"Die industrielle Massenproduktion ist tot, es lebe die dezentrale individuelle Produktion. Was im Jahr 2012 verrückt klingt, wird in den kommenden Jahren das Verhältnis der Verbraucher und Unternehmen zu Verbrauchsgütern grundlegend ändern. Die häusliche Produktion von einfachen Verbrauchsgütern wie Geschirr, Kleidung und anderen industriell produzierten Massengütern entspricht dem Zeitgeist der Konsumenten und wird günstiger als Massenprodukte.
Eine günstige dezentrale Produktionstechnologie ist durch das 3-D-Drucken verfügbar und wandelt sich von einer Industrietechnologie zu einer Verbrauchertechnologie. Die 3-D-Technologie ist heute in einem vergleichbaren Stadium wie die PC-Industrie in den 1970er Jahren. Technologisch können zwar heute mit 3-D-Druckern erst einfache Produkte hergestellt werden, jedoch wird die fortschreitende Entwicklung zu Mehr-Materialien Druckern - ähnlich dem Prinzip, mit unterschiedlichen Farbpatronen zu drucken - die Produktion von komplexeren Produkten ermöglichen.
Zerrissene Produktionsketten
Der Verbraucherbedarf, stetig günstiger werdende Produktionstechnologien und günstige Materialkosten läuten den Produktionswandel ein und ersetzen Teile der Produktionsketten, wie das Internet Teile des Großhandels überflüssig machte. Produktionsunternehmen müssen sich nach neuen Strategien umschauen und sich zunehmend auf neue Geschäftsmodelle ohne eigene Fertigung einlassen. Die Geschäftsmodelle können sich dabei auf zwei zukunftsweisende Geschäftsfelder fokussieren, nämlich die Zulieferung der physischen Rohstoffe oder den Verkauf der elektronischen Baupläne von Produkten nach einem ähnlichen Prinzip wie Musik über iTunes."
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