Dass sie wirklich frei haben werden, können viele Insbürogeher so richtig erst glauben, sobald sie woandershin unterwegs sind. Und vorher fragen sie sich, ob das mit der Entspannung wohl klappen wird - es gibt doch im Job so viel zu tun, und wenn man nicht alles selbst macht
Umfragen zeigen, dass ein erheblicher Teil der Berufstätigen sich nicht ganz von der Arbeit freimachen kann und mindestens ein bisschen davon auf Reisen mitschleppt: Jeder Zweite in Deutschland hat schon mal im Urlaub gearbeitet, ergab eine repräsentative Umfrage der YouGov-Meinungsforscher. Für 41 Prozent ist es üblich, dass sich Chefs oder Kollegen auch in der Ferienzeit mit Anliegen bei ihnen melden.
Vor allem Fach- und Führungskräfte bleiben per E-Mail oder Telefon für ihre Arbeitgeber erreichbar, zeigten Befragungen des Karrieredienstes Experteer und der Jobbörse Stepstone. Fast zwei Drittel gehen auch im Sommerurlaub ans Handy, wenn der Vorgesetzte anruft. Damit zählen die Deutschen sogar noch zu den entspanntesten Urlaubern in Europa: So würden laut Stepstone sogar 82 Prozent der Schweden und 87 Prozent der Norweger auch auf der Sonnenliege Anrufe des Chefs annehmen.
Arbeitsmodus aus, Urlaubsmodus ein: Wie wichtig Erholungsphasen sind, um den Arbeitsalltagstrott hinter sich zu lassen, zeigen schon die Burnout-Statistiken. Gerade Menschen auf der Karrierespur denken, sie müssten ihr Pensum auch im Urlaub leisten. Kommt Ihnen bekannt vor? Dann machen Sie hurtig den Workaholic-Test. Und zwar bevor Sie Ihre Koffer packen.
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