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Bewerberfang im Internet Auf der Jagd nach den Sahnestücken

3. Teil: Die besten Bewerbersysteme im Netz

Top 30: Die besten Systeme für Online-Bewerbungen in Deutschland
2011
Unternehmen
Provider
Ergebnis
1 Deutsche Post DHL Jobpartners 944
2 ThyssenKrupp Stepstone-iGrasp 936
3 Deutsche Telekom T-Systems 936
4 Bertelsmann Embrace 896
5 RWE SAP 888
6 Audi SAP 888
7 Fresenius Taloom 879
8 Ernst & Young Taleo 878
9 zeb/ persis 852
10 Beiersdorf SAP 851
11 TÜV SÜD SAP 849
12 EnBW Stepstone-iGrasp 846
13 PwC SAP 835
14 HOCHTIEF HR Software 830
15 Volkswagen SAP 827
16 KPMG SAP 823
17 BASF SAP 823
18 Henkel Jobpartners 810
19 ABB SAP 807
20 Datev HiC 805
21 Haniel SAP 802
22 Vodafone SAP 800
23 Siemens SuccessFactors 799
24 Roland Berger Taloom 796
25 Daimler Homegrown 796
26 adidas Group Jobpartners 788
27 McKinsey Homegrown 785
28 Deutsche Lufthansa Milch&Zucker 778
29 Bayer SAP 776
30 Nestlé Taleo-Vurv 775
Quelle: APOLLO 2011 – Applying Online And Loving It "The Online Application Study"
©Potentialpark Communications

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Was wirklich gesucht wird.
Das Auge des Betrachters 24.03.2011
Die sogenannten fehlenden Fachkräfte, die wirklich gesucht werden, sind die Geheimnissverräter. Leute die in anderen Firmen Know How zu bestimmten Themen gesammelt haben und Entwicklungsarbeit beschleunigen. Nur die sind gesucht und beim "Fachkräftemangel" gemeint, vor allem wenn es um den Wettbewerb am internationalen Arbeitsmarkt geht. Leider ist man in D nicht einmal bereit die richtig zu bezahlen, deshalb soll die Einstiegsgrenze für qualifizierte Zuwanderung auf 40.000 € gesenkt werden. Der Judas des Arbeitsmarktes wird gesucht, für ein paar Silberlinge soll er seinen Arbeitgeber verraten. Absolventen braucht man höchstens für Praktika oder Zeitverträge.
2. Lug und Trug
ostseestern 24.03.2011
Hinter vorgehaltener Hand spricht jeder in Verbänden, Bhörden, NGO's usw. darüber: das Schönen von Zahlen im ach so arg von Fachkräftemangel gebeutelten Deutschland. Und die Arbeitslosenzahlen stehen in einem - angeblich - ungesunden Verhältnis zu unbesetzten Stellen. Aktuell erlebt: Eine große Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, an mehreren Standorten in Deutschland strategisch gut aufgestellt, sucht (nachweislich) händeringend zur zeitnahen Einstellung Fachkräfte im Steuerrecht, vorzugsweise Gemeinnützigkeit. In einem dann folgenden Gespräch stellt sich heraus, dass es eigentlich keine freie zu besetzende Stelle gibt. Es gäbe eine "Warteliste" und man werde sehen, wie die Auftragslage sich auf die Personalpolitik auswirkt und man könne dann über eine temporär begrenzte Mitarbeit nachdenken. Das sind Phantom-Stellen! Und das Ganze hat durchaus System und wird von vielen (großen) Unternehmen mit politischem Druck auch gefordert. So können die z. B. Forderungen nach mehr ausländischen Fachkräften besser begründet werden. Und um Sahnestücken, wie der Artikel es beschreibt, geht es überhaupt nicht. Angestrebt wird seit den letzten Jahren das amerikanische Arbeitsmodell. Sehr wenige Fachkräfte, dafür viele (wenig Personalkosten verursachende) angelernte, unterdurchschnittlich ausgebildete Mitarbeiter, denen nur zusammenhanglose, standardisierte Teilaufgaben zugeordet/zugewiesen werden. Somit senkt man kontinuierlich Personal- und Lohnnebenkosten und steigert die Flexibilität durch unkomplizierte Austauschbarkeit fast aller Mitarbeiter. Im Zusammenspiel mit der weiteren Aufweichung der Arbeitnehmerrechte und andererseits Gründung unternehmenstreuen Arbeitnehmervertretungen zerstört man bewußt Gehalts-, Tarif- und Sozial- und Solidarstrukturen - postmoderner Liverpool-Kapitalismus in Perfektion.
3. Lug und Trug
ostseestern 24.03.2011
Hinter vorgehaltener Hand spricht jeder in Verbänden, Bhörden, NGO's usw. darüber: das Schönen von Zahlen im ach so arg von Fachkräftemangel gebeutelten Deutschland. Und die Arbeitslosenzahlen stehen in einem - angeblich - ungesunden Verhältnis zu unbesetzten Stellen. Aktuell erlebt: Eine große Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, an mehreren Standorten in Deutschland strategisch gut aufgestellt, sucht (nachweislich) händeringend zur zeitnahen Einstellung Fachkräfte im Steuerrecht, vorzugsweise Gemeinnützigkeit. In einem dann folgenden Gespräch stellt sich heraus, dass es eigentlich keine freie zu besetzende Stelle gibt. Es gäbe eine "Warteliste" und man werde sehen, wie die Auftragslage sich auf die Personalpolitik auswirkt und man könne dann über eine temporär begrenzte Mitarbeit nachdenken. Das sind Phantom-Stellen! Und das Ganze hat durchaus System und wird von vielen (großen) Unternehmen mit politischem Druck auch gefordert. So können die z. B. Forderungen nach mehr ausländischen Fachkräften besser begründet werden. Und um Sahnestücken, wie der Artikel es beschreibt, geht es überhaupt nicht. Angestrebt wird seit den letzten Jahren das amerikanische Arbeitsmodell. Sehr wenige Fachkräfte, dafür viele (wenig Personalkosten verursachende) angelernte, unterdurchschnittlich ausgebildete Mitarbeiter, denen nur zusammenhanglose, standardisierte Teilaufgaben zugeordet/zugewiesen werden. Somit senkt man kontinuierlich Personal- und Lohnnebenkosten und steigert die Flexibilität durch unkomplizierte Austauschbarkeit fast aller Mitarbeiter. Im Zusammenspiel mit der weiteren Aufweichung der Arbeitnehmerrechte und andererseits Gründung unternehmenstreuen Arbeitnehmervertretungen zerstört man bewußt Gehalts-, Tarif- und Sozial- und Solidarstrukturen - postmoderner Liverpool-Kapitalismus in Perfektion.
4. Fachkräfte wollen auch bezahlt werden
Michael Giertz, 24.03.2011
Zitat von Das Auge des BetrachtersDie sogenannten fehlenden Fachkräfte, die wirklich gesucht werden, sind die Geheimnissverräter. Leute die in anderen Firmen Know How zu bestimmten Themen gesammelt haben und Entwicklungsarbeit beschleunigen. Nur die sind gesucht und beim "Fachkräftemangel" gemeint, vor allem wenn es um den Wettbewerb am internationalen Arbeitsmarkt geht. Leider ist man in D nicht einmal bereit die richtig zu bezahlen, deshalb soll die Einstiegsgrenze für qualifizierte Zuwanderung auf 40.000 € gesenkt werden. Der Judas des Arbeitsmarktes wird gesucht, für ein paar Silberlinge soll er seinen Arbeitgeber verraten. Absolventen braucht man höchstens für Praktika oder Zeitverträge.
Stimmt nicht unbedingt, aber ist auch nicht falsch. Wenn ein Unternehmen Fachkräfte sucht, meinen die Personalmanager, dass man solche sucht, die möglichst bescheidene Lohnvorstellungen haben. Beispiel? Ich selbst stamme aus Sachsen. Dort habe ich als Techniker (gehört wohl schon zu den Fachkräften) das Spiel gehabt, dass mir Jobs angeboten worden sind für 1500,- bis 1800,- Euro. *Brutto*, wohlgemerkt. Zuvor hab' ich bei AMD gearbeitet für etwa 1400,- Euro (inkl. Zuschläge) - *netto*! Warum sollte ich also, mit 8000 Euro Schulden wegen Meister-BaföG und zwei Jahren Einkommenseinbußen dann für weniger arbeiten, als ich als Facharbeiter bekommen habe? Als ich in diversen Gehaltsverhandlungen meine Vorstellungen (ca 2200,- brutto Einstiegsgehalt) vorgelegt hab, gab's nur zu oft die Antwort, ich sei zu teuer. Tja. Bin ich halt aus meiner Heimat (die ich wirklich vermisse) weggezogen, verdien' etwa zweieinhalbtausend brutto (als Zeitarbeiter!) - ohne dass, mit Ausnahme der Miete, meine Lebenshaltungskosten wesentlich höher wären als in der Heimat. Und in der Heimat jammern die Unternehmer, keine Fachkräfte zu kriegen - woran das wohl liegt? Wenn die keine Fachkräfte bezahlen wollen, dann kriegen sie keine Fachkräfte. Selbst die Polen wollen lieber ein Stück weiter fahren und arbeiten in den alten Bundesländern. Sollte doch einem zu Denken geben, oder?
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