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07. November 2011, 11:55 Uhr

Stromberg-Quiz

Versteh den Chef

Chef sein ist eine Lebenseinstellung. Niemand weiß das besser als TV-Fiesling Bernd Stromberg, Großmeister der Peinlichkeit. Ab Dienstag laufen die neuen Folgen. Schikanieren auch Sie gern Ihre Mitarbeiter, die Amöben? Dann beweisen Sie im Test, dass Sie das Zeug zum Bürodiktator haben.

Verehrte Arbeitnehmer und Angestellte,
sehr geehrte Arbeitgeber und Chefs,
liebe Leser,

für die, die mich noch nicht kennen: Stromberg. Bernd Stromberg. Chef, Fernsehstar und Menschenfreund. Mit vollem Körpereinsatz in der Schadensregulierung einer Versicherungsgesellschaft tätig. Genauer: in der "Capitol".

In erster Linie bin ich da natürlich Chef. Chef sein ist eine super Sache. Man hat eigentlich nur Vorteile, vor allem beruflich. Da ich trotzdem den guten Draht zu den mir unterstellten Mitarbeitern nie verloren habe, bin ich wie geschaffen für die Aufgabe, die Sprache der Chefs zu übersetzen. Im Arbeitsalltag kommt es ja doch sehr gerne mal zu Missverständnissen. Der Chef sagt das Eine, und der Mitarbeiter versteht das Falsche.

Wir sind keine Monster, die von der Firmenspitze dafür bezahlt werden, es den Mitarbeitern so schwer wie möglich zu machen. Also, wir werden nicht ausschließlich dafür bezahlt. Hm. Na ja, wie auch immer.

Im Folgenden werden Sie sehr oft lesen, dass es um "DEN Chef" geht. Selbstverständlich weiß ich als aufgeklärter, moderner Chef, dass es auch weibliche Chefs gibt. Also, weiblich nicht im Sinne von "Mein Chef färbt sich die Haare" oder "Mein Chef hat wieder ganz zauberhafte Zitronen-Eclairs für alle gebacken", sondern im Sinne von "Mein Chef ist eine Frau".

Frauen sind ganz wunderbare Chefs, ich persönlich habe immer und ausschließlich sehr gute Erfahrungen mit Frauen gemacht, die man mir im Laufe meiner Tätigkeit in der "Capitol" vorgesetzt hat. Ich respektiere also Frauen, auch in Chefpositionen, und möchte alle Frauen bitten, das in ihren hübschen Hinterköpfen zu behalten. Sofern da noch Platz ist, zwischen den ganzen Rezepten und Cellulite-Verteidigungs-Tricks.

Wenn Sie nach dem Quiz alle ein, zwei Wochen mal ein Lächeln oder eine Tasse Kaffee für Ihren Vorgesetzten übrig haben, dann hat sich der kleine Sprach- und Verhaltenskurs schon ein bisschen gelohnt. In dem Fall dann vor allem für Ihren Chef. Aber Sie verstehen dann wenigstens, warum er ihn sich verdient hat und bringen ihm den Kaffee gerne und mit besagtem Lächeln. Da bin ich mir fast sicher.

Chefs sind nämlich auch nur Menschen. In diesem Sinne:

Ihr Bernd Stromberg

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