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Bewerberfang im Internet Auf der Jagd nach den Sahnestücken

2. Teil: Die besten Karriereseiten im Internet

Top 30: Die besten deutschen Karriere-Sites
2011
Unternehmen
Ergebnis
Differenz
1 ThyssenKrupp 1082 2
2 Deutsche Post DHL 1045 3
3 Bertelsmann 1034 -2
4 Bayer 1028 2
5 Fresenius 1019 20
6 Ernst & Young 1005 11
7 RWE 963 -3
8 Eismann 942 72
9 PwC 939 0
10 Postbank 932 12
11 KPMG 913 -4
12 Allianz 907 -4
13 Roland Berger 906 3
14 Otto 906 38
15 Procter & Gamble 872 -5
16 Vodafone 865 -2
17 EnBW 863 -5
18 TÜV SÜD 858 New
19 Haniel 857 34
20 Siemens 851 14
21 McKinsey 841 -6
22 Datev 825 11
23 BASF 818 -4
24 ABB 810 39
25 Audi 806 51
26 Henkel 803 -8
27 Capgemini 796 3
28 Deutsche Bank 792 -5
29 Bosch 788 12
30 Deutsche Telekom 785 -28
Quelle: TEWeB 2011 – Top Employer Web Benchmark "The Career Website Study"
©Potentialpark Communications

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Was wirklich gesucht wird.
Das Auge des Betrachters 24.03.2011
Die sogenannten fehlenden Fachkräfte, die wirklich gesucht werden, sind die Geheimnissverräter. Leute die in anderen Firmen Know How zu bestimmten Themen gesammelt haben und Entwicklungsarbeit beschleunigen. Nur die sind gesucht und beim "Fachkräftemangel" gemeint, vor allem wenn es um den Wettbewerb am internationalen Arbeitsmarkt geht. Leider ist man in D nicht einmal bereit die richtig zu bezahlen, deshalb soll die Einstiegsgrenze für qualifizierte Zuwanderung auf 40.000 € gesenkt werden. Der Judas des Arbeitsmarktes wird gesucht, für ein paar Silberlinge soll er seinen Arbeitgeber verraten. Absolventen braucht man höchstens für Praktika oder Zeitverträge.
2. Lug und Trug
ostseestern 24.03.2011
Hinter vorgehaltener Hand spricht jeder in Verbänden, Bhörden, NGO's usw. darüber: das Schönen von Zahlen im ach so arg von Fachkräftemangel gebeutelten Deutschland. Und die Arbeitslosenzahlen stehen in einem - angeblich - ungesunden Verhältnis zu unbesetzten Stellen. Aktuell erlebt: Eine große Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, an mehreren Standorten in Deutschland strategisch gut aufgestellt, sucht (nachweislich) händeringend zur zeitnahen Einstellung Fachkräfte im Steuerrecht, vorzugsweise Gemeinnützigkeit. In einem dann folgenden Gespräch stellt sich heraus, dass es eigentlich keine freie zu besetzende Stelle gibt. Es gäbe eine "Warteliste" und man werde sehen, wie die Auftragslage sich auf die Personalpolitik auswirkt und man könne dann über eine temporär begrenzte Mitarbeit nachdenken. Das sind Phantom-Stellen! Und das Ganze hat durchaus System und wird von vielen (großen) Unternehmen mit politischem Druck auch gefordert. So können die z. B. Forderungen nach mehr ausländischen Fachkräften besser begründet werden. Und um Sahnestücken, wie der Artikel es beschreibt, geht es überhaupt nicht. Angestrebt wird seit den letzten Jahren das amerikanische Arbeitsmodell. Sehr wenige Fachkräfte, dafür viele (wenig Personalkosten verursachende) angelernte, unterdurchschnittlich ausgebildete Mitarbeiter, denen nur zusammenhanglose, standardisierte Teilaufgaben zugeordet/zugewiesen werden. Somit senkt man kontinuierlich Personal- und Lohnnebenkosten und steigert die Flexibilität durch unkomplizierte Austauschbarkeit fast aller Mitarbeiter. Im Zusammenspiel mit der weiteren Aufweichung der Arbeitnehmerrechte und andererseits Gründung unternehmenstreuen Arbeitnehmervertretungen zerstört man bewußt Gehalts-, Tarif- und Sozial- und Solidarstrukturen - postmoderner Liverpool-Kapitalismus in Perfektion.
3. Lug und Trug
ostseestern 24.03.2011
Hinter vorgehaltener Hand spricht jeder in Verbänden, Bhörden, NGO's usw. darüber: das Schönen von Zahlen im ach so arg von Fachkräftemangel gebeutelten Deutschland. Und die Arbeitslosenzahlen stehen in einem - angeblich - ungesunden Verhältnis zu unbesetzten Stellen. Aktuell erlebt: Eine große Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, an mehreren Standorten in Deutschland strategisch gut aufgestellt, sucht (nachweislich) händeringend zur zeitnahen Einstellung Fachkräfte im Steuerrecht, vorzugsweise Gemeinnützigkeit. In einem dann folgenden Gespräch stellt sich heraus, dass es eigentlich keine freie zu besetzende Stelle gibt. Es gäbe eine "Warteliste" und man werde sehen, wie die Auftragslage sich auf die Personalpolitik auswirkt und man könne dann über eine temporär begrenzte Mitarbeit nachdenken. Das sind Phantom-Stellen! Und das Ganze hat durchaus System und wird von vielen (großen) Unternehmen mit politischem Druck auch gefordert. So können die z. B. Forderungen nach mehr ausländischen Fachkräften besser begründet werden. Und um Sahnestücken, wie der Artikel es beschreibt, geht es überhaupt nicht. Angestrebt wird seit den letzten Jahren das amerikanische Arbeitsmodell. Sehr wenige Fachkräfte, dafür viele (wenig Personalkosten verursachende) angelernte, unterdurchschnittlich ausgebildete Mitarbeiter, denen nur zusammenhanglose, standardisierte Teilaufgaben zugeordet/zugewiesen werden. Somit senkt man kontinuierlich Personal- und Lohnnebenkosten und steigert die Flexibilität durch unkomplizierte Austauschbarkeit fast aller Mitarbeiter. Im Zusammenspiel mit der weiteren Aufweichung der Arbeitnehmerrechte und andererseits Gründung unternehmenstreuen Arbeitnehmervertretungen zerstört man bewußt Gehalts-, Tarif- und Sozial- und Solidarstrukturen - postmoderner Liverpool-Kapitalismus in Perfektion.
4. Fachkräfte wollen auch bezahlt werden
Michael Giertz 24.03.2011
Zitat von Das Auge des BetrachtersDie sogenannten fehlenden Fachkräfte, die wirklich gesucht werden, sind die Geheimnissverräter. Leute die in anderen Firmen Know How zu bestimmten Themen gesammelt haben und Entwicklungsarbeit beschleunigen. Nur die sind gesucht und beim "Fachkräftemangel" gemeint, vor allem wenn es um den Wettbewerb am internationalen Arbeitsmarkt geht. Leider ist man in D nicht einmal bereit die richtig zu bezahlen, deshalb soll die Einstiegsgrenze für qualifizierte Zuwanderung auf 40.000 € gesenkt werden. Der Judas des Arbeitsmarktes wird gesucht, für ein paar Silberlinge soll er seinen Arbeitgeber verraten. Absolventen braucht man höchstens für Praktika oder Zeitverträge.
Stimmt nicht unbedingt, aber ist auch nicht falsch. Wenn ein Unternehmen Fachkräfte sucht, meinen die Personalmanager, dass man solche sucht, die möglichst bescheidene Lohnvorstellungen haben. Beispiel? Ich selbst stamme aus Sachsen. Dort habe ich als Techniker (gehört wohl schon zu den Fachkräften) das Spiel gehabt, dass mir Jobs angeboten worden sind für 1500,- bis 1800,- Euro. *Brutto*, wohlgemerkt. Zuvor hab' ich bei AMD gearbeitet für etwa 1400,- Euro (inkl. Zuschläge) - *netto*! Warum sollte ich also, mit 8000 Euro Schulden wegen Meister-BaföG und zwei Jahren Einkommenseinbußen dann für weniger arbeiten, als ich als Facharbeiter bekommen habe? Als ich in diversen Gehaltsverhandlungen meine Vorstellungen (ca 2200,- brutto Einstiegsgehalt) vorgelegt hab, gab's nur zu oft die Antwort, ich sei zu teuer. Tja. Bin ich halt aus meiner Heimat (die ich wirklich vermisse) weggezogen, verdien' etwa zweieinhalbtausend brutto (als Zeitarbeiter!) - ohne dass, mit Ausnahme der Miete, meine Lebenshaltungskosten wesentlich höher wären als in der Heimat. Und in der Heimat jammern die Unternehmer, keine Fachkräfte zu kriegen - woran das wohl liegt? Wenn die keine Fachkräfte bezahlen wollen, dann kriegen sie keine Fachkräfte. Selbst die Polen wollen lieber ein Stück weiter fahren und arbeiten in den alten Bundesländern. Sollte doch einem zu Denken geben, oder?
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