"Wenngleich vieles anders zu sein scheint im Jahr 2030, eines hat sich keineswegs verändert: Das Tempo ist ungebrochen hoch, überall. Innovationen, gesellschaftliche Ansprüche, die öffentliche Meinung - seit Jahrzehnten ist die verlässlichste Erkenntnis die, dass es für strategische Erfolge kaum Verlässlichkeit gibt. Immer wieder sind selbst die Erfolgreichsten gescheitert. Zeitungsverlage als Vorreiter der Werbeindustrie, Nokia als Spitzenunternehmen des Mobilfunks, sogar Banken als Motor der Wirtschaft.
Die Paradoxie: Wenn erfolgreiche Unternehmen scheitern, dann scheitern sie gerade an ihren Kompetenzen. In dynamischen Umwelten wird die Kernkompetenz schnell zur Kernrigidität und damit zur eigentlichen Gefahr: Wer sich auf den alten Erfolgen ausruht, bedroht seine Zukunft, weil dann andere Fähigkeiten gefragt sein werden als die, die ihn einst erfolgreich gemacht haben.
Auferstehen aus Ruinen
Im Schumpeter'schen Sinne erfordert das die Bereitschaft, seine eigenen Kompetenzen durch Kreativität und Vision auch immer wieder selbst zu zerstören und so den Weg für Neues frei zu machen. Für Global Leader 2030 kann es daher kaum darum gehen, Wettbewerbsvorteile zu erhalten. Wer erfolgreich sein will, muss die Grundlagen schaffen, sich Wettbewerbsvorteile immer wieder neu zu erarbeiten. Kein Automatismus, keine Garantie, harte Arbeit. Den strategischen Handlungsspielraum offen zu halten, ist die größte Herausforderung für Unternehmen."
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik KarriereSPIEGEL | RSS |
| alles aus der Rubrik Berufsstart | RSS |
| alles zum Thema Manager von Morgen - KarriereSPIEGEL | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH