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Standesbeamtin vs. Scheidungsanwältin Du traust, ich scheide

3. Teil: Standesbeamtin und Scheidungsanwältin- die beiden Jobs im Überblick

Standesbeamtin Scheidungsanwältin
Darum geht es:

Ehepartner beraten, Ehen schließen
Darum geht es:

Ehepartner beraten, Ehen scheiden; außerdem Eheverträge entwerfen, Interessen vertreten
Arbeitsplatz:

Standesamt
Arbeitsplatz:

Kanzlei, Gericht
Typische Aufgaben:

Verwaltungstätigkeit, Beratungsgespräche, Trauungen
Typische Aufgaben:

Beratungsgespräche, Verhandlungen bei Gericht führen
Ist nichts für Leute, die...

...nicht an die Ehe glauben.
...keine Tränen sehen können.
Ist nichts für Leute, die...

...Auseinandersetzungen scheuen.
...keine Tränen sehen können.
Das Schöne am Beruf:

Man kann täglich etwas Gutes für die Menschen tun. Man trifft die Kundschaft an einem Tag, an den sie sich gern erinnern.
Das Schöne am Beruf:

Man kann täglich etwas Gutes für die Menschen tun. Der Job ist sehr abwechslungsreich und juristisch anspruchsvoll, weil man in mehreren Rechtsgebieten wie Familien-, Sozial-, Arbeits- und Gesellschaftsrecht arbeiten muss.
Schattenseiten:

Jeden Tag Hochzeitsgedöns, das muss man erstmal abkönnen. Ansonsten: keine.
Schattenseiten:

Jeden Tag Drama, das muss man erstmal abkönnen. Ansonsten: Man muss schnell handeln und weiß morgens oft nicht, woran man abends arbeiten wird.
Das müssen Bewerber mitbringen:

Unter anderem Eigeninitiative und die Fähigkeit, sich gut auszudrücken und Dinge schnell aufzufassen.
Das müssen Bewerber mitbringen:

Fundierte Rechtskenntnisse im Familienrecht, Neugier und gute Nerven.
So wird man es:

Vorausgesetzt wird meistens ein erfolgreich abgeschlossenes Studium einer Fachhochschule mit Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt.
So wird man es:

Abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaft.
Verdienst:

Zwischen 27.000 Euro und 40.000 Euro im Jahr
Verdienst:

Zwischen 35.000 und 150.000 Euro im Jahr

  • KarriereSPIEGEL-Autorin Kristin Haug (Jahrgang 1982) ist freie Journalistin in Hamburg und absolvierte zuvor die Deutsche Journalistenschule in München.

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insgesamt 17 Beiträge
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    Seite 1    
1.
!!!Fovea!!! 22.01.2013
Zitat von sysopBeide arbeiten mit Paaren - die eine traut sie, die andere trennt die Partner wieder. Standesbeamtin Angelika Barg und Familienanwältin Eva Becker geben der Liebe Aktenzeichen. Über einen Arbeitsalltag zwischen Brautstrauß und Rosenkrieg berichten die beiden im Jobdoppel. Scheidungsanwalt und Standesbeamter: Das Geschäft mit der Liebe - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/scheidungsanwalt-und-standesbeamter-das-geschaeft-mit-der-liebe-a-878800.html)
Na ja, die Standesbeamtin wird wohl nicht so viel Profit einstreichen wie ein/eine Rechtsanwalt/in, deren Einkommen sich nach dem Wert Streitwert richtet. D. h., ein Rechtsbeistand ist möglichst immer daran interessiert viel herauszuschlagen aus einer Trennung und schürrt automatisch den Trennungskrieg, daher müsste es noch mehr festgelegte Sätze bei Trennungen für Anwälte geben, ganz einfach.
2. das Beste ist...
julia-s12345 22.01.2013
nicht zu heiraten. Bei der Scheidugnsrate. Interessant wäre es für mich, alle die Paare, die geheiratet haben, als Standesbeamtin alle 10 Jahre wieder zu sehen.
3. Seit wann...
hman2 22.01.2013
Zitat von sysopBeide arbeiten mit Paaren - die eine traut sie, die andere trennt die Partner wieder.
...werden Ehen von Scheidungs*anwälten* geschieden? Ich dachte immer, dass dies Richtern vorbehalten wäre?
4. Abkassieren, wo es nur geht
vrdeutschland 22.01.2013
Vor allem die "Beratung" ist den Anwälten gaaaanz wichtig, sprich: dem unterhaltsberechtigten mal alles vorrechnen, was er denn so rausschlagen kann. Danach rechnet sich auch das Honorar des Anwälts. Aber keine Bange, liebe Anwälte. Die Anwaltspflicht bei Scheidungen bleibt ganz sicher dank Eurer lobby erhalten, 180.000 Scheidungen im Jahr läßt man sich doch nicht durch die Lappen gehen. Erstaunlich, daß man bei der Eheschließung weder Beratung, noch ein "Zusammenlebejahr" oder ähnliches braucht. Man kann nach einer Woche im kompletten Suff die Ehe eingehen. Wer heute noch heiratet, muß das wohl auch sein...
5.
marga_rita 22.01.2013
Ein schönes Beispiel, dass hier in Deutschland Arbeitsplätze nach Familienhistorie und nicht nach Qualifikation vergeben werden. Aber über diese rückständigen Inder mit ihrem Kastensystem kann man ja trotzdem die Nase rümpfen.
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