inklusive der juristischen Fallstricke, die man beim professionellen Mobben tunlichst umgehen sollte.

Eins muss man Helmut Naujoks zugute halten: Er ist kein Opportunist. Was er tut, tut er aus "tiefster innerer Überzeugung", wie er im persönlichen Begrüßungsvideo auf seiner Website betont - und er versteckt sich nicht. Oft sieht man ihn in Talkshows, bei Anne Will und Frank Plasberg war er schon zu Gast, um seinen Standpunkt zu vertreten.

Natürlich ist ihm bewusst, dass er in solchen Shows die Rolle des Bösewichts besetzen soll. Er spielt das Spiel gern mit, lächelt maliziös, gibt sich geradezu väterlich, während die ebenfalls geladenen Gewerkschaftsvertreter hyperventilieren vor Empörung. Sein Erfolg gibt ihm recht: Die Geschäfte von Helmut Naujoks scheinen glänzend zu laufen.


Der Text ist ein gekürztes Kapitel aus Christian Essers und Alena Schröders Buch "Die Vollstrecker. Rausschmeißen, überwachen, manipulieren - wer für Unternehmen die Probleme löst".

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 237 Beiträge
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    Seite 1    
1. Dieser Mann..
acusticusneurinom 05.04.2012
Zitat von sysopKommt es hart auf hart... Eins muss man Helmut Naujoks zugute halten: Er ist kein Opportunist. Was er tut, tut er aus "tiefster innerer Überzeugung", wie er im persönlichen Begrüßungsvideo auf seiner Website betont - und er versteckt sich nicht. Oft sieht man ihn in Talkshows, bei Anne Will und Frank Plasberg war er schon zu Gast, um seinen Standpunkt zu vertreten. Natürlich ist ihm bewusst, dass er in solchen Shows die Rolle des Bösewichts besetzen soll. Er spielt das Spiel gern mit, lächelt maliziös, gibt sich geradezu väterlich, während die ebenfalls geladenen Gewerkschaftsvertreter hyperventilieren vor Empörung. Sein Erfolg gibt ihm recht: Die Geschäfte von Helmut Naujoks scheinen glänzend zu laufen. (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,825792,00.html)
..ist eine Schande für den ganzen Berufsstand. Für Richter, Fachanwälte für Arbeits- und Sozialrecht. Ein Fall für einen guten Therapeuten, bei diesem Geltungsbedürfnis.
2. Netter Typ
paradiddlediddle 05.04.2012
Zitat von sysopKommt es hart auf hart, erledigen Spezialisten die Drecksarbeit für Firmen, die schwer kündbare Angestellte schassen wollen. Solch ein ausgebuffter Profi-Bösewicht ist Helmut Naujoks. Seine Gegner werfen dem Rechtsanwalt vor, Drehbücher der Eskalation zu verfassen - und Anleitungen zum Mobbing. Vollstrecker für Bosse: Der Betriebsrätefresser - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,825792,00.html)
ist doch ein netter sympathischer Typ auf dem Bild, oder? Der kann doch keiner Fliege was zu Leide tun... Zu verurteilen sind diejenigen, die solche Dienste anheuern und bezahlen!
3. Angebot und Nachfrage...
muwe6161 05.04.2012
... ich sehe da kein Problem. Die Offenlegung der Strategie stärkt die Betriebsräte. Eine Kopie dieses Artikels an alle Mitarbeiter wenn Vollstrecker, oder deren Nachahmer, gesichtet werden. Eine gewisse Härte sollte ein Betriebsrat dann schon haben. Oder einem Kollegen Platz machen, welcher härtere Bandagen erträgt. Eine gewisse "Kriegskunst" sollte in der Schulung angehender Betriebsräte schon enthalten sein.
4. Symptom
xzz 05.04.2012
Das Resultat einer Fülle von Regelungen und gesetzlicher Gängelung. Wie Zeitarbeit auch ist der (an sich völlig unproduktive) Berufsstand dieses Mannes (aber auch der Gewerkschaften und ihrer Anwälte) ein Symptom des unbegrenzten Kündigungsschutzes. Ich kann mir nicht vorstellen, das Arbeitnehmer in Dänemark mit ähnlichem zu tun haben.
5. Dicke Kinder waren schon immer Außenseiter
levitian 05.04.2012
Warum den Wohlgenährten nicht selber mobben? Nachschauen, wo der Typ wohnt und ihn ständig begleiten. Ihm immer und überall deutlich sagen, was man von solchen Schwachmaten wie ihm hält, ihm keine Ruhe mehr gönnen, Tag und Nacht. Einfach seine Strategie ihm gegenüber anwenden. Im übrigen ist der Typ nicht ausgebuffed, sondern ekelerregend!
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  • Thomas Koy
    Christian Esser, Redakteur beim ZDF-Magazin "Frontal21", ist spezialisiert auf investigative Recherche. Alena Schröder absolvierte die Henri-Nannen-Schule und arbeitet als freie Autorin in Berlin. Zusammen haben sie das Sachbuch "Die Vollstrecker" über die "wahren Aufräumer der deutschen Wirtschaft" veröffentlicht.
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