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24. Januar 2012, 13:06 Uhr

Berufseinstieg mit Bachelor

Schmalspurer oder Blitzstarter?

Protokolle: und

Mal preisen Unternehmen das Tempo des Bachelor-Modells, mal belächeln sie es als kleine Hafenrundfahrt: Sind das überhaupt richtige Akademiker? Fünf Absolventen erzählen, wie sie mit dem Studium Bolognese in den Beruf starten - oder warum sie doch lieber den Master draufsatteln.

"Das Bachelor-Studium ist für die Katz." Birgit W., 25, ist wütend. "In drei Jahren haben wir den gleichen Stoff viermal wiederholt, damit auch der Letzte ihn kapiert." Die Biologin hat 2011 ihren Abschluss gemacht und beschreibt die Lehrveranstaltungen als viel zu verschult, obendrein schlecht strukturiert. Sie ist froh, dass sie gleich nach dem Bachelor eine Festanstellung gefunden hat. Darum möchte sie ihren vollen Namen nicht nennen: Sie fürchtet, dass Kollegen oder Kunden sie sonst belächeln.

Eine selbstbewusste Absolventin ist Birgit W. nicht gerade. Und mit ihrer Kritik nicht allein: Viele Bachelor-Anwärter und Absolventen bemängeln das mäßige Niveau und die Überfrachtung ihres Studiums. Andere schätzen das Sechs-Semester-Studium wegen der kürzeren Dauer und internationalen Vergleichbarkeit. Die Verunsicherung unter Jungakademikern ist groß: Was taugt der Bachelor? Ist er in Unternehmen anerkannt - oder sollte man besser gleich den Master draufsatteln?

Das hatten sich die Initiatoren der Bologna-Reform anders vorgestellt. 1999 unterschrieben Europas Wissenschaftsminister in der italienischen Stadt eine Erklärung, die Europas Hochschullandschaft umkrempeln sollte. Ziel der neuen Studienstruktur: Studenten sollten effizienter und näher am Arbeitsmarkt lernen; die Zahl der Studienabbrecher sollte sinken und die Betreuung verbessert werden.

Die Wirtschaft begrüßte die Reform, lange schon hatte sie junge, praxisnah ausgebildete Absolventen gefordert. Mit "Bachelor Welcome!" gründeten Konzerne wie die Deutsche Telekom, BMW und Bertelsmann 2004 eine Initiative, um das Studium Bolognese zu fördern und Absolventen gute Einstiegschancen zu verschaffen.

Nachhilfe für Personaler

Doch mittlerweile regt sich auch bei Bachelor-Fans Kritik: Sorge bereiteten "Fehlentwicklungen in der konkreten Ausgestaltung der Studiengänge", heißt es in der jüngsten Bachelor-Welcome-Erklärung vom Oktober. Zu stark seien Wahlfreiheit und Eigenverantwortung der Studenten in manchen neuen Studiengängen eingeschränkt worden.

Nicht nur große Konzerne sind skeptisch. Einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags ergab 2011, dass nur 63 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Erwartungen an die Absolventen erfüllt sehen, vier Prozent weniger als bei der letzten Erhebung. Sie vermissen vor allem die Verknüpfung von Theorie und Praxis bei den Berufseinsteigern.

"Manche Unternehmen sind aber auch schlicht überfordert von den vielen verschiedenen Spielarten der Bachelor- und Masterstudiengänge", sagt Thomas Beer vom Studentischen Förderverein der Naturwissenschaften der Uni Halle. Über Inhalte und Ablauf der Studiengänge klärt der Verein regelmäßig Personaler mit Vorträgen auf. Beers Eindruck: "Der Nachholbedarf ist riesig, gerade kleinere Unternehmen wissen nicht, was sie vom Bachelor erwarten können."

Fünf Bachelor-Absolventen erzählen, welche Vor- und Nachteile sie in ihrem Studium erkennen, warum sie sich für oder gegen den Master entscheiden - und was sie am Bologna-System zweifeln lässt.

Sandra Hegewald, Kommunikationswissenschaftlerin auf Abwegen: Eine Zeugnispanne führte zu IBM

"Am Anfang war ich wie alle anderen unsicher: Ist der Bachelor mit dem Diplom gleichzusetzen? Kann ich damit wirklich schon ins Berufsleben starten? Nach dem ersten Semester Kommunikationswissenschaft an der Uni Hohenheim fand ich: Der Master muss sein.

Ich habe Markt- und Mediaforschung sowie PR als Schwerpunkte gewählt und mein Studium schnell beendet. Nicht mal ein Auslandssemester habe ich gemacht, sondern alles in Regelstudienzeit straight durchgezogen. Im Sommer 2009 habe ich meinen Bachelor of Science abgeschlossen und mich für Masterstudiengänge an Unis und Fachhochschulen beworben.

Dann das Drama: Meine Uni stellte mir mein endgültiges Zeugnis ewig nicht aus. Hätte ich in Hohenheim weiter studieren wollen, wäre das kein Problem gewesen - so aber verstrichen nach und nach alle Fristen, die Hochschulen wurden nervös und mussten mir schließlich absagen.

Ich war ziemlich verunsichert, dass es mit dem Master nur wegen des fehlenden Zeugnisses nicht geklappt hat. Dann trudelte eine Mail ein, dass IBM Praktikanten sucht. Die Firma war mir schon ein bisschen vertraut, weil mein Vater dort arbeitet. Deshalb habe ich mich beworben - und das Praktikum im Bereich Marketing für den Mittelstand auch bekommen. Ich war zuständig für das Erstellen eines Intranetportals. Dafür habe ich Texte geschrieben und mit HTML gearbeitet.

Mein Zeitvertrag gibt mir Sicherheit

Es war ungewohnt, aus dem Journalismus in die Wirtschaft zu gehen, obwohl ich auch an der Uni schon entsprechende Kurse hatte. Ich habe mich aber enorm reingehängt. Meine Chefin hat mitbekommen, dass ich eigentlich den Master machen wollte, und schlug mir das neue Masterprogramm von IBM vor.

Seit März 2010 bin ich immer von Montag bis Donnerstag in der Firma, Freitag und die meisten Samstage in der Uni. Dazu kommt eine Vorlesung am Mittwochabend. Das ist manchmal ganz schön hart, dafür bringt es mich weiter. Der Bachelor ist eine perfekte Grundlage, aber jetzt habe ich praxisorientiertere Fächer wie Marketingstrategie oder Führungskompetenzen.

Mein Zeitvertrag bei IBM umfasst die Dauer des Masterstudiengangs, also zwei Jahre. Mir gibt das viel Sicherheit: Im Journalismus war ich immer freie Mitarbeiterin, das ist ein ziemlicher Druck. Dadurch, dass ich bei IBM fest angestellt bin, arbeite ich viel konzentrierter und muss mir keine Gedanken über die Finanzierung des Studiums machen. Außerdem ist es gut, schon mal bei einem Unternehmen den Fuß in der Tür zu haben - bei mir haben da Glück und Schicksal eine große Rolle gespielt."

fab

Robert Roth, Physiker ohne Jobsorgen: "Alle machen den Master"

"Ich habe gar nicht darüber nachgedacht, nach dem Bachelor direkt in den Beruf einzusteigen. Alle Kommilitonen, die zusammen mit mir angefangen haben, sind jetzt im Masterstudium. Manche haben die Uni gewechselt, aber ich kenne niemanden, der nach dem Bachelor sein Studium aufgegeben hat, um ins Berufsleben einzusteigen - und da ich mich in der Fachschaft engagiere, habe ich einen guten Überblick.

Meiner Meinung nach ergibt der Abschluss Bachelor in Physik wenig Sinn. In den ersten Semestern bekommt man analytisches Denken und Grundwissen beigebracht, aber wie man wissenschaftlich arbeitet, lernt man eigentlich erst mit der Bachelorarbeit - und so richtig los geht es erst im Masterstudium. Bisher habe ich auch nur Stellenausschreibungen gesehen, in denen Unternehmen Physiker mit Diplom oder Master suchen.

Viele Firmen wissen gar nicht, welche Kenntnisse ein Student mit Bachelor- oder Masterabschluss mitbringt. An unserer Uni hat deshalb die Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften eine Vortragsreihe unter dem Motto 'Sie stellen ein - wir stellen vor' ins Leben gerufen: Studenten stellen Personalern ihren Studiengang vor, erklären den Lehrplan, beantworten Fragen. So soll auch das Interesse an Bachelor- und Masterabsolventen gesteigert werden.

Erst mit Master ist man ein vollständiger Physiker

Neun große Firmen haben schon teilgenommen. Ich habe auch einen Vortrag über den Studienablauf in Physik und die Vergleiche zum Diplomstudium an meiner Hochschule gehalten und mich lange mit einer Vertreterin von Dow Chemicals unterhalten. Der Master ist absolut gleichwertig mit dem Diplom - das ist nur noch nicht in allen Firmen angekommen.

Eigentlich ist ja die Bachelor-Idee, dass man in der Uni das Grundgerüst bekommt und alles weitere im Unternehmen lernt. Aber in meinem Fach sind eigentlich alle der Meinung, dass man erst mit einem Master ein vollständiger Physiker ist. Wir haben auch gleich zu Studienbeginn das Angebot bekommen, dass jeder, der später einen Master machen möchte, ihn hier machen kann - natürlich ein großer Vorteil gegenüber anderen Fachrichtungen, wo man um einen Masterplatz kämpfen muss.

Um meine berufliche Zukunft mache ich mir erst mal keine Sorgen. Im Moment arbeite ich an meiner Masterarbeit und will auch noch eine Promotion dranhängen. Generell sind die Jobchancen für Physiker sehr gut. Wer mit dem Studium fertig ist, kann oft zwischen mehreren Angeboten auswählen."

vet

Dominik K., Wirtschaftsingenieur im Grübelmodus: "Ich bin total verunsichert"

"Ich habe vor wenigen Monaten meinen Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen abgeschlossen - und bin total verunsichert. Was ist der Bachelor wert? Auf diese Frage konnte mir bisher niemand eine Antwort geben.

Von meinen Kommilitonen sind jetzt fast alle fest angestellt. Auch ich hatte ein Angebot von einem Unternehmen, habe aber abgesagt. Ich habe Angst, dass ich irgendwann an einen Punkt komme, wo jemand zu mir sagt: Sie haben ja gar kein vollwertiges Studium, hier kommen Sie mit Ihrem Bachelor leider nicht weiter!

Brauche ich später den Master, um als Führungskraft zu arbeiten? Ich weiß es nicht, die Unsicherheit ist riesengroß. Ich habe mich jetzt für das sogenannte PreMaster-Programm von Bosch entschieden. Es war das einzige Angebot, das ich gefunden habe, das sich explizit an Bachelorabsolventen richtet. Das hat meine Verunsicherung noch bestärkt: Warum ziehen andere Firmen nicht nach? Warum reagiert in den Unternehmen niemand auf die Umstellung?

Das Bosch-Programm besteht aus zwei Teilen: einer einjährigen Praxisphase im Unternehmen und dem Masterstudium. Für den Master werde ich einen Studienkredit aufnehmen, von Bosch bekomme ich einen Zuschuss zu den Zinsen. Dafür verdiene ich jetzt aber auch weniger als in einem vergleichbaren Einstiegsjob: Während der Praxisphase bekomme ich 1900 Euro im Monat. Und ich stehe nicht am Kopierer, sondern arbeite richtig mit. In der Zeit im Unternehmen kann ich noch zwei andere Abteilungen kennenlernen oder sogar eine Station im Ausland machen.

Ob sich der Master überhaupt lohnt?

Finanziell wird sich der Master nicht auszahlen, das ist mir klar. Ich frage mich auch, ob es sich überhaupt lohnt, ihn zu machen. Mit dem Abschluss endet mein Vertrag, ob ich dann bei Bosch einsteigen kann, ist fraglich, ich habe da keinerlei Sicherheit. Ich habe mit vielen Leuten gesprochen und auch Personaler gefragt, aber niemand kann mir sagen, ob der Master später wichtig sein wird oder nicht.

Es bewerben sich mit uns ja auch Leute, die ein Diplom gemacht haben. Ich glaube, die sind entschieden besser dran, weil jeder Personaler weiß, was dieser Abschluss bedeutet. An meiner Fachhochschule hat sich mit der Umstellung von Diplom auf Bachelor nur der Name geändert, die Prüfungsordnung ist gleich geblieben. Also habe ich sieben Semester studiert und genau das gleiche Programm absolviert, für das Leute zwei Jahre vorher den Titel Diplom bekommen haben. Das weiß nur leider von den Personalern niemand.

Bis ich mit dem Master fertig bin, werde ich 28 Jahre alt sein. Das ist meiner Meinung nach auch der späteste Zeitpunkt, um endlich auf eigenen Beinen zu stehen. Meine Klassenkameraden, die nach dem Abitur eine Lehre gemacht haben, haben schon alle eigene Wohnungen und können es sich locker leisten, einfach mal in den Skiurlaub fahren. Das möchte ich auch können. Aber wenn ich jetzt eine Festanstellung annehme, werde ich den Master nie machen - und es dann vielleicht später bereuen.

Ich kenne viele Leute, die gesagt haben, dass sie den Master noch machen wollen, aber bisher ist es bei Ankündigungen geblieben. Der Schritt vom Beruf zurück ins Studentenleben ist einfach gewaltig. Ich kann nicht einschätzen, ob mein Weg der richtige ist, und finde es erschreckend, dass mir niemand weiterhelfen kann. Jedem scheinen Erfahrungswerte zu fehlen."

vet

Jonathan Winter, Projektmanager für 700.000 Web-Seiten: "Die praktische Erfahrung hat mir geholfen"

"Ursprünglich wollte ich in den Journalismus. Bevor ich anfing, Medien und Kommunikation zu studieren, habe ich ein Zeitungspraktikum gemacht. In meinem zweiten Semester war ich bei jetzt.de, das hat mein Interesse an Online-Medien weiter verstärkt. Als ich mit den Kursen durch war und nur noch meine Bachelorarbeit schreiben musste, habe ich mich nach Volontariaten umgeschaut - und bin zufällig über die Ausschreibung 'Volontariat im Bereich Webprojektmanagement' beim Goethe-Institut gestolpert.

Der Bachelorabschluss war als fachliche Qualifikation wichtig, aber die praktische Erfahrung im Online-Journalismus hat mir bei meiner Bewerbung zusätzlich geholfen. Anfangs hieß es, die Chancen, übernommen zu werden, seien nicht so gut. Nach einem halben Jahr ergab sich aber die Möglichkeit einer Projektstelle als Content Manager bei Pasch, einem Netzwerk von weltweit rund 1500 Schulen. Ich brach das Volontariat nach der Hälfte vorzeitig ab und stieg dort ein.

Meine erste Stelle war eine super Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig kam ich dabei ein bisschen rum: In Lissabon bin ich gewesen und in Schweden, außerdem an vielen Orten innerhalb Deutschlands. Wenn zum Beispiel Jugendliche aus aller Welt zu einem Jugendkurs nach Deutschland kamen, sind wir hingefahren und haben unsere Webseite vorgestellt. Im Mittelpunkt stand immer die Vernetzung jugendlicher Deutschlerner über unsere Community. Außerdem habe ich mich um die Umsetzung vieler Webprojekte gekümmert, zum Beispiel Online-Schülerzeitungen.

Den Master machen? Wenn, dann nur berufsbegleitend

Ich hatte sicher auch ein bisschen Glück, mit dem Volo direkt nach dem Bachelor und dann meiner ersten Stelle - ich kenne auch Master-Absolventen, die Probleme hatten, nach ihrem Abschluss etwas zu finden. Denen fehlte aber vielleicht auch die praktische Erfahrung.

Nach drei Jahren bei Pasch bin ich seit Herbst 2011 Projektleiter für die Einführung eines neuen Content Management Systems für das Goethe-Institut. Weltweit geht's da um 700.000 Web-Seiten, an denen über 500 Personen mitarbeiten - ein richtiges Mammut-Projekt.

Durch das Goethe-Institut findet ein unglaublicher Kulturaustausch statt, die Atmosphäre ist spannend, und es macht sehr viel Spaß, für eine Institution zu arbeiten, die in jedem Land bekannt ist. Im Ausland weiß man über das Goethe-Institut oft sogar mehr als in Deutschland.

Ich habe mir immer mal wieder überlegt, ob es sinnvoll ist, vielleicht noch den Master zu machen. Wahrscheinlich würde ich in eine technischere Richtung gehen. Wenn überhaupt, dann aber nur berufsbegleitend - die Arbeit macht mir nämlich ziemlich viel Spaß."

fab

Tobias Fischer, E-Book-Entwickler mit Urlaubssemestern: "Durch den Bachelor hetzen? Das ist Quatsch"

"Ich habe Druck- und Medientechnologie an der Hochschule der Medien in Stuttgart studiert. Die Affinität zum Studiengang rührte aus Schulzeiten: Bei der Schülerzeitung hab ich querbeet alles gemacht und nebenher in einer Druckerei gejobbt. Nach einem halben Jahr Praktikum bei einem Mediendienstleister habe ich mich dann fürs Studium entschieden.

Neben Fächern wie Drucktechnik, Maschinenbau, BWL, Layout und Typografie habe ich auch Wahlveranstaltungen wie Cross Media Publishing belegt. Das ist quasi Dokumentverarbeitung, bei der aus einer zentralen Quelle verschiedene Ausgabeformate erstellt werden können. Wenn ein Verlag zum Beispiel ein Buch veröffentlicht, dann am besten in einem medienneutralen Format, um es nicht nur als Printprodukt auszugeben, sondern auch CDs und E-Books zu produzieren oder damit eine Internetdatenbank zu speisen. Ich fand es wichtig, mich möglichst früh breit aufzustellen und überall mal reinzuschnuppern.

Mein Professor aus Cross Media Publishing hat mir auch mein erstes Praxissemester vermittelt: Pagina in Tübingen ist auf Publikationstechnologien spezialisiert. Ich bekam dort mein eigenes Projekt - eine Software zur E-Book-Produktion zu entwickeln. Das habe ich als Werkstudent weitergeführt und später ein weiteres Urlaubssemester eingelegt, um zu arbeiten. Mit dem Studium habe ich mir entsprechend Zeit gelassen, durch den Bachelor zu hetzen ist Quatsch. Nach ein paar Monaten schon habe ich mich mit meinem Chef darüber unterhalten, wie es bei mir weitergehen soll.

Ich kann keine Maschine bauen - dafür ist der Master da

Das Studium fand ich immer ein bisschen zäh, weil es so zusammengewürfelt war. Als 'Druck-Ingenieur' weiß ich zwar, wie Maschinen funktionieren, bauen könnte ich aber keine - dafür ist der Master da. Wichtige Schlüsselqualifikationen wie Eigenständigkeit und Organisationsfähigkeit habe ich mir auch eher bei meiner freiberuflichen Tätigkeit als Web-Entwickler und durch ehrenamtliches Engagement bei der Jugendpresse Baden-Württemberg angeeignet.

Über acht Semester habe ich insgesamt gebraucht, um meinen Bachelor of Engineering in der Tasche zu haben. Die Regelstudienzeit zu überziehen und viel Praxiserfahrung zu sammeln, hat sich aber gelohnt: Direkt nach meiner Bachelor-Arbeit, bei der ein Teilaspekt ebenfalls die E-Book-Entwicklung war, habe ich fest als XML- und E-Book-Entwickler bei Pagina angefangen - auf eigenen Wunsch nur mit einer 80-Prozent-Stelle, um einen freien Tag für ehrenamtliches Engagement zu haben. In der Produkt- und Projektentwicklung ist die Software zur E-Book-Produktion aus dem ersten Praxissemester auch immer noch mein Hauptprojekt."

fab

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